Bitte um Analyse: Kurzschwung

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odenwälder
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Re: Bitte um Analyse: Kurzschwung

Beitrag von odenwälder » 16.01.2020 14:14

Pancho.Ski hat geschrieben:
16.01.2020 10:23
latemar hat geschrieben:
16.01.2020 09:14
Viele Fahrer beherrschen im flacheren den Kurzschwung und im steilen ist es vorbei.
Gerade im steilen haben viele ja kaum Kontrolle über den Ski. Im Zweifel geht es eben das letzte Stück schuss herunter.
:zs:

Liegt i.d.R. daran, dass die den Oberkörper instinktiv lotrecht zur Anziehungskraft halten, damit automatisch aber in Relation zum Ski in Rücklage geraten, anstatt im Gefälle die relative Position zum Ski zu halten.

Edit:
Erklärung hier ab 3:40 min:
https://www.youtube.com/watch?v=wOGg8faQRdk
Kleiner Einwand. Er erklärt das etwas anders (aber korrekt): Der Fehler ist, dass die Leute in der Körperhaltung beim Stillstand bleiben und nach dem Anfahren eben NICHT eine Haltung lotrecht zur resultierenden Anziehungskraft im bewegten System (die ist nämlich beim ungebremsten Fahren senkrecht zum Ski) einnehmen. Eigentlich logisch: Man muss die Hangneigung antizipieren.

Ich glaube übrigens, dass das daran liegt, dass sowieso 90% der Skifahrer (also gefühlt 99% der Skiurlauber) in Rücklage unterwegs sind, weil denen das niemand ausgetrieben hat. Da braucht es halt auch Skilehrer, die den Kunden 1. sehen (und nicht nur vorausfahren) und 2. immer wieder anmaulen. Ich kann's verstehen, dass man das lässt, es ist schlecht für's Geschäft. Den Kunden kann ich auch verstehen, es funktioniert ja auch in Rücklage und so ein Skilehrer kostet ja auch Geld.

Persönlich finde ich Kurzschwung (oder das was ich dafür halte) übrigens um so einfacher, je steiler der Hang ist. Auf einer blauen Piste hat das so was von Skigymnastik ...

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Pancho.Ski
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Re: Bitte um Analyse: Kurzschwung

Beitrag von Pancho.Ski » 16.01.2020 14:40

Wir meinen das gleiche - Ich meinte die (Erd-)Anziehungskraft. :zs:

(Edit: Wobei deine Schlussfolgerung, dass die resultierende Kraft senkrecht zum Ski wirkt, nur weil er sich bewegt, physikalisch nicht stimmt, aber es geht ums Skifahren, und richtig ist: Wenn der Ski nach unten zeigt, mitgehen, nicht stehen bleiben, da sind wir uns einig.)

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Re: Bitte um Analyse: Kurzschwung

Beitrag von ingo#31 » 16.01.2020 16:13

odenwälder hat geschrieben:
16.01.2020 14:14
Persönlich finde ich Kurzschwung (oder das was ich dafür halte) übrigens um so einfacher, je steiler der Hang ist. Auf einer blauen Piste hat das so was von Skigymnastik ...
Derselben Meinung bin ich auch :zs: !

@ gebi1

Ich persönlich halte die 3. Variante vom verlinkten Video, für das Ideal an KS.

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Re: Bitte um Analyse: Kurzschwung

Beitrag von extremecarver » 16.01.2020 16:57

Und ich verstehe nicht wieso man überhaupt kurzschwung fahren möchte, außer als Koordinationstraining. Für mich schauen alle drei Arten bekloppt und unsinnig aus. Will man möglichst schnell wo runter - dann braucht man nur Bremsschwung und carven. Will man möglichst sicher wo runter wo es sehr steil ist - dann braucht es Jumpturns. Will man auf kaputter Piste/Buckelpiste schnell runter - brauchts auch keinen Kurzschwung.
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Re: Bitte um Analyse: Kurzschwung

Beitrag von odenwälder » 16.01.2020 17:50

extremecarver hat geschrieben:
16.01.2020 16:57
Und ich verstehe nicht wieso man überhaupt kurzschwung fahren möchte, außer als Koordinationstraining.
Because it's fun.

Für mich ist es spielerisches Training von Koordination, Beweg[lichkeit und Kraftausdauer und macht 1000x mehr Spaß als Skigymnastik :D (solange es nicht zu flach wird).
Wenn ich auf der Piste bin, dann will ich mit der Bewegung spielen, sonst wird es auf den Tag fad. Und da ist der Kurzschwung ganz einfach mal eine spaßige Sache (und hält Hirn und Beine fit und beweglich). Das Schöne ist, das kann man auch noch machen, wenn die Piste in den Weihnachtsferien rappelvoll ist.
Pancho.Ski hat geschrieben:
16.01.2020 14:40
(Edit: Wobei deine Schlussfolgerung, dass die resultierende Kraft senkrecht zum Ski wirkt, nur weil er sich bewegt, physikalisch nicht stimmt, aber es geht ums Skifahren, und richtig ist: Wenn der Ski nach unten zeigt, mitgehen, nicht stehen bleiben, da sind wir uns einig.)
jein, wenn der Ski beim Anfahren hangab beschleunigt dann schon, aber das sind Details und führt jetzt vom Thema weg. Am Ende kommen ja auch noch andere Kräfte dazu (der Schwung, Anschieben mit den Stöcken) Im Ergebnis sind wir ja einig.

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Re: Bitte um Analyse: Kurzschwung

Beitrag von TOM_NRW » 16.01.2020 17:59

Ich glaube übrigens, dass das daran liegt, dass sowieso 90% der Skifahrer (also gefühlt 99% der Skiurlauber) in Rücklage unterwegs sind, weil denen das niemand ausgetrieben hat.
Sorry für OT, aber kannst Du mir bitte den Unterschied von Skifahrern und Skiurlaubern einmal erklären?

Gruss Thomas

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Re: Bitte um Analyse: Kurzschwung

Beitrag von gebi1 » 16.01.2020 21:01

Weihnachten/Neujahr war ich 1x auf Ski. Massen von Deutschen, Holländer, Briten und anderen Flachländer. Alle kreuz und quer, versuchen sich auf den Ski zu halten, stehen mitten auf der Piste rum, überschätzen sich, drängeln sich am Lift vor = Skiurlauber/innen.

Erster Tag nach all dem Rummel. Skifahren mit meinem Sohn. Leere Pisten, ein paar Senioren, Rennläufer die Trainieren, Skifreaks = Skifahrer/innen.

PS: Weihnachten/Neujahr war ich auf einer Skitour und Langlaufen und hatte meinen Frieden.

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Re: Bitte um Analyse: Kurzschwung

Beitrag von gebi1 » 16.01.2020 21:06

extremecarver hat geschrieben:
16.01.2020 16:57
Und ich verstehe nicht wieso man überhaupt kurzschwung...
Kurzschwung ist die Königsdisziplin des Skifahrens. Es ist ästhetisch, dynamisch und schwierig. Carven kann jeder.

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Re: Bitte um Analyse: Kurzschwung

Beitrag von Winterfreak » 16.01.2020 21:12

gebi1 hat geschrieben:
16.01.2020 21:01
Weihnachten/Neujahr war ich 1x auf Ski. Massen von Deutschen, Holländer, Briten und anderen Flachländer. Alle kreuz und quer, versuchen sich auf den Ski zu halten, stehen mitten auf der Piste rum, überschätzen sich, drängeln sich am Lift vor = Skiurlauber/innen.

Erster Tag nach all dem Rummel. Skifahren mit meinem Sohn. Leere Pisten, ein paar Senioren, Rennläufer die Trainieren, Skifreaks = Skifahrer/innen..
Ich war über Silvester auf den Pisten... Ist schon nicht schön wie voll es da ist. Da hilft es nur die allererste Gondel nach oben zu nehmen :D
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Re: Bitte um Analyse: Kurzschwung

Beitrag von extremecarver » 16.01.2020 22:04

gebi1 hat geschrieben:
16.01.2020 21:06
extremecarver hat geschrieben:
16.01.2020 16:57
Und ich verstehe nicht wieso man überhaupt kurzschwung...
Kurzschwung ist die Königsdisziplin des Skifahrens. Es ist ästhetisch, dynamisch und schwierig. Carven kann jeder.
Vernünftig carven auf Zug, auf steilen Pisten, mit Popsch fast im Schnee, da sehe ich kaum Leute die das draufhaben. Aber mir fällt immer mal wieder auf dass ich mit meinen 26-27m GS meist kürzere Radien carve wie die meisten mit ihren Racecarvern, bzw teils sogar Leute auf ihren Slalom Ski. Aber die meisten Leute haben auch keinen guten Kantenschliff und glauben dass carven auf eisiger Piste was mit Technik zu tun hat - wobei es 80% Material, 15% Muskulatur, und 5% Technik ist. Wenn Material nicht passt, bringt Muskulatur und Technik rein gar nichts. Und bei 95% der Leute auf den Pisten reicht die Muskulatur vs Körpergewicht halt hinten und vorne nicht aus da mehr wie ein paar tief gecarvte Schwünge zusammenzubringen, selbst wenn sie es technisch draufhätten. Und täglich (oder sogar alle 2 Stunden) die Ski nachschleifen ist halt auch für den 1x die Woche Ski zum Service bringen nicht vorstellbar.

Ski unter Schulterbreit sieht für mich einfach nur bescheuert aus. Und klassischer Kurzschwung ist für mich weder ästhetisch noch dynamisch. Sinn macht eher mal mit richtig hohem Aufkantwinkel Bremsschwünge in einen Steilhang reinzuhacken, sowas braucht man öfters.
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