Skiqualität - "Chinaschrott"?

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NeusserGletscher
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Re: Skiqualität - "Chinaschrott"?

Beitrag von NeusserGletscher » 08.12.2018 21:27

Davon würde ich mal ausgehen, dass die Ski sämtlicher Spitzenfahrer im WC keine Serienski sind. Da wird am Ende nur das passende Deckblatt draufgeklebt. Deshalb tauschen sie nach dem Zieleinlauf auch immer ganz schnell die Ski gegen ein anderes Modell.
Was man selbst erledigt können andere nicht verkehrt machen.

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extremecarver
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Re: Skiqualität - "Chinaschrott"?

Beitrag von extremecarver » 08.12.2018 21:35

Ja, die haben absolut nix miteinander zu tun in der Fertigung. Meist sogar räumlich andere Fabrik
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Re: Skiqualität - "Chinaschrott"?

Beitrag von maestro70 » 09.12.2018 15:11

Hmmm, also das nach dem Zieleinlauf die FIS Ski gegen ein Consumer Modell getauscht werden (Werbung), wusste ich schon.

z.B. Atomic FIS SL gegen den Redster SL, Head FIS GS gegen den Head i.Speed, ...

Aber meint ihr nicht, dass zumindest die FIS Modelle die selben sind?
Ich bin nicht gestört ! Ich bin verhaltensoriginell !

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Re: Skiqualität - "Chinaschrott"?

Beitrag von extremecarver » 09.12.2018 15:48

Nein, auch die sogenannten FIS Modelle haben nur Ähnlichkeiten mit den echten Rennski der EC/WC Profis. Ansonsten gäbs ja auch nicht so ein Griss um die Ski der Profis - wenn ein sehr erfolgreicher aufhört.
Die Ski sind nämlich nicht Eigentum des Skiläufers - sondern bleiben Eigentum der Firma (evtl bei Marcel Hirscher anders, aber bei dem ist viel anders und der probiert eh dauernd neue Ski, verändert Sachen usw). Als Stephan Eberharter die Karriere beendet hat - konnte Atomic Bode Miller ködern indem sie ihm den Servicemann von Stephan Eberharter samt seinen Skis übergaben. Maier war darüber wohl nicht grade froh (der hätte wohl auch gerne die Latten bekommen).

Wären so Ski also auch nur irgendwie Nahe den verkauften FIS Modellen (gibt ja ebenso SG/DH FIS Modelle frei verkauflich) - dann wäre da nicht so Trara rum. Und dann würden die Serviceleute auch nicht wie die NSA drüber wachen, dass niemand anders die Ski in die Hand bekommt. Die Skischuhe gehören dagegen den Athleten - und die sind wohl frei verkäuflich (bis auf evtl andere Plastikmischung) - weil die Kosten für eine weitere Form viel zu hoch wären. Dank CNC ist das bei Ski ja kein Problem mehr mit den Formen.

Übrigens bekommen die Rossi Athleten inzwischen oft die Masters oder "FIS Rennski" fürs Podium in die Hand gedrückt - bei Rossi verkaufen die sich derzeit wohl sehr gut. Da gehts aber nicht so wirklich drum dass die nicht aufs Podium gehören - sondern die Ski müssen mehr oder weniger sofort zur Materialkontrolle - damit man da nicht schwindeln kann (Ausnahme ist glaube ich im Slalom wenn der letzte Gewinnt - und sofort aufs Podium OHNE die Piste zu verlassen. Dann wird teils erst danach getauscht. Sonst muss direkt nach dem Durchgang des Tors der Ski zur Kontrolle.


Wie weit sich da die Ski unterscheiden ist Ansichtssache. Aber Fakt ist - so ein Servicemann wird durchaus mitreden wie so ein Ski für den jeweiligen Läufer gebaut wird, den Kern evtl schon per Hand aussuchen usw. Daher sind die guten Serviceleute auch sehr begehrt wenn jemand die Skimarke wechselt (weil Servicemann wechselt wohl kaum).
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Re: Skiqualität - "Chinaschrott"?

Beitrag von ingo#31 » 09.12.2018 15:54

maestro70 hat geschrieben:
09.12.2018 15:11
Aber meint ihr nicht, dass zumindest die FIS Modelle die selben sind?
Nicht mal annähernd die selben. Das was generell als FIS Ski verkauft wird, sagt nur eines aus: er wäre für FIS Rennen zugelassen.
Es mag sogar Fahrer/innen geben die mit käuflichen FIS Ski im Rennsport antreten. Sobald sie aber bei FIS Rennen vorne mitfahren oder sogar in WC wechseln, haben sie ALLE speziell gefertigte Bretter.
Dass Stöckli nur beim Cross erfolgreich sein soll, deutet auf eine gewisse Informationslücke hin..... Tina Maze hält-soweit mir bekannt- immer noch den Rekord mit den meisten WC Punkten in einer Saison.
Der junge Marco Odermatt hat auf Stöckli 5 Goldene bei der Junioren WM gewonnen....
Viktoria Rebensburg, Jasmin Flury, Ilka Stuhec usw. sind allesamt Siegfahrerinen......

Ich kann verstehen, dass Wenige bereit sind für ein Brett erheblich mehr zu zahlen, nur weil Stöckli drauf steht.
Für all die Amateur Hobby Fahrer- so wie wir alle hier!- ist der "Glaube" ans eigene Skimaterial ein Heiligtum.
Keiner brauchts so wirklich, aber haben wollen wir das Zeug! Nach dem Motto: nice too have.

Da es in der Gesellschaft immer schon Unterschiede gab/ geben wird, kann sich die eine Hälfte so etwas gönnen und die andere Hälfte davon träumen.

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Re: Skiqualität - "Chinaschrott"?

Beitrag von NeusserGletscher » 09.12.2018 20:40

Mir sind Marken bzw. ein damit ggf. verbundenes Renommeé schnuppe. Der SR95 habe ich mir nur mal aus Neugierde für einen Tag ausgeliehen und hätte ihn am liebsten nicht mehr zurückgegeben. Für "Made in Switzerland" zahle ich auch gerne etwas mehr, weil ich davon ausgehe, dass die Arbeiter bei Stöckli von ihrem Lohn leben können. Bei Produkten aus China würde ich da eher ein Fragezeichen dran setzen. Ich hatte allerdings auch schon mal zwei andere Ski von Stöckli vorher geliehen und fand die langweilig.
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