Beste Skimodelle für Old-School-Wedeln

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anton06
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Re: Beste Skimodelle für Old-School-Wedeln

Beitrag von anton06 » 21.02.2020 23:38

Wedler
Ich bin sehr gespannt auf deinen Bericht.Der Ski macht auch mich neugierig.
Da ich aber gerade erst 2 paar Ski gekauft habe,könnte es passieren,dass mein Schatz mich dann einen Kopf kürzer macht.
Die 2 Paar sind ja nicht die einzigen.😇
Aber wenn in ein paar Monaten sich die Wogen wieder geglättet haben,könnte man sich ja zur Abwechslung mal wieder einen Ski kaufen.😂

anton06
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Re: Beste Skimodelle für Old-School-Wedeln

Beitrag von anton06 » 22.02.2020 05:29

Ich habe mir nun nochmal das eine oder andere zu dem Thema durchgelesen.
Ein GS kommt dem Fischer Gunbarrel Ski,mit seinen Maßen, wohl am nächsten.
Fischer Gunbarrel bei 177 cm 98/62/86. R21,5
Mein Völkl hat bei 183cm 102/67/87 R>23und mein
neuer Augment bei 185cm 102/65/85 R 25m.
Als ich hier nun zum ersten Mal,über die Freestyle und Parkside Ski gelesen habe,dachte ich,dass ich was verpasst habe.
Wie erkläre ich meiner "Regierung",dass ich trotz mehrerer Paar Ski und gerade 2 neu gekauften,vielleicht nun noch ein Paar brauche?
Meinen all Mountain 176cm 127/73/107 R15 habe ich verkauft,weil ich mit meinem SL
176cm 123/70/101R14,5,besser herum komme.
Mir fiel aber gerade ein,dass ich meinem Schatz mal erzählt habe,dass ich wie früher,trotz der Länge von meinem Völkl, die Buckelpiste sehr gut herunter gekommen bin.
Das anfängliche Problem,schob ich auf meine längere Pause und meine Krankheit.Kondition und Kraft,waren nicht mehr wie früher.
Es war aber wohl hauptsächlich der andere Ski.
Auch dachte ich in einem Urlaub,dass der Unterschied
zwischen SL und all Mountain,doch nicht so groß ist,denn richtig zufrieden war ich mit mir und dem Ski auf der Buckelpiste im darauf folgenden Urlaub nicht.
Natürlich decken die Freestyle u. Parkside ski ein breites Spektrum ab.Springen,Hüpfen,Sulz,Tiefschnee,Piste,alles geht.
Auch ermöglich die Breite ein leichtes Ski fahren.
Meine Eltern haben damals erst sehr spät angefangen Ski zu fahren und kauften sich damals schon diese breiten Ski.Muss so Anfang 1970 gewesen sein.
Ob diese Modelle aber, die Piste so gut beherrschen,wie ein guter SL oder ein GS,denke ich nicht.
Ich hatte mal einen Tag so einen breiten Ski,Mantra hieß er meine ich,geliehen.
Den möchte ich für mich nicht so sehr.
Natürlich komme ich bei Buckelpisten mit jedem Ski runter,oben geblieben ist ja noch keiner,aber wichtig ist anscheinend die Länge,Taillierung und das Können bei Buckeln.Auffällig sind auch die großen Radien,was einen wundert.
Man sagt sich,Buckel und lange Radien passen nicht zusammen.
Flexi und anderes gehört natürlich auch dazu.
Jetzt kann ich wieder ruhig schlafen😂⛷,denn ich brauche wohl keinen neuen Ski mehr.

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Re: Beste Skimodelle für Old-School-Wedeln

Beitrag von Urbächer » 04.03.2020 19:42

Hi Anton06,
Ich, 65 Jahre jung, gehöre auch noch (und das sehr gerne) zur Generation Parallelschwung/Wedeln.
Carven möchte ich nicht - dieser Fahrstil gefällt mir definitiv nicht, denn die Fahrerinnen und Fahrer kommen auf der Piste daher wie Hubschrauber :lol: . Dies deshalb, weil sie den Stockeinsatz weder kennen noch gelernt haben. Die Stöcke hängen bei den Carvern einfach so in der Gegend rum...derweil sind diese beim Fahren doch so hilfreich! Von den reinen „Popowacklern“ auf der Piste, die Skifahren nur vom Hörensagen kennen, rede ich erst gar nicht.
Wegen der mittlerweile fehlenden Kraft schaffe ich nur noch selten eine Buckelpiste, aber Wedeln und Parallelfahren funktionieren noch wie zu meinen besten Zeiten. Die Innenseiten meiner Skischaufeln sind vom Aneinanderschlagen durch die enge Skiführung komplett eingedellt und die Innenseiten der Skischuhe abgewetzt:wink: .
Seit meiner frühesten Jugend fahre ich Kästle-Ski. Darunter einige Paare RX12 und seit neuestem den PX71.
Die Kästle passen am besten für meine parallele Fahrweise. Sie erlauben mir eine exakte und saubere Schwungauslösung ohne viel Kraftaufwand...für uns Oldies quasi die Grundvoraussetzung.
Sehr bedauerlich, dass diese Ski hier anscheinend überhaupt nicht erwähnt werden. Klar...sie gehören nicht zum Niederpreis-Sektor.
Die Ski gehören aber sowohl qualitativ als auch fahrtechnisch zum Allerfeinsten auf dem Markt.
Vielleicht hast Du ja mal die Möglichkeit zum Testen, dann mach‘ das bitte. Du wirst es nicht bereuen.
Grüße vom Urbächer

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Re: Beste Skimodelle für Old-School-Wedeln

Beitrag von gebi1 » 04.03.2020 20:06

Richtig gute Skifahrer können alles! Und wenn einer carven kann, hängen die Stöcke nicht rum. Noch nie ein Skirennen geschaut? Da siehