prozentuale Anteile On-/Off-Piste

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moni.ski
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Re: prozentuale Anteile On-/Off-Piste

Beitrag von moni.ski » 27.08.2014 07:17

ja Touren gehen ist was anderes.. viele die Touren gehen fahren nicht sonderlich gut Ski. Denen geht's um den Aufstieg und um das erleben der Natur. Skifahren ist meistens zweitrangig bei denen.

Dani67
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Re: prozentuale Anteile On-/Off-Piste

Beitrag von Dani67 » 27.08.2014 09:04

:zs:

Ein Tourengeher hat ja nach dem Hochlaufen gar keine Kraft mehr in den Beinen um Ski zu fahren :D :D :D :D Duck und weg

Poldy
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Re: prozentuale Anteile On-/Off-Piste

Beitrag von Poldy » 27.08.2014 09:50

bzgl. Tourengehen....

da würd ich vorsichtig mit einer Bewertung sein. Tourengehen reicht vom Sonntagsausflug auf einen Modehügel über einen Aufstieg am Feierabend zu einem Bier auf der Hütte über die Piste bis zu Aufstieg zu und Abfahrt von hohen, steilen Gletscherbergen in den Westalpen.

Was ich offen gesagt unverständlich finde, sind Leute, die durch bewaldete Flanken fahren und sich bei jedem Absatz überlegen, wo sie die nächste Kurve fahren können, während 50 m entfernt eine breite, schöne Piste zum gleiten einlädt...aber ( und das mein ich nicht despektierlich ) : Jeder so, wie er mag .

( es wird wieder wärmer....irgendwann..)

Poldy

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moni.ski
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Re: prozentuale Anteile On-/Off-Piste

Beitrag von moni.ski » 27.08.2014 10:05

ja Poldy, ich weiß dass das sehr breit gefächert ist. Trotzdem steht da meistens der Aufstieg und nicht die Abfahrt im Vordergrund.

Ich glaub dass der klassische Freerider kein Tourengeher ist. Selbst wenn manche dann schon aufsteigen. Aber dem geht es dann in erster Linie um die geile Line die er fahren kann wenn er da hoch geht... dem Tourengeher würde es um den Aufstieg gehen...

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TOM_NRW
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Re: prozentuale Anteile On-/Off-Piste

Beitrag von TOM_NRW » 27.08.2014 10:35

Hallo zusammen,

erst einmal Danke für die vielen interessanten Antworten. Für mich kristallieren sich ein paar Grundtendenzen bzgl. der verschiedenen Fahrer-Typologien heraus, die ich gerne hier einmal zusammenfassen möchte. Es gibt unterschiedlichste Teilweise gibt es auch unterschiedliche Vorstellungen bzgl. des Begriffs "Off-Piste".

1) Der "Gelegenheits-Off-Piste-Fahrer"
Neben die Piste geht es nur, wenn die Bedingungen dafür gut bis sehr gut sind (Schnee(Sichtverhältnisse ...). Es geht um das Feeling beim Tiefschneefahren. Je nach skifahrerischem Können reicht der Ausflug neben die Piste von wenigen Metern neben der Piste bis hin zu moderaten, gut einsehbaren Hängen. Eher selten mit speziellem Skimaterial und Sicherheitsausrüstung unterwegs. Skimaterial muss auf der Piste funktionieren und den User bei gelegentlichen Ausflügen neben die Piste unterstützen.

2) Der "Off-Piste-Fan"
Er geht auch neben die Piste, wenn es dort keinen Power gibt. Er mag die Herausforderung von nicht gewalztem Terrain, egal ob es Neuschnee, Firn, Bruchharsch etc. gibt. Versucht so oft es geht neben die Piste zu gehen. Material ist angepasst aber nicht hochspeziell. Kleinere Aufstiege werden in Kauf genommen. Skimaterial muss im Gelände funktionieren aber auch auf der Piste noch leicht fahrbar sein.

3) Der "Off-Piste-Crack"
Er ist bereit in Material, Zeit, Wissen zu investieren. Er plant seine Skitage und Orte ausschließlich nach Wetterverhältnissen. Er liebt die Herausforderung und hat die hierfür notwendige spezialisierte Ausrüstung (Ski + Sicherheitsausrüstung) immer dabei. Fahren auf Pisten interessiert ihn weniger. Er ist bereit (auch längere Passagen) aufzusteigen, um den perfekten Hang zu befahren. Ski und Bindung sind für den Einsatz im Gelände konzipiert. Kurze Passagen über gewalzte Pisten sind lediglich notwendiges Übel um zum nächsten Spot zu kommen.

4) Touren-Geher
Hier steht der Aufstieg im Vordergrund. Das Material ist darauf ausgelegt (leicht, Möglichkeit Felle aufzuziehen ...) den Aufstieg zu bewältigen. Die Abfahrt im Gelände ist nur "cream-on-the-cake".


Sicherlich gibt es nicht nur 1-4. Aber denkt Ihr, man kann die Offpiste-Fahrer ganz grob so kategorisieren? Mein Gedanke dahinter ist, dass man anhand einer solchen (recht einfachen) Einschätzung, viel besser verstehen kann (z.B. bei der Materialbeurteilung) wie der wirkliche Einsatzzweck ist.

Bin gespannt auf Euer Feedback.

LG Thomas

Dani67
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Re: prozentuale Anteile On-/Off-Piste

Beitrag von Dani67 » 27.08.2014 10:52

Der klassische Freerider wird in der Regel Möglichkeiten suchen wo er nicht den ganzen Berg hochlaufen muss sondern er strebt eine Kombination an durch Lifte fahren und laufen - er wird sich vermutlich auch immer gut überlegen lohnt es sich diese Strapazen auf mich zu nehmen für den angestrebten Hang.

Für mich war es zBsp. letztes Jahr gerade noch OK, 30 Minuten durch den Schnee wandern und dann über einen Gletscher in schönstem Panorama 1'300 Hm runter zu düsen.

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Re: prozentuale Anteile On-/Off-Piste

Beitrag von Dani67 » 27.08.2014 10:55

@Thomas

Aus meiner Sicht ist das eine sehr vernünftige und praxisorientierte Aufstellung :zs: :zs:

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Re: prozentuale Anteile On-/Off-Piste

Beitrag von lavirco » 27.08.2014 10:59

Also ich finde das ist ganz gut auf den Punkt gebracht. Und ich finde mich unter Punkt 2 gut untergebracht. Wobei ich auf Punkt 3 hinarbeite. Ob ich das in diesem Leben noch schaffe, sei mal dahin gestellt. :roll: Der Wille ist da und fit halte ich mich auch noch so gut es geht. Auf der Piste habe ich innerhalb 3 Jahre gute Sprünge gemacht. Wie es sich jetzt neben der Piste verhält, wird sich zeigen. Aber dann müssen auch genug Skitage her. Sonst wird das nix.

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Re: prozentuale Anteile On-/Off-Piste

Beitrag von Peppis66 » 27.08.2014 11:05

Hi Tom,

diese grobe Einteilung als Anhalt würde ich voll und ganz unterschreiben, natürlich mit fließenden Übergängen.

Man kann es auch von der anderen Seite aufmachen, wenn ich mit Renn-Material unterwegs bin, zähle ich zur Kategorie der OnPiste Fahrer, wenn ich anderes Matrial an den Füßen habe zum OffPiste Fan. Und natürlich versuche ich mein Material auf die herrschenden Verhältnisse, die Leute mit denen ich untrwegs bin und das was das Gebiet hergibt abzustimmen.
Und dafür muss man gar nicht zu viel Geld ausgeben. Meine "Powder Ski" z.B. sind für 150 über den Ladentisch gegangen. Man muss halt nur flexibel sein und Zeit haben, dann kann man sich für das was manch anderer für einen Ski ausgibt schon ziemlich komplett ausrüsten.
Gruß
Harald

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Re: prozentuale Anteile On-/Off-Piste

Beitrag von extremecarver » 27.08.2014 11:20

Ich finde Schubladenklassifizierunge bringen nichts... und wenn dann fehlt da noch die Spezies der Backcountry Experten... Sprich Ridern die 3000er und 4000er besteigen und dann harte lange Abfahrten rutnerfahren..

Dazu noch etwa jene die bei Events wie der Patrouille des glaciers mitmachen - die Skibergsteiger. Das ist halt ein Wettkampfsport und wiederum eine eigene Welt. (und viele dort haben excellente Skitechnik abseits, natürlich gibts dort auch einige mit Bomben Kondi ohne Technik - die meist aber eher auf hinteren Rängen.. - wobei die sich durch den Klassikerstatus natürlich bei der Patrouille häufen).

Auch für die meisten Tourengeher steht die Abfahrt im Vordergrund - aber bei einigen halt mit niedrigerer Priorität. Grade durch den Einzug der Rockerski - die ja gerade bei Pulverschnee das fahren deutlich vereinfachen - hat hier die Priorität zugenommen in den letzten Jahren. Auch sind die Ski fast durch die Bank schwerer und breiter geworden - die Bindungen stabiler. Aber - bei vielen wird halt zumindest bewusst Risiko vermieden (viele viele Unfälle passieren ja im Aufstieg wo oft weniger genau die Situation beachtet wird) - und dann halt an einfachen Hängen abgefahren.
Die Risikovermeidung führt dann halt zur Konzentration auf bekannte Spots.
Dazu gibts halt noch die Tourengeher die es als reinen Konditionsaufbau sehen - die laufen dann oft die Piste rauf, und fahren die Piste wieder runter... (etwas dass sich sehr viele Tourengeher aber nicht vorstellen können, außer es geht um Materialtesten, oder hat halt wirklich nirgends auch nur ein bisserl Schnee).


Dazu gibts immer mehr die Tourengehen wie auch mal eine Woche Skiurlaub mit Familie..


Am einfachsten kann man IMHO noch den klassichen Freerider beschreiben. Der setzt halt sein Ziel auf maximale Ausbeutung der Powderhänge - und das im unzerfahrenen Zustand. Da beginnt man in Gondelnähe auf eher einfachen Hängen (weil die sind am schnellsten zerfahren - und man muss sich ja auch erst an die Bedingungen anpassen, Lawinengefahr etwas einschätzen lernen für den Tag) und fährt dann immer weiter weg - bzw nimmt halt im Tagesverlauf immer mehr Wegstrecke in kauf um zum Hang zu kommen. Nach der letzten Gondel (solange es noch Licht hat - im Dezember/Jänner ja teils schwer) - geht man dann gerne auch mal 1-2 Stunden noch wo rauf und packt zum ersten mal für den Tag die Felle aus. Dafür sollte dann halt noch was besonderes rausspringen.
Ist der letzte Neuschnee schon länger her - dann kann man auch mal von Morgens weg schon auffellen um noch zu guten Hängen zu kommen.


Und wie Peppis66 schreibt - viele wechseln innerhalb der Gruppen. Aber meist legt man sich halt schon vorm losfahren/beim planen fest was es werden soll. Kenne wenige die wie ich oft mit 2-3 paar Ski/Boads über den Tag fahren. Halt 1-2 Stunden Piste in der früh carven, dann Offpiste (wobei das nie geile PowPow Tage sind, an denen gehts sofort Offpiste los). Fährt man wirklich mal in Urlaub (welcher Freerider macht das denn bitte :-)) - dann spielt halt auch das Material was man mitnimmt eine Rolle wo man schlussendlich fährt.
schnell, riskant, vielseitig bergab
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