Parallelschwung richtig ausgeführt ? Tips und Review
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Parallelschwung richtig ausgeführt ? Tips und Review
Servus zusammen,
ich bin dabei meinen Parallelschwung auszubauen und wüsste gerne mal ob meine Art der richtige Weg ist:
Also wenn ich seitlich den Hang im fahren quere habe ich folgenden Ablauf vormir:
Beim querfahren steht man noch schön dynamisch gegen die Skischuhenzungen gebeugt. Sobald ich die Kurve "einleiten" will stehe ich praktisch auf und lasse mich zur Falllinie nach vorne ins Tal fallen
(Körperschwerpunkt "werfe" ich praktisch nach vorne und auch die Hüfte und Oberkörper dreht sich in die neue Richtung)
Dann beginnen die Ski zu drehen und ich führe mit den Beinen eine Art Pedalbewegung durch. Heißt will ich nach links streckt sich das rechte Bein, und das linke wird hochgefahren.
Vom Gefühl her klappt das ganz gut, und ich wüsste gerne ob das der richtige Weg ist.
Gibt es Tricks was steilere Pisten angeht? Ich habe den Eindruck das es eine reine Kopfsache ist auf wieviel Steilheit man sich nach vorne "fallen" lässt. ? Oder ist da auch Technik dabei?
Ob ich schnell oder langsam runterfahre dürfte ja egal sein oder?
Danke für Tips
ich bin dabei meinen Parallelschwung auszubauen und wüsste gerne mal ob meine Art der richtige Weg ist:
Also wenn ich seitlich den Hang im fahren quere habe ich folgenden Ablauf vormir:
Beim querfahren steht man noch schön dynamisch gegen die Skischuhenzungen gebeugt. Sobald ich die Kurve "einleiten" will stehe ich praktisch auf und lasse mich zur Falllinie nach vorne ins Tal fallen
(Körperschwerpunkt "werfe" ich praktisch nach vorne und auch die Hüfte und Oberkörper dreht sich in die neue Richtung)
Dann beginnen die Ski zu drehen und ich führe mit den Beinen eine Art Pedalbewegung durch. Heißt will ich nach links streckt sich das rechte Bein, und das linke wird hochgefahren.
Vom Gefühl her klappt das ganz gut, und ich wüsste gerne ob das der richtige Weg ist.
Gibt es Tricks was steilere Pisten angeht? Ich habe den Eindruck das es eine reine Kopfsache ist auf wieviel Steilheit man sich nach vorne "fallen" lässt. ? Oder ist da auch Technik dabei?
Ob ich schnell oder langsam runterfahre dürfte ja egal sein oder?
Danke für Tips
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Re: Parallelschwung richtig ausgeführt ? Tips und Review
Grundsätzlich klingt das ok.
Bei dem:
"Aufstehen" stimmt nur bedingt, es muss keine "hoch" -Bewegung sein. Es ist ein Strecken. Allerdings fühlt es sich, grad bei langsameren Tempi, teilweise wie eine Hochbewegung an.
Der Bewegungsablauf an sich ist natürlich nur der Rahmen. Damit das ganze Funktioniert, muss das Ausmass der Bewegungen, das Timing, die Dosierung, die Koordination etc. stimmen. Wesentlich ist vor allem, ob du in der Lage bist, "die Ski arbeiten zu lassen". Wenn das alles der Fall ist, geht es grundsätzlich auch im Steilen.
Weiter gibt es dann Dinge wie wie den Hüftknick, die helfen können. Es ist also schon Technik, aber es sind eher weniger Tricks.
Bei dem:
verstehe ich nicht was du meinst: was ist für dich "dynamisch" gegen die Skischuhzungen gebeugt?malcadon80 hat geschrieben:Beim querfahren steht man noch schön dynamisch gegen die Skischuhenzungen gebeugt.
"Aufstehen" stimmt nur bedingt, es muss keine "hoch" -Bewegung sein. Es ist ein Strecken. Allerdings fühlt es sich, grad bei langsameren Tempi, teilweise wie eine Hochbewegung an.
Der Bewegungsablauf an sich ist natürlich nur der Rahmen. Damit das ganze Funktioniert, muss das Ausmass der Bewegungen, das Timing, die Dosierung, die Koordination etc. stimmen. Wesentlich ist vor allem, ob du in der Lage bist, "die Ski arbeiten zu lassen". Wenn das alles der Fall ist, geht es grundsätzlich auch im Steilen.
Weiter gibt es dann Dinge wie wie den Hüftknick, die helfen können. Es ist also schon Technik, aber es sind eher weniger Tricks.
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Re: Parallelschwung richtig ausgeführt ? Tips und Review
Also was ich noch anschließen möchte, was mir bei schönen rund gedrifteten Parallelschwüngen auch hilft (generell beim skifahren) : Die Schwünge werden mit den Händen gefahren/geführt!
Bedeutet diese sollten sich ständig vor dem Körper befinden und die Kurvenäußere Hand bewegt sich in einem sehr kleinen Halbkreis nach oben vorn, natürlich Timingsache! Also "einfach" Stockeinsatz nach der Falllinie und dem Kurvenwechselpunkt mit anspannen des Unterarmes. Hilft mir besonders im sehr steilen Gelände, evtl. spanne ich unbewusst durch die Unterarmbewegung auch die anderen erforderlichen Muskeln im richtigen Maß an, bekomme so besser Druck auf die Ski....Wenn die Armbewegung stimmt, dann kommt meistens ein Schwung wie der andere, geht das ganze fast wie von selbst! Mir haben dabei u.a. die Lasse Lyck Video`s sehr geholfen. Er plädiert ja für eine "ausgeprägtere" Hoch-Tiefbewegung, kann man machen, es geht aber auch minimal, um die Ski zu entlasten.
Verstehe ich auch nicht so richtig, irgendwann ist ja Schluß mit Knie nach vorn schieben....
Einen schönen Parallelschwung zeichnet auch aus, das nicht quergefahren/traversiert wird, einem Schwung folgt sofort mit dem Kurvenwechslpunkt die nächste rund gedriftete Kurve.
Matthias

Bedeutet diese sollten sich ständig vor dem Körper befinden und die Kurvenäußere Hand bewegt sich in einem sehr kleinen Halbkreis nach oben vorn, natürlich Timingsache! Also "einfach" Stockeinsatz nach der Falllinie und dem Kurvenwechselpunkt mit anspannen des Unterarmes. Hilft mir besonders im sehr steilen Gelände, evtl. spanne ich unbewusst durch die Unterarmbewegung auch die anderen erforderlichen Muskeln im richtigen Maß an, bekomme so besser Druck auf die Ski....Wenn die Armbewegung stimmt, dann kommt meistens ein Schwung wie der andere, geht das ganze fast wie von selbst! Mir haben dabei u.a. die Lasse Lyck Video`s sehr geholfen. Er plädiert ja für eine "ausgeprägtere" Hoch-Tiefbewegung, kann man machen, es geht aber auch minimal, um die Ski zu entlasten.
malcadon80 hat geschrieben:Beim querfahren steht man noch schön dynamisch gegen die Skischuhenzungen gebeugt.
Verstehe ich auch nicht so richtig, irgendwann ist ja Schluß mit Knie nach vorn schieben....
Einen schönen Parallelschwung zeichnet auch aus, das nicht quergefahren/traversiert wird, einem Schwung folgt sofort mit dem Kurvenwechslpunkt die nächste rund gedriftete Kurve.
Matthias
Matje
Re: Parallelschwung richtig ausgeführt ? Tips und Review
Evtl habe ich ein Verstaendnisproblem und interpretiere die beschriebene Bewegung falsch.Matthias hat geschrieben:Bedeutet diese sollten sich ständig vor dem Körper befinden und die Kurvenäußere Hand bewegt sich in einem sehr kleinen Halbkreis nach oben vorn, natürlich Timingsache! Also "einfach" Stockeinsatz nach der Falllinie und dem Kurvenwechselpunkt mit anspannen des Unterarmes.
Für mich hört sich das sehr nach "pfannkuchenruehren" an
Falls dem so ist: Ich finde, das stört die Ausloesebewegung, bringt Unruhe in den Oberkörper und sieht ****** aus.
Warum sollte man das deiner Meinung nach machen?
Beate
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Re: Parallelschwung richtig ausgeführt ? Tips und Review
Ja vielleicht reden/schreiben aneinander vorbei....Meine damit eine leichte Achtelkreisbewegung bis der Arm ca. waagerecht steht, von hinten betrachtet mehr oder weniger gradlinig. Sorry, keine Halbkreisbewegung!!!beate hat geschrieben:Evtl habe ich ein Verstaendnisproblem und interpretiere die beschriebene Bewegung falsch.
Für mich hört sich das sehr nach "pfannkuchenruehren" an
beate hat geschrieben:Warum sollte man das deiner Meinung nach machen?
MatthiasMatje hat geschrieben:Hilft mir besonders im sehr steilen Gelände, evtl. spanne ich unbewusst durch die Unterarmbewegung auch die anderen erforderlichen Muskeln im richtigen Maß an, bekomme so besser Druck auf die Ski....
Matje
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Re: Parallelschwung richtig ausgeführt ? Tips und Review
Martina hat geschrieben:Grundsätzlich klingt das ok.
Bei dem:verstehe ich nicht was du meinst: was ist für dich "dynamisch" gegen die Skischuhzungen gebeugt?malcadon80 hat geschrieben:Beim querfahren steht man noch schön dynamisch gegen die Skischuhenzungen gebeugt.
Servus,
damit meine ich das ich in Knie und Knöchen im Grund mit dem Maximum nach vorne gebeugt bin, was halt der Skischuh zulässt. Beim einleiten des Kantenwechsels habe ich das Gefühl das ich dazu zwar den Oberkörper Schwerpunkt nach vorne werfe, allerdings meine Beine sich "hochstrecken" und auch nicht mehr so gegen zu Skizunge lehnen
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Re: Parallelschwung richtig ausgeführt ? Tips und Review
"Gegen die Skischuhzunge lehnen" muss man sich eigentlich nie. Die Beine beugen schon. Selbstverständlich berühren die Schienbeine die Skischuhe vorne. Würdest du aber richtig dagegenlehnen wären vermutlich die Knie zu gestreckt, das Becken zu weit vorne und keine sinnvolle Haltung im Gleichgewicht gegeben. Ausserdem hat man, weil die Ski aufgekantet sind, eine gewisse Schräglage, wodurch man nicht nur "nach vorne lehnt", sondern auch noch "seitwärts hängt".
Vermutlich meinst du das schon richtig (-> Beine sind gebeugt), aber die Erklärung "gegen die Skischuhzungen lehnen" passt nicht ganz bzw. kann auch missverständlich sein.
Das alles in rein schriftlicher Form abzuhandeln ist halt fast unmöglich.
Vermutlich meinst du das schon richtig (-> Beine sind gebeugt), aber die Erklärung "gegen die Skischuhzungen lehnen" passt nicht ganz bzw. kann auch missverständlich sein.
Das alles in rein schriftlicher Form abzuhandeln ist halt fast unmöglich.
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Re: Parallelschwung richtig ausgeführt ? Tips und Review
Mit dieser "Pedalbewegung" habe ich Schwierigkeiten - was ist damit gemeint? Dass du im Schwung nur auf dem Außenski stehst und das kurveninnere Bein anhebst? Dass du im weiteren Schwung das äußere Bein durchgestreckt hast? Das wäre keine saubere Technik...malcadon80 hat geschrieben:Dann beginnen die Ski zu drehen und ich führe mit den Beinen eine Art Pedalbewegung durch. Heißt will ich nach links streckt sich das rechte Bein, und das linke wird hochgefahren.
Ein solches "Umsteigen" (Anheben des kurveninneren Skis) beschleunigt zwar die Schwungeinleitung insbesondere aus der Geradeausfahrt in der Fallinie heraus (und ist deshalb eine Technik, die schon vor Jahrzehnten im Rennsport angewendet wurde), sollte aber nicht zur Gewohnheit werden - denn sonst fällt der Fortschritt zum Carven mit gleichmäßigerer Beinbelastung schwer.
Oder wolltest Du damit die Gewichts- bzw. Druckverlagerung auf das Außenbein beschreiben? So wie hier z.B.:
http://www.youtube.com/watch?v=DTkyqZjUMYQ&t=23
Das wäre dann korrekt ... hier auch noch eine gute Demonstration:
http://www.youtube.com/watch?v=WLOV0UHESZA&t=151
Natürlich nicht! Versuch doch mal im Flachen Parallelschwünge einmal im langsamem Tempo und einmal schnell. Schneller geht das Schwingen um ein Vielfaches leichter, und das ist nicht nur bei geringer Hangneigung so.malcadon80 hat geschrieben: Ob ich schnell oder langsam runterfahre dürfte ja egal sein oder?
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Re: Parallelschwung richtig ausgeführt ? Tips und Review
Naja "Innenbein einschlafen lassen" ist doch ein bekannte Carvingübung und "Gewicht möglichst rasch auf den Aussenski" ein wichtiges Kriterium im deutschen Lehrweisen (oder?)... Umsteigen im Sinne von "vor dem Auslösen der Kurve das Gewicht auf den Aussenski, erst dann umkanten" ist allerdings nicht sinnvoll.
Da wir nicht wissen, wie im Detail er es macht (was für ein Pedal genau? Verlagerung? Anheben? Im Laufe der Kurve? Bei der Auslösung?) ist es an sich müssig, darüber zu diskutieren, ohne es zu sehen, finde ich.
Da wir nicht wissen, wie im Detail er es macht (was für ein Pedal genau? Verlagerung? Anheben? Im Laufe der Kurve? Bei der Auslösung?) ist es an sich müssig, darüber zu diskutieren, ohne es zu sehen, finde ich.
- Thorsten V-max
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Re: Parallelschwung richtig ausgeführt ? Tips und Review
Es wird im Lehrplan zwar ein wenig anders beschrieben, aber vom Inhalt her hast Du es richtig wiedergegeben.Martina hat geschrieben:"Gewicht möglichst rasch auf den Aussenski" ein wichtiges Kriterium im deutschen Lehrweisen (oder?)... .
Im Lehrplan wird es glaube ich so beschrieben:
Grundmerkmale für die Kurvensteuerung:
-Druckaufbau so früh wie möglich auf der Innenkante des neuen Außenskis
-Knie und Becken werden seitwärts in Richtung Kurvenmitte ohne Verwindung bewegt.
-Oberkörper gleicht aus um optimal zu belasten und gleichzeitig sich für den neuen Kurvenwechsel vorzubereiten.
VIVES !!!
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