Hallo!
Wie einige auch, habe ich immer wieder das Problem, dass ich häufig in Rücklage gerate - vor allem beim bzw. am Ende des Schwungs.
Ich stehe wahrscheinlich mit den Schienbeinen zu aufrecht (und kompensiere den Körperschwerpunkt mit dem Oberkörper bzw. Armen).
Wie bekomme ich die Schienbeine bzw. Knie nach vorne? Um das Sprunggelenk anzuwinkeln müsste ich
1.) die Zehen nach oben ziehen und quasi auf den Fersen stehen - was ja augenscheinlich nicht das Ziel ist und
2.) lässt nach meinem Gefühl der Skischuh auch kaum Bewegung im Sprunggelenk zu
Mein Skischuh ist sicher kein High-End Produkt, aber es gibt sicher genug die damit tadellos fahren können.
Soll man die Schuhe etwas lockerer schnallen um mehr Bewegungsraum zu erhalten?
Wie bringe ich mich in Position? - Sprunggelenk vs. Skischuh
Re: Wie bringe ich mich in Position? - Sprunggelenk vs. Skischuh
Grundsätzlich solltest du das Gewicht auf den Fussballen bringen. Dazu musst du mit den Fussgelenken arbeiten.
Zu deinem Schuh kann ich nichts sagen wenn das Modell unbekannt ist. Mit (fast) geöffneten Schnallen zu fahren kann für Übungszwecke Sinn machen. Aber nur auf flachen, breiten Pisten und wenn es Platz hat. So lernst du, ob du zentral über dem Ski stehst.
Ansonsten sollten die Schnallen so satt geschlossen sein, dass du lange beschwerdefrei fahren kannst und gleichzeitig sich der Schuh satt um den Fuss schmiegt.
Ich denke, dass sehr viele Freizeitsportler zu grosse, resp. zu lange Schuhe haben. Der Grund, eine lausige Beratung im Geschäft. Noch immer hört man dort, dass die Zehen nach vorne einen Daumenbreit Platz brauchen oder man zwei paar Socken tragen soll, was absoluter Unsinn ist.
Die Schuhe sollten auf der knappen Seite sein, d.h. wenn du nur den Liner trägst, solltest du im stehen vorne deutlich anstossen, ohne dass du die Zehen krallst. Wichtig, die Ferse muss bombenfest sitzen, Platz braucht es (nur wenn überhaupt) in der Zehenbox. Nie zu bequeme Schuhe wählen. Wenn es punktuell drückt (typisch am Kahnbein und an den Knöcheln) kann dort an der Schale Material abgetragen oder gedehnt werden. Dünne Socken (mindestens SK4, besser 5) erhöhen das Fahrgefühl deutlich. Experimentieren kann man mit dem Strap. Manchmal hilft einer der elastisch ist, z.B. von Booster oder Sidas.
Um nach vorne zu kommen hilft eine aggressivere Neigung des Schafts. Ich fahre mit 15°, habe aber unter meiner Massinnensohle noch einen Keil, der die Ferse etwas nach oben bringt. Massinnensohlen sind absolut unerlässlich.
Überprüfe deinen Schaftwinkel und ob du nicht zu grosse Schuhe hast. Bedenke, kleine Schuhe kann man weiter machen, zu Grosse bleiben zu gross. Sollte die Schale passen, aber der Innenschuh zu lang oder von minderer Qualität sein, kann über einen Wechsel des Liners nachgedacht werden. Zipfit, Intuition, Palau, Sidas, Bootdoc und die meisten Boothersteller bieten Innenschuhe an. Allenfalls auf einen geschäumten Liner wechseln. Aber nur dann wenn die Schale etwas taugt und nicht aus dem Billigsegment ist.
Die Skischuhe bleiben der wichtigste Ausrüstungsgegenstand.
Zu deinem Schuh kann ich nichts sagen wenn das Modell unbekannt ist. Mit (fast) geöffneten Schnallen zu fahren kann für Übungszwecke Sinn machen. Aber nur auf flachen, breiten Pisten und wenn es Platz hat. So lernst du, ob du zentral über dem Ski stehst.
Ansonsten sollten die Schnallen so satt geschlossen sein, dass du lange beschwerdefrei fahren kannst und gleichzeitig sich der Schuh satt um den Fuss schmiegt.
Ich denke, dass sehr viele Freizeitsportler zu grosse, resp. zu lange Schuhe haben. Der Grund, eine lausige Beratung im Geschäft. Noch immer hört man dort, dass die Zehen nach vorne einen Daumenbreit Platz brauchen oder man zwei paar Socken tragen soll, was absoluter Unsinn ist.
Die Schuhe sollten auf der knappen Seite sein, d.h. wenn du nur den Liner trägst, solltest du im stehen vorne deutlich anstossen, ohne dass du die Zehen krallst. Wichtig, die Ferse muss bombenfest sitzen, Platz braucht es (nur wenn überhaupt) in der Zehenbox. Nie zu bequeme Schuhe wählen. Wenn es punktuell drückt (typisch am Kahnbein und an den Knöcheln) kann dort an der Schale Material abgetragen oder gedehnt werden. Dünne Socken (mindestens SK4, besser 5) erhöhen das Fahrgefühl deutlich. Experimentieren kann man mit dem Strap. Manchmal hilft einer der elastisch ist, z.B. von Booster oder Sidas.
Um nach vorne zu kommen hilft eine aggressivere Neigung des Schafts. Ich fahre mit 15°, habe aber unter meiner Massinnensohle noch einen Keil, der die Ferse etwas nach oben bringt. Massinnensohlen sind absolut unerlässlich.
Überprüfe deinen Schaftwinkel und ob du nicht zu grosse Schuhe hast. Bedenke, kleine Schuhe kann man weiter machen, zu Grosse bleiben zu gross. Sollte die Schale passen, aber der Innenschuh zu lang oder von minderer Qualität sein, kann über einen Wechsel des Liners nachgedacht werden. Zipfit, Intuition, Palau, Sidas, Bootdoc und die meisten Boothersteller bieten Innenschuhe an. Allenfalls auf einen geschäumten Liner wechseln. Aber nur dann wenn die Schale etwas taugt und nicht aus dem Billigsegment ist.
Die Skischuhe bleiben der wichtigste Ausrüstungsgegenstand.
Re: Wie bringe ich mich in Position? - Sprunggelenk vs. Skischuh
Hallo!
Danke für die Info.
Mein Schuh ist der Advant Edge XR von Head. Sicher nicht das beste Material, aber ich denke für mein Fahrkönnen sollte es reichen.
Der Schuh ist sicher auf der größeren Seite, aber aufgrund der Fußbreite hat die kleinere Größe nicht gepasst. Ich fahre mit einer normalen Einlage, der Schuh liegt eigentlich überall gut an, wenn die Schnallen max. geschlossen werden.
Man hört ja öfter, dass man aus den Sprunggelenken fahren soll. Mein Schuh lässt allerdings keine Bewegung zu - eine Maßeinlage, ein Keil, usw. würde daran nichts ändern. Ich kann mich eigentlich nur über die Knie und Hüfte bewegen.
Danke für die Info.
Mein Schuh ist der Advant Edge XR von Head. Sicher nicht das beste Material, aber ich denke für mein Fahrkönnen sollte es reichen.
Der Schuh ist sicher auf der größeren Seite, aber aufgrund der Fußbreite hat die kleinere Größe nicht gepasst. Ich fahre mit einer normalen Einlage, der Schuh liegt eigentlich überall gut an, wenn die Schnallen max. geschlossen werden.
Man hört ja öfter, dass man aus den Sprunggelenken fahren soll. Mein Schuh lässt allerdings keine Bewegung zu - eine Maßeinlage, ein Keil, usw. würde daran nichts ändern. Ich kann mich eigentlich nur über die Knie und Hüfte bewegen.
- extremecarver
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- Registriert: 12.01.2005 15:10
- Vorname: Felix
- Ski: Raxski Snowrider Powderequipment Swoard Wildschnee
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Re: Wie bringe ich mich in Position? - Sprunggelenk vs. Skischuh
Gib Spoiler in die Skischuhe für 3° mehr Vorlage. Erstens mit mehr Vorlage braucht man weniger Kraft um weiter vor zu kommen da das härteste der Beginn ist, dazu kommt man weniger in Rücklage weil man früher von hinten Druck spürt. Dieser Druck von hinten ist absolut nötig.
Ganz einfach Mal mit Tourenski Schuhen versuchen ein paar bessere Schwünge zu machen im Walk Mode wo die ja bis zu -5 oder -10° gehen. Das geht absolut nicht vernünftig. Weiß man nicht dass es offen ist weil man es vergessen hat sitzt man fast sicherlich sofort am popsch.
Es gibt aber einen großen Nachteil an viel Vorlage. Es kostet über den ganzen Tag mehr Kraft, vor allem Schlepper fahren oder aufrecht stehen ist dann schwer. Es geht dann einfach nur noch mit vorne gegen drucken.
Man braucht gar nicht viel Bewegung. Im Slalom Weltcup deren Schuhe gehen maximal 5-6° nach vorne. Die fahren aber von Haus aus schon bis zu 22° Vorlage. Dazu kommen dann 5-6° Spiel im Schuh und 5° nach vorne. Es reicht aber absolut aus wenn man bei 27-28° voll Gegendruck hat, weiter nach vorne würde den Schaufel Druck nicht mehr erhöhen sondern eher senken da man dann im Knöchel mehr Mobilität braucht. Daher fahren die brutal harte Schuhe mit oft einem Carbon Hebel rauf bis kurz vors Knie um einfach noch mehr Druck auf die Schaufel zu bekommen.
Ganz einfach Mal mit Tourenski Schuhen versuchen ein paar bessere Schwünge zu machen im Walk Mode wo die ja bis zu -5 oder -10° gehen. Das geht absolut nicht vernünftig. Weiß man nicht dass es offen ist weil man es vergessen hat sitzt man fast sicherlich sofort am popsch.
Es gibt aber einen großen Nachteil an viel Vorlage. Es kostet über den ganzen Tag mehr Kraft, vor allem Schlepper fahren oder aufrecht stehen ist dann schwer. Es geht dann einfach nur noch mit vorne gegen drucken.
Man braucht gar nicht viel Bewegung. Im Slalom Weltcup deren Schuhe gehen maximal 5-6° nach vorne. Die fahren aber von Haus aus schon bis zu 22° Vorlage. Dazu kommen dann 5-6° Spiel im Schuh und 5° nach vorne. Es reicht aber absolut aus wenn man bei 27-28° voll Gegendruck hat, weiter nach vorne würde den Schaufel Druck nicht mehr erhöhen sondern eher senken da man dann im Knöchel mehr Mobilität braucht. Daher fahren die brutal harte Schuhe mit oft einem Carbon Hebel rauf bis kurz vors Knie um einfach noch mehr Druck auf die Schaufel zu bekommen.
schnell, riskant, vielseitig bergab
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