Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Alles rund ums Skifahren allgemein
Spezielle Fragen siehe separate Foren!
Benutzeravatar
NeusserGletscher
Beiträge: 2034
Registriert: 30.01.2008 15:59
Vorname: Peter
Ski: ein paar zu viel
Ski-Level: 042
Skitage pro Saison: 20
Wohnort: Dorf an einem Bach

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von NeusserGletscher » 27.03.2018 17:53

latemar hat geschrieben:
27.03.2018 08:28
Irgendwie nehmt ihr das ein bisschen zu ernst.
Wer ärgert sich denn nicht abundzu mal über etwas in einem Skigebiet?

Echt traurig finde ich wie einige hier auf mich einhauen und meinen mich hier belehren zu müssen.
Ich versuche dieses Phänomen nun schon seit Jahrzehnten zu ergründen und habe die Ursache noch immer nicht gefunden. Wann immer jemand etwas kritisiert, zu recht oder unrecht sei dahingestellt, das ist eh meist eine subjektive Frage, schalten vielen reflexartig grundsätzlich erst mal auf "Kontra". Nicht etwa, dass sie anderer Meinung sind, nein, die Kritik wird grundsätzlich und zum Teil bis aufs schärfste abgebügelt. In der vereinfachten Version wird einfach relativiert, abgewiegelt oder behauptet, dass sei nicht so schlimm.

Selbst, wenn man es mit wenig Aufwand besser machen könnte, nee, erst mal kontra geben.

In dem konkreten Sachverhalt wäre vielen alleine schon durch eine bessere Kommunikation gedient. Wenn ich beispielsweise vor dem Besuch der Skihalle lesen würde, dass die eh schon schmale Piste teilweise für ein Rennen abgesperrt ist, dann kann ich mir den Gang sparen. Auch in großen Skigebieten wären solche Informationen sinnvoll, damit man sich nicht unnötig auf den Weg machen muss.
Was man selbst erledigt können andere nicht verkehrt machen.

Benutzeravatar
Pancho.Ski
Beiträge: 1204
Registriert: 26.11.2013 18:21
Vorname: Andreas

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von Pancho.Ski » 27.03.2018 19:00

Ich glaube ich weiß woran das liegt.

Hier fehlt der Tonfall und der Gesichtsausdruck als zusätzliche Information, die dem Empfänger helfen würde, die Botschaft so einzuordnen, wie sie gemeint war.

Bestes Beispiel hierzu ist in diesem Thread das „echauffieren“, woran es sich aufgeschaukelt hat.

Der Unterschied zwischen „echauffieren“ und „beiläufig bemerkt“ liegt nicht im reinen Wortlaut, sondern im nicht übermittelten Tonfall und Gesuchtsausdruck.

Daher halt viel Spielraum für Interpretationen und Mißverständnisse..

latemar
Beiträge: 3272
Registriert: 15.12.2010 10:04

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von latemar » 27.03.2018 20:53

@NeusserGletscher
Danke für Deine Antwort Peter

latemar
Beiträge: 3272
Registriert: 15.12.2010 10:04

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von latemar » 27.03.2018 21:02

latemar hat geschrieben:
27.03.2018 08:28
Irgendwie nehmt ihr das ein bisschen zu ernst.
Wer ärgert sich denn nicht abundzu mal über etwas in einem Skigebiet?

Echt traurig finde ich wie einige hier auf mich einhauen und meinen mich hier belehren zu müssen. Der Post von @odenwälder ist für mich eine einzige Unverschämtheit . Begriffe wie übergriffig sind einfach total fehl am Platz. Und irgendwelche Belehrungen über Beförderungsbestimmungen kann man sich echt schenken.
Ich bin für einen Nicht-Alpenländler sehr gut vernetzt und habe zahlreiche Freunde dort und weiß genau wie das dort abläuft.
Und Einheimische zahlen in vielen Skigebieten für Regionalskipässe weit weniger als wir "Touristen".

Statt hier ein Fass aufzumachen und mich belehren zu wollen hätte es genügt einfach mal zu schreiben "mich stört es nicht" oder "ich finde das okay, weil mein Sohn/Tochter ja auch davon profitiert".
Ich glaube einige hier "echauffieren" sich hier weit mehr über meinen Post als ich mich über abgesperrte Pisten.

Ich wünsche Euch noch eine schöne und gesunde Restsaison.


Gruß!
der Joe

Benutzeravatar
ingo#31
Beiträge: 1156
Registriert: 30.03.2010 18:47
Vorname: ingo
Ski: Stöckli Laser CX, Nordica Navigator 85ti

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von ingo#31 » 28.03.2018 08:06

Joe, nicht ärgern lassen.
Es ist Fakt, dass Einheimische erheblich weniger für die Ski-Saisonkarten zahlen, als die Touristen.
Im Grunde stört es mich nicht, wenn Pisten für Renn/ Tainings-Veranstaltung gesperrt werden. Ich würde behaupten, dass mein eigener Skilevel auch aus dem Grund recht hoch ist, weil ich die Cracks andauernd auf der Piste habe. Denen beim freien Fahren zu zusehen oder nach zufahren kann sehr lehrreich sein.
Was mich richtig stört/ nervt sind die Race Kids beim Drängeln am Lift. Irgendwer schrieb es bereits, da fährt dann mein Skistock aus oder der Weg wird blockiert. Zusammen mit einem bösen Blick bei abgenommener Skibrille, wirkt das Wunder.
Generell- insofern mich überhaupt etwas ärgert- ist es fast immer an der Liftschlange. Die Idioten die dort herum trampeln, Ski verkratzen, von links nach rechts wollen, oder auf andere warten um zusammen hoch zufahren, einfach nur nervig!
Fahrt doch hoch sobald ein Sesselplatz frei ist und trefft euch oben wieder! Anderen über die Ski trampeln/fahren bringt nichts, ausser Ärger und Stress mit denen, die ihr Material lieben :roll:

zzz
Beiträge: 279
Registriert: 20.11.2017 18:18
Vorname: zzz
Ski: Fischer, Nordica
Ski-Level: 71
Skitage pro Saison: 20

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von zzz » 28.03.2018 09:11

ingo#31 hat geschrieben:
28.03.2018 08:06
(...) Die Idioten die dort herum trampeln, Ski verkratzen (...) Anderen über die Ski trampeln/fahren bringt nichts, ausser Ärger und Stress mit denen, die ihr Material lieben
Meine Großeltern und Eltern haben noch die Kriege miterlebt (zum Glück alle nur passiv). Dann kam der "Kommunismus" und ich wurde dorthin reingeboren. Ich durfte also auch noch die kommunistische Mangelwirtschaft erleben. Heißt: Eigentum wird respektiert, gepflegt, gewartet und bewahrt - das ist in diesen Generationen (auch in meiner Generation) innerlich verankert.

Wenn mir jetzt Andere z.B. meine Ski respektlos beschädigen wollen, erzeugt dies entsprechende Gegenwehr. Wenn am Skilift Gedränge ist, hebe ich die hinteren Skienden rhytmisch leicht an. Wenn einer trotzdem drüberfährt, dann lasse ich sie auf seine Ski "krachen" (ohne auch nur einmal nach hinten zu schauen) - meist wiederholt der dann das Drüberfahren nicht :-)

"Racekids" fahren zwar manchmal respektlos über die Ski Anderer, richten aber wegen des geringen Gewichts zum Glück nicht viel Schaden an. Jugendliche Trainingsteilnehmer sind mir BISHER nicht negativ aufgefallen. Was ich bisher erlebt habe war nur, dass sie beim höflich sind (auch beim "vordrängeln"). Irgendwann scheint also die Erziehung auch in Österreich zu greifen ;-) Oooder - wenn Jugendliche immer noch im Training sind, haben sie bereits einige Jahre strenge Disziplin bewiesen - was auch den Charakter "ein wenig" geformt haben könnte....

Da sind Leute ohne Renn-Hintergrund im rentnerischen Alter schon deutlich drängeliger.

BISHER habe ich mir verkniffen, die zu fragen, ob sie es in ihrem Alter deswegen so eilig haben, weil sie befürchten, an Altersschwäche zu sterben, bevor sie oben sind.... Das wäre böse, und eine rechtswidrige Altersdiskriminierung. Aber irgendwann werde ich es tun... Wenn mir der Kragen mal richtig platzt... Es schwelt in mir....

Anhalter
Beiträge: 84
Registriert: 21.03.2016 22:04
Vorname: Stefan
Ski: Kore 105, Amphibio 14 Ti
Ski-Level: 75
Skitage pro Saison: 10

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von Anhalter » 28.03.2018 10:28

zzz hat geschrieben:
28.03.2018 09:11
ingo#31 hat geschrieben:
28.03.2018 08:06
(...) Die Idioten die dort herum trampeln, Ski verkratzen (...) Anderen über die Ski trampeln/fahren bringt nichts, ausser Ärger und Stress mit denen, die ihr Material lieben
Meine Großeltern und Eltern haben noch die Kriege miterlebt (zum Glück alle nur passiv). Dann kam der "Kommunismus" und ich wurde dorthin reingeboren. Ich durfte also auch noch die kommunistische Mangelwirtschaft erleben. Heißt: Eigentum wird respektiert, gepflegt, gewartet und bewahrt - das ist in diesen Generationen (auch in meiner Generation) innerlich verankert.
Als jemand der in den recht stabilen 80ern im kapitalistischen Schwaben aufgewachsen ist und dessen Familie jetzt nicht gerade von der Hand in den Mund gelebt hat, kann ich dir sagen, der Respekt vor fremdem Eigentum hat vielleicht weniger was mit den äußeren Gegebenheiten zu tun als mit der Erziehung durch die Eltern. Und ich hab schon genug Leute getroffen die "hatten" und die "nicht hatten" denen das Eingentum anderer Leute sch***egal war.

Aber Kinder sind halt Kinder und probieren erst mal aus. Und wenn die sich mistig aufführen, dann find ich das durchaus in Ordnung, da mal was zu sagen, auch wenn es nicht meine Sind. Ist ja auch ein Form von Feedback, und wenns die Eltern nicht mitbekommen, oder es denen egal ist, dann tritt vielleicht so ein (mit sicherheit überschaubarer) Lerneffekt ein.

zzz
Beiträge: 279
Registriert: 20.11.2017 18:18
Vorname: zzz
Ski: Fischer, Nordica
Ski-Level: 71
Skitage pro Saison: 20

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von zzz » 28.03.2018 11:14

Anhalter hat geschrieben:
28.03.2018 10:28
(...)
Als jemand der in den recht stabilen 80ern im kapitalistischen Schwaben aufgewachsen ist und dessen Familie jetzt nicht gerade von der Hand in den Mund gelebt hat, kann ich dir sagen, der Respekt vor fremdem Eigentum (...)
Respekt vor FREMDEN Eigentum ist reine Erziehung, das ist korrekt.

Respekt für EIGENES Eigentum ist aber aus der Not geboren, NICHTS mehr zu haben, wenn das EINE hinüber ist. Deswegen ist mir auch nicht egal, ob mein Ski - auch nur oberflächlich - beschädigt wird.

Ich bin weit und breit der Einzige, der seine Ski WEIT vor jeglichem Weg auszieht, wo auch Autos fahren (wenn man mal queren muss) - um keine Macke im Belag zu produzieren (2008, am Dachstein habe ich meine damals neuen Ski versehentlich brutal mit Rollsplit beschädigt - seit dem habe ich es gelernt...). Während ich meine Ski schultere - und nach der Überquerung einer Straße noch recht weit im Schnee laufe, sehe ich Dutzende, die mit ihren Ski sogar über die blanke Asphalt-Straße (mit Rollsplit) tappsen (meine "Wanderung", oft 200 m oder mehr, ist eben recht langsam, selbst bei wenig "Verkehr" werde ich also von Vielen überholt, und dann sehe ich ja, was die tun).

Ca. 50% ziehen ihre Ski unmittelbar an der Straße aus - der Rest tappst mitsamt Ski drüber. Vor breiten Straßen ziehen aber alle ihre Ski aus - was aber nichts mit den SKi zu tun hat, sondern mit der Geschwindigkeit, die zur Querung nicht ausreichen würde.... :-)

Sicherlich ist den Ski-Tappsern egal, ob ihnen Andere am Lift über die Ski fahren, oder nicht. Womöglich sind die Ski-Tappser u.a. auch mit Leihski unterwegs - aber auch ein Leihski müsste eigentlich aus RESPEKT pfleglich behandelt werden. Respekt ist meiner Meinung nach kein relatives Verhalten (also "gegenüber" jemanden, oder nur, wenn man unter sozialer Kontrolle steht). Respekt ist eine innere Einstellung, die sich auch dann nicht verändert, wenn es für Respektlosigkeit mangels Zeugen keine Sanktionen gibt - z.B. auch in der Natur (gilt insbesondere auch für Skifahrer abseits der Pisten, oder für [Ski-]-Wanderer, dass sie ihren Müll bitte auch mitnehmen).

