welche Vist Platte für Slalom Carver SLX von Elan

Alles zum Thema Bindungen, Z-Wert, Platten, Stopper, etc.
Siehe auch Z-Wert Tabelle
Erwin
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Beitrag von Erwin » 01.11.2006 13:57

Hallo dani,

wie werden die beiden Teile auf dem Ski befestigt? Beide verschraubt?
Und wie optimal ist diese geteilte Platte in Verbindung mit einer Tyrolia Freeflex Bindung, bei der Vorder und Hinterbacken durch einen Steg miteinander verbunden sind? Ist diese Platte nicht für getrennte Vorder und Hinterbacken konstruiert?
Gruß Erwin

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ivan
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Beitrag von ivan » 01.11.2006 16:56

also, endlich hab ich zeit, auch etwas dazu zu sagen.
ich glaube, dass Duo, besonders WCRDUO14, mit der Tyrolia FF eine empfehlenswerte kombination darstellt.
die platte ist kürzer, ohne alublech oben, die montage kann auch der sohlenlänge angepasst werden, so dass zB frauen mit kleinem fuss und kurzem skischuh (und meist auch kürzerem ski) nicht die full-legth durchgehende, für sie zu lange platte haben müssen.
afaik, ist die rennversion etwas modifiziert, auch vorn mit 4 schrauben, vllt. auch die klebeschichten unten.

die WCRV13 und 16Alu sind auch OK. nach Vist (ich weiss nicht, obs im net steht) sollen die platten die kräfte in die skimitte konzentrieren und das gefühl des starken kantengriffs in der skimitte vermitteln. sie werden besonders für "harte" ski empfohlen.

eine interessante, weniger aggressive version ist die WCRV14 und 10, eigentlich fortsetzung der ersten generation der WC platten noch ohne alu, nicht so steif (material "delerin" statt "polidur" wie bei anderen WCR) und als "10" auch nicht so hoch.

die Air-gruppe von platten beruht auf dem frequentierten system "vorn fixiert, hinten gleitend".
WCAIRPRO basiert materialmässig auf dem WCRV, ist also steifer und den WCR-platten näher.
WCAIRSO ist eigentlich eine sportliche platte zwischen dem Absorber und den rennplatten, weicher (irgendein steifer gummi).

die AIR-platten sollen die kräfte regelmässiger über den ganzen ski verteilen (sagt Vist) mit "einer natürlicheren, lineareren biegelinie", weniger aggressiv sein und werden eher für weiche ski empfohlen.

ich kenne die WCRV16 und 13Alu, alte WCRV14, WCAIRPRO, WCASO, nur nicht DUO.
IIRC, zwischen 16 und 13 war kein gravierender unterschied, und sogar zwischen der WCRV und WCAIRPRO habe ich keinen grossen unterschied bemerkt, aber ich hab sie nie gegeneinander getestet, also auf identischen skis. alle waren sozusagen "gut fahrbar".

nur die WCASO liegen performancemässig schon spürbar unter dem niveau der oben gennnaten. ich kann mich erinnern, einen damals durchschnittlichen ski für tests ausgerüstet zu haben, und mit der WCASO war er wirklich spürbar schlimmer als mit der WCRV. hab mich dann für ein höheres skimodell entschieden und gut getan, war einer der besten.

noch eins: die meisten platten werden mit festklebenden schichten versehen, die wirklich FEST kleben (hab auch schon den schaubenzieher gebogen als ich die platte abmontierte). man kann die platte auch ohne zu kleben montieren, was sie abschärfen würde (wurde vor jahren sogar erwähnt im katalog).

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ivan
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Beitrag von ivan » 01.11.2006 17:01

Erwin hat geschrieben:Hallo dani,

wie werden die beiden Teile auf dem Ski befestigt? Beide verschraubt?
Und wie optimal ist diese geteilte Platte in Verbindung mit einer Tyrolia Freeflex Bindung, bei der Vorder und Hinterbacken durch einen Steg miteinander verbunden sind? Ist diese Platte nicht für getrennte Vorder und Hinterbacken konstruiert?
um es klar zu schreiben: natürlich geschraubt, vorn 3, hinten 4 schrauben, die 3 äusseren gleitend.
freeflex ist erwünscht mit dieser platte, und, wie ersichtlich, die kombination sogar im rennlauf wirksam.
(musste lachen, als Head damit vor 2 jahren erschien: jahre von experimenten mit ausgeklügelten konstruktionen, und das ergebnis sind 2 einfache stücke plastik... aber viellecht wird etwas aus der Salzgeber-platte mit rollen...)

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Beitrag von extremecarver » 01.11.2006 17:54

Wie ist eigentlich die Empfehlung für harte Ski, bzw für weiche Ski zu verstehen?

Bei der WCRV steht besonders für harte Ski, nun sind aber genau Slalom und GS Ski eher weicher, zumindest verglichen mit dem SG Atomic den ich mal ausprobiert habe. Oder ist damit gemeint, ein im Vergleich zu anderen Slalom Ski harter Ski? Was meint Vist mit hartem Ski - generell hart, oder evtl auch weiche Schaufel und restlicher Ski hart?

Wenn ich nun also eine Platte die für harte Ski bestimmt ist, auf einen weichen Ski mache, warum nicht?
Die WCRV kommt mir nunmal sehr hart vor, ich kenne die Air Pro jedoch nicht, ist diese härter, um evtl den zu weichen Ski auszugleichen, oder wie ich vermute eher weicher?

Das die WCRV das Gefühl gibt, in der Mitte die ganze Kraft zu haben, kann ich bestätigen. Man hat eine Kurvenlage wie beim Eislaufen.
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Beitrag von ivan » 01.11.2006 18:22

da werde ich überfragt, Felix.
afaik, meist werden die WCRV oder die Duo-modifikation verwendet, das sieht man auch in anderen marken, die sich von Vist ihre platten produzieren lassen.
es gibt aber auch zB die platte für Blizzard rennski, zweiteilig und mit durchgehendem alu-oberteil, und damit bin ich nicht sicher, obwohl ich die ski kenne, gefahren bin, gemessen habe und obwohl ein GS bereits auf mich wartet.

ich habe vor jahren, als die WCDUOPRO ganz neu war, sie auf extrem steife Dynastars montieren lassen in der überzeugung, der gleitende hinterteil ermögliche besseren flex. damals gab es noch keine offizielle plattenbeschreibung. wie es mit der WCRV gewesen wäre, weiss ich nicht. dann habe ich die platte auf den prototyp von Sporten GS, aber der ski war flexmässig schlecht und ich kann deswegen daraus nichts schliessen. nun liegt die platte im karton und wartet auf irgendeinen geeigneten ski und ich freue mich garnicht auf die montage...

die platte ist anders, die alubrücke lässt sich etwas durchbiegen, aber dazu noch bewegt sich die aluschicht hinten mit der bindung auf dem unteren delrin-teil. vorn ist alles, IIRC, wie bei WCRV. der resultierende flex ergibt sich also aus dem gleiten hinten und aus der durchbiegung der gesamten platte.

noch interessant: als Speedlocks ist die "schärfste" platte Speedlock Race,
Speedlock Pro ist performancemässig eine stufe darunter, dann noch Speedlock Pro light. das würde bestätigen, dass die WCRV-konzeption die rennmässigste wäre...

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Beitrag von Erwin » 01.11.2006 21:22

Hallo Dani, hallo Ivan,

vielen lieben Dank schon mal für die ausführlichen Informationen zu den einzelnen Plattentypen. Ich tendiere nun zu der von Dani empfohlenen WCRDUOSC1814.

@Dani, ist auf den i.SL RD und i.GS RD auch die Kombi 18 vorne / 14 hinten, oder eine gleich hohe, head-spezifische Variante; und wenn 18/14 wie fühlt sich das an, 4 mm "bergauf" zu fahren/zu stehen? Ist es sehr gewöhnungsbedürftig?

Weiß jemand wo man sie bestellen kann?
Gruß Erwin

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Beitrag von dani1965 » 01.11.2006 22:55

[ externes Bild ]

Gegen der Mitte (des Skis) werden fix befestigt (runde Löcher, siehe Foto).
Das bewegliche Teil findet sich vorne bzw hinten (ovale Löcher, siehe Foto).

Ciao!
Dani (HEAD Switzerland)

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Beitrag von dani1965 » 01.11.2006 23:06

Erwin hat geschrieben:...
und wenn 18/14 wie fühlt sich das an, 4 mm "bergauf" zu fahren/zu stehen? Ist es sehr gewöhnungsbedürftig?
...
Die Tyrolia Ferse des Freeflex Plus ist 21mm hoch, der Becken 17.5mm: mit dieser Platte kommst du auf 35mm hinten und 35.5 vorne.

Eigentlich slltest du schon ein Fahrer sein, der keine Zentralitätprobleme hat und einem gewissen Druck beim Fahren nach vorne gibt...

Die andere (und zum Fahren) gemütlichere Lösung ist die von Ivan erwahnte WCRDUO14: hier bleibt der Höheunterschied vorne/hinten unberührt.

Wo bestellen? in der Schweiz via Stöckli, in Deutschland... die haben keine Info, du musst dem Verantwortlichen für den Export kontantieren:
Tel. +39 0471 814523
Fax. +39 0471 814522

Laura Vincenzi »
E-mail: l.vincenzi@vist.it
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Beitrag von ivan » 02.11.2006 00:30

Erwin hat geschrieben: ist auf den i.SL RD und i.GS RD auch die Kombi 18 vorne / 14 hinten, oder eine gleich hohe, head-spezifische Variante; und wenn 18/14 wie fühlt sich das an, 4 mm "bergauf" zu fahren/zu stehen? Ist es sehr gewöhnungsbedürftig?
ich wäre mit der 18/14 vorsichtig. wie Dani genau schreibt, ist die "normale" Tyrolia wegen dem ABS ziemlich hoch vorn, so dass im endergebnis die ursprüngliche, im nichtrennlauf bewährte und meist funktionierende sprengung aufgehoben wird. (die rennbindungen "X" ohne ABS sind vorne niedriger, früher 12 mm, und die stepplatte gleicht die grössere differenz einigermassen aus.)
ob diese position gut ist, hängt dann von mehreren faktoren ab inkl. schaftvorlage, flex, zeppa = neigung des fusses im schuh, beinhebel, kraft, körpergrösse, fahrstil,...
wenns nicht klappt, kann man natürlich immer die ferse durch einen lifter erhöhen.

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Beitrag von extremecarver » 02.11.2006 00:40

Da würd ich mal auf Ivan hören.

Mir kam so vor, dass meine normale Tyrolia 21/21 ist von der Höhe. Damit wäre der Unterschied also aufgehoben. Außer man verwendet eben die Spacer, die aber Standardmäßig nur bei der X vorhanden sind.
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