NeusserGletscher hat geschrieben:Ich meine den belagsseitigen Winkel. Da geht es ja um 0, 0.5, 1 oder 1.5 Grad. Von aggressiv bis komfortabel. aber warum machen so wenige Winkelminuten so viel Unterschied?
Hallo Peter,
bei einem belagsseitigen Winkel von 0 Grad greift die Skikante sofort, wenn der Ski nicht mehr hundertprozentig plan aufliegt. Dazu reichen unter Umständen schon recht kleine Unebenheiten in der Piste. Oder ein Skischuh, der nicht absolut perfekt eng sitzt, macht bereits so einen Ski zumindest bei harten griffigen Bedingungen für den Amateur unfahrbar. Man muß auf jeden Fall schon sehr gut fahren können, um mit einem 0-Grad-winkel klar zu kommen.
Ich hatte vor drei Jahren mal einen rennlaufnahen Fischer SC in 155 Länge und 0 Grad ausgeliehen. Ich habe ihn bei der nächsten Möglichkeit sofort wieder abgegeben. Das hat sich angefühlt, wie wenn man auf einer Eierpiste fährt. Extrem unruhig!

Deshalb werden eben im Amateurbereich die Kanten auf 0,5 bis 1,0 Grad abgehängt. Die Ski werden wesentlich fehlerverzeihender!
@ Ute: Kanten vorne und hinten brechen?

Es ist ein Hauptgrund, daß ich meine Kanten selbst präpariere, damit ich solche Sachen nicht mehr erleben muß

. Ich schleife vor allem die Schaufel komplett mit. Dort sitzt bei Slalomcarvern das Steuerrad und das muß, zumindest wenn man sportlich dynamisch fahren will, gut greifen. Wo ich Dir recht gebe ist, daß mit superscharfen Skienden zumindest mit Slalomcarvern harte griffige Buckelpisten nicht gut zu fahren sind, weil das "Heck" schlecht driftet.

Aber so hat halt jeder seine Vorlieben ...
Wendelin