Sicherlich ist DIESE Art von Respekt reine Erziehungssache - und die Erziehung erfolgt nicht nur durch Eltern. Das "öffentliche" Feedback ist nicht zu unterschätzen. Eltern werden von ihren Kindern oft als schikanös empfunden, aber öffentliche Reaktionen sind emotionslos, (und teilweise) gnadenlos ehrlich. Wie man in den Wald hineinruft.... Die Eltern sind nämlich nicht der "Wald"... Ich denke, Beides spielt eine gleich große Rolle - die Eltern und der "Wald".. Die Eltern/die Famlienmitglieder und Freunde sagen, wo die Erwartung liegt, und die Öffentlichkeit (der "Wald") gibt Feedback, ob man den Bogen überspannt hat. Dieses Feedback sind wir den Kindern (und Anderen) IMO sogar "schuldig" - selbst wenn einige "Laissez-faire"-dogmatische Eltern das anders sehen könnten.
Aber Kinder sind halt Kinder und probieren erst mal aus. Und wenn die sich mistig aufführen, dann find ich das durchaus in Ordnung, da mal was zu sagen, auch wenn es nicht meine Sind. Ist ja auch ein Form von Feedback, und wenns die Eltern nicht mitbekommen, oder es denen egal ist, dann tritt vielleicht so ein (mit sicherheit überschaubarer) Lerneffekt ein.
Ja, gedankenloses/egoistisches Kinder-Verhalten sehe ich allgemein mit Humor. Das bisschen Blockieren (meinerseits) erzeugt zwar etwas Frust beim Kind - tut aber nicht wirklich weh. Negativ sehe ich die fehlende, erzieherische Einwirkung durch Trainer/Skilehrer. Die Bindung eines Kindes auslösen ist IMO auch eine humorvolle Option - ich würde dann lächeln und mich dem Kind gegenüber entschuldigen - ihm aber auch sagen, was mich bewogen hat, dies zu tun.
Zuletzt geändert von zzz am 28.03.2018 12:42, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
extremecarver
Beiträge: 3512
Registriert: 12.01.2005 15:10
Vorname: Felix
Ski: Raxski Snowrider Powderequipment Swoard Wildschnee
Ski-Level: 999
Skitage pro Saison: 30
Wohnort: Wien
Kontaktdaten:

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von extremecarver » 28.03.2018 11:27

Bei älteren Kindern wirst du es gar nicht schaffen die Bindung so easy einfach zu öffnen - versuch mal so eine Look X16 einfach per Skistock zu öffnen - dafür brauchst du ziemlich guten Winkel - wenn dann jemand eh noch mit Gewicht auf der Ferse draufsteht wird das kaum funktionieren - halt weil es schwer sein wird von der Seite den richtigen Winkel zu erwischen... Look ist sicher am schwersten zu öffnen - aber viele der 16er Bindungen sind da ein anderes Kaliber als das Standard Plastikgerödel...

Gibt ja so einige Fahrer die überhaupt Probleme haben die zu öffnen....
schnell, riskant, vielseitig bergab
http://openMTBmap.org & www.VeloMap.org

zuUnkreativ
Beiträge: 272
Registriert: 15.10.2014 19:01
Vorname: Stefan

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von zuUnkreativ » 04.04.2018 13:28

Wer sich über Drängeln am Lift ärgert, dem empfehle ich, künftig in Kanada Skifahren zu gehen. Die Art und Weise, wie dort selbst an Powdertagen diszipliniert das Reißverschlussprinzip befolgt wird, fand ich extrem beeindruckend und angenehm. Leider kann ich mir das weder finanziell noch klima-gewissens-technisch jedes Jahr leisten.
Ich versuche beim Skifahren möglichst große Gelassenheit an den Tag zu legen und so Situationen für mich (und vielleicht überträgt sich das zumindest teilweise auf die Umgebung) zu entspannen. Leider gibt es auch Situationen, in denen mir das nicht gelingt (einige wurden ja schon angesprochen).

Antworten
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag