Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Alles rund ums Skifahren allgemein
Spezielle Fragen siehe separate Foren!
latemar
Beiträge: 2584
Registriert: 15.12.2010 10:04
Vorname: Joe
Ski: Black Thunder Sport/Salom. End. 800
Skitage pro Saison: 47
Wohnort: Schönes Franken

Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von latemar » 26.03.2018 12:36

ich gebe ehrlich zu: Ich fühle mich oft genervt, dass in vielen Skigebieten Pisten für Training der örtlichen Jugend gesperrt sind. Oft sind es gleich mehrere Pisten, die gleichzeitig nicht fahrbar sind. Und meist auch noch die besonders Schönen.
Dazu kommt noch, dass die gesperrten Pisten in eine offene einmünden und die Racekids ohne viel zu schauen in oft extremen Tempo zum nächsten Lift fahren. Natürlich um sich da gleich einmal vorzudrängen.
Man bezahlt ja auch den vollen Tarif, da sollte man auch alle Pisten offen erwarten dürfen (natürlich ist es was anderes wenn Pisten generell z:b. wg. Schneemangel oder Wind gesperrt sind).

Ich werde da echt immer empfindlicher.
Geht Euch das auch so oder liegt das an mir?


Gruß!
der Joe
16/17 47 T. Dolomiti Superski
17/18 2 T. Kronplatz,15 Sella,13 Latemar,11 Carezza,3 Alpe Lusia,2 Passo Pell.,1 Catinaccio,1 Cermis

zzz
Beiträge: 236
Registriert: 20.11.2017 18:18
Vorname: zzz
Ski: Fischer, Nordica
Ski-Level: 71
Skitage pro Saison: 20

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten (und was sonst blöd läuft)

Beitrag von zzz » 26.03.2018 13:14

Letztes Jahr hatte ich auch angefangen, mich über diese Sache zu ärgern - insbesondere auf der Reiteralm.

Dieses Jahr war es durchgehend so, in jedem Gebiet, wo es eine Pistensperrung im Publikumsbereich gab, dass die Pistensperrung nur morgens war, und bis ich warm genug gewesen wäre, um die "schöne" Piste mit Schwung zu befahren, waren die auch wieder weg - alles abgebaut usw.

Was blieb, waren die blauen Streifen auf der Piste, die dort draufgesprüht werden, die etwas iritiert haben, und manchmal auch bösartig zerfahrene Furchen, die doch etwas "überraschend" im Weg waren (Tag: bewölkt). Insgesamt war der Übungshang häufig in einem Bereich, der auch tagsüber schattig blieb - und damit auch bei sporadischem Sonnenschein glatt, eisig und hart blieb. Insofern waren die Einschränkungen durch das Jugendtraining eher marginal. Auf der Reiteralm hatte ich dieses Jahr also nur die Wahl zwischen eisglatter Betonpiste und zerfahrener "Buckelpiste"... Ich habe mich im Endeffekt auf dem Abschnitt immer für "eisglatt" entschieden - da war weniger los :-)

In Zauchensee trainieren die in einem dauerhaft abgetrennten Bereich, ebenso in Flachauwinkl. Wenn die am Nachmittag weg sind, ist dort - abgesehen von den paar Furchen, die man kennt - Carving-Genuss angesagt, weil außerhalb der schmalen Übungsspur auf diesem Hang-Abschnitt die gesamte Piste babypopoglatt ist.

Insofern - zumindest im Ski Amade alles cool. Woanders kann es natürlich schlechter geregelt sein....

Was ich aber total blöde finde: wenn Skischulen mit Erwachsenen (oder fast erwachsenen Jugendlichen), mit großen Gruppen losfahren, und dann die gesamte Breite der Piste blockieren. Ich schreibe hier von breiten Pisten (konkret: Flachau die 4 und die 4a), nicht von Engstellen, wo man einfach hinnehmen muss, dass eine Gruppe voran ist. Und weil die Gruppe auch für die doppelte breite der Piste "groß genug" ist, blockiert sie nicht nur bei EINER Querung. Bis die Letzten die erste Querung starten, sind die Ersten fast schon wieder zurück (Lehrer voran). Überholmethode hier: knapp hinter dem Ende der Schlange am Pistenrand scharf in Richtung Skilehrer auf vermeintlichem Kollisionskurs fahren - mit ETWAS Glück schwenkt er einige Meter vor dem Pistenrand ein, und man kann an jener Stelle (natürlich mit stark reduzierter Geschwindigkeit) an der ganzen Gruppe vorbeifahren.... Wohl ist mir mit der "Methode" nicht, aber anders kapieren manche den Blödsinn nicht, den die da verzapfen. Dabei wäre es ganz easy, auf beiden Seiten mal eben 4-5 m zum Pistenrand zu lassen, damit Andere passieren können. Dass man diesen Abstand durch ein vermeintliches Kamikaze-Manöver "erzwingen" muss, finde ich traurig. Für Skilehrer sollte man ins Stammbuch schreiben: NICHT DIE GESAMTE PISTE BLOCKIEREN.

Abgesehen davon: was ich tue, ist nicht nett, aber technisch einwandfrei unter Kontrolle. Es gibt aber auch die, die sich NICHT in Griff haben - dann Gnade den Skischülern! Solche Kamikazefahrer haben dann KEINEN cm "Überlebensraum" - weder für sich, noch für das mögliche Kollisionsopfer.

Insgesamt finde ich es eher belastend, wenn sehr viele Skikurse gleichzeitig stattfinden - dann sind die Pisten gleich flächenweise "gesperrt" für die normale Skigeschwindigkeit. Dann heißt es vorsichtig, langsam vorbei - und schon hat man die nächste Gruppe vor sich, an der man sich vorbeitasten muss.... Da "hilft" manchmal nur noch das Ausweichen auf schwarze Pisten, aber selbst dort Eiern die Skikurse teilweise herum, und ich frage mich, was die dort wollen...

Was ich allerdings toll finde: an schwarzen Pisten/Skirouten klappt die Verständigung mit den erfahrenen Mitfahrern meist wahnsinnig gut. Niemand riskiert, dass ein Gestürzter (unkontrolliert Rutschender) den Vordermann wegfegt. Wenn ich also von den Anderen das "go"-Signal habe, dann warten die tatsächlich so lange, bis ich aus dem Gefahrenbereich für einen Sturz des Nachfahrenden auch wirklich herausgefahren bin (und umgekehrt). Mit solchen Mitfahrern fühle ich mich sicher und gut aufgehoben. SO macht Skifahren Spaß.

odenwälder
Beiträge: 47
Registriert: 12.04.2015 20:21
Vorname: Robert
Ski: zu viele, sagt meine Frau
Ski-Level: 0
Skitage pro Saison: 20

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von odenwälder » 26.03.2018 14:22

latemar hat geschrieben:
26.03.2018 12:36
Ich fühle mich oft genervt, dass in vielen Skigebieten Pisten für Training der örtlichen Jugend gesperrt sind.
..
Man bezahlt ja auch den vollen Tarif, da sollte man auch alle Pisten offen erwarten dürfen
Keine Sorge, die Vereine und Skischulen zahlen auch für die Absperrungen und das sicher nicht zu knapp. Geschenkt wird da niemandem was. Das gilt auch in die andere Richtung: Wenn es eng wird, muss der Liftbetreiber sich trotzdem an seinen Vertrag mit der Skischule/dem Verein halten.

latemar
Beiträge: 2584
Registriert: 15.12.2010 10:04
Vorname: Joe
Ski: Black Thunder Sport/Salom. End. 800
Skitage pro Saison: 47
Wohnort: Schönes Franken

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von latemar » 26.03.2018 14:28

Keine Sorge ist gut.
Die nehmen uns ja die Pisten weg.
Deine Argumente verstehe ich nicht.


Gruß!
der Joe
16/17 47 T. Dolomiti Superski
17/18 2 T. Kronplatz,15 Sella,13 Latemar,11 Carezza,3 Alpe Lusia,2 Passo Pell.,1 Catinaccio,1 Cermis

Benutzeravatar
elypsis
Beiträge: 1645
Registriert: 01.02.2013 08:50
Vorname: Volker
Ski: Stöckli SL + FIS SL
Wohnort: Davos

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von elypsis » 26.03.2018 17:01

Na ja, man kann sich über vieles echauffieren, warum nicht auch darüber!

:wink:
My EGO.
My way.

11mousa
Beiträge: 129
Registriert: 05.03.2017 21:33
Vorname: Werner
Skitage pro Saison: 30

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von 11mousa » 26.03.2018 17:14

latemar hat geschrieben:
26.03.2018 14:28
Keine Sorge ist gut.
Die nehmen uns ja die Pisten weg.
Deine Argumente verstehe ich nicht.


Gruß!
der Joe
Sieh es so: Mit dem Bezahlen für die abgesperrten Pisten finanzieren die Skiclubs üblicherweise die verhältnismäßig günstigen Liftkarten mit. Ohne diese Cross-Finanzierung wären wir wohl bei 70 - 100€ für die Tageskarte in etwas größeren Skigebieten in AT.

zzz
Beiträge: 236
Registriert: 20.11.2017 18:18
Vorname: zzz
Ski: Fischer, Nordica
Ski-Level: 71
Skitage pro Saison: 20

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von zzz » 26.03.2018 17:21

11mousa hat geschrieben:
26.03.2018 17:14
latemar hat geschrieben:
26.03.2018 14:28
Keine Sorge ist gut.
Die nehmen uns ja die Pisten weg.
Deine Argumente verstehe ich nicht.


Gruß!
der Joe
Sieh es so: Mit dem Bezahlen für die abgesperrten Pisten finanzieren die Skiclubs üblicherweise die verhältnismäßig günstigen Liftkarten mit. Ohne diese Cross-Finanzierung wären wir wohl bei 70 - 100€ für die Tageskarte in etwas größeren Skigebieten in AT.
Oder vielleicht andersrum? Mit unseren Skipässen finanzieren wir die Skiklubs mit. Ohne unseren Skipässen müssten die Skiclubs 70 - 100 - 200 - 300 (?) EUR pro Person und Tag zahlen, so aber subventionieren wir deren Tickets auf 20? 30? 40? XX? EUR...?

Wie auch immer - ohne dem Vorhaben, im professionellen Alpinski weltweit führend zu sein, gibt es keine guten Pisten in der Region. Ohne guten Pisten gibt es auch keinen sinnvollen Ski-Tourismus.

Es ist wie es ist: wir profitieren von einander (Skiclubs/Jugendtraining/Profitraining und Tourismus). Als Betreiber der Anlagen sollte man an die Bedürfnisse Beider denken und ein sinnvolles Maß finden.

Ich kann mir vorstellen, dass dies an manchen Orten nicht gut gelingt, und in dem Fall wäre Kritik an der Einzelfall-Lösung durchaus angemessen.

latemar
Beiträge: 2584
Registriert: 15.12.2010 10:04
Vorname: Joe
Ski: Black Thunder Sport/Salom. End. 800
Skitage pro Saison: 47
Wohnort: Schönes Franken

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von latemar » 26.03.2018 18:01

elypsis hat geschrieben:
26.03.2018 17:01
Na ja, man kann sich über vieles echauffieren, warum nicht auch darüber!

:wink:
Finde ich reichlich beleidigend und wird der Sache nicht gerecht.
16/17 47 T. Dolomiti Superski
17/18 2 T. Kronplatz,15 Sella,13 Latemar,11 Carezza,3 Alpe Lusia,2 Passo Pell.,1 Catinaccio,1 Cermis

Pollux
Beiträge: 106
Registriert: 23.04.2014 16:45
Vorname: Beat

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von Pollux » 26.03.2018 18:26

latemar hat geschrieben:
26.03.2018 18:01
Finde ich reichlich beleidigend und wird der Sache nicht gerecht.
Volkers Einwurf ist keineswegs beleidigend! Aus dem Erwerb eines Skipasses lassen sich nicht beliebig viele Rechte ableiten. Warum darf also ein Skiclub kein Training ansetzen? Nur weil du gerade in diesem Skigebiet unterwegs bist und dich dadurch gestört oder eingeschränkt fühlst? Wer so denkt, verhält sich aus meiner Sicht gegenüber den "Einheimischen" durchaus übergriffig, schließlich sind sie wie du auch zahlende Gäste und über eine ganze Saison gesehen, wohl auch die, die mehr Geld am Berg lassen! Befrage dazu mal einen Hüttenwirt und du wirst dich wundern.

Th3oran
Beiträge: 427
Registriert: 15.04.2006 18:53
Vorname: Timo
Ski: RTC, K2, Dynastar

Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von Th3oran » 26.03.2018 18:36

Da ich froh bin, wenn in Zukunft meine Kinder eine Trainingsmöglichkeit haben werden, sehe ich das Thema komplett entspannt. Es bleiben ja üblicherweise genügend andere Pisten übrig.
The dictionary is the only place where success comes before work - V.L.

Antworten
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag