
Der Ski
Salomon AK Rocket Lab (Swallow tail)
195 cm
130/95/114, r= 25 m
Der Fahrer
190 cm, 82 kg, technisch versiert, schnell, aber kein Bolzer
Mein Fahreindruck
Auf der Piste: durch das lange Swallowtail entspricht die effektive Kantenlänge eher einem 185 cm Ski mit weit zurückversetzter Bindungsposition. Für einen Ski dieser Dimensionen empfang ich ihn als erstaunlich agil, Kurzschwung ging erstaunlich gut, er hält auch recht passabel auf Eis. Allerdings verzeiht er wenig Fehler. Carven geht entlang des Radius bei entsprechender Geschwindigkeit ganz gut, da er insgesamt einen eher harten Flex hat, will er aber aggressiv über das Aussenbein gefahren werden. Jegliche Versuche, über das Innenbein zu carven, scheiterten (bisher) kläglich. Ein Tempolimit scheint der AK Rocket hingegen nicht zu kennen, er verhält sich unglaublich stabil und fordert geradezu hohes Tempo.
Im Gelände: bei überfrorenen Windgangeln nicht leicht zu handhaben, da heisst es höllisch aufpassen. Bei gepresstem Schnee geht er im Kurzschwung gut, ähnlich wie auf der Piste. Im verspurten aber weichen Gelände scheint den AK Rocket nichts zu beeindrucken. Er pflügt durch alles durch, Vollgas ist dabei sein Lieblingstempo. Das gleiche gilt auch bei zwischen gepressten, Powder und Harsch wechselnden Bedingungen. Im Powder schwimmt er schon bei langsamerer Geschwindigkeit schön auf, wobei ich ihn noch nicht unter epischen Bedingungen testen konnte. Gibt man Gas, wird man mit einem fantastischen Surffeeling belohnt, once again – no speed limit.
In Buckeln: eine wirkliche Buckelpiste hatten wir nicht, aber auf zerpflügter und zusammengeschobener Piste hat er wie beim Kurzschwung angedeutet, dass man eine Buckelpiste mit ihm durchaus auch mal bewältigen kann. Richtigen Spass wird man aufgrund seiner Dimensionen hier aber kaum haben.
Fazit
Der Ski stellt hohe Ansprüche an den Fahrer, da er wenig Fehler verzeiht und permanent zu hohem Tempo animiert. Daher sicher kein Allrounder, auf der Piste durchaus fahrbar und wenn entsprechend Platz vorhanden ist, kann er hier sogar mal Spass machen. Die Stärken liegen aber ganz eindeutig im (unberührten und verspurten) Powder, wo er wunderbar aufschwimmt. Ein Vollgasski, der sich durch nichts beeindrucken lässt – ausser vielleicht durch technisches Unvermögen seines Fahrers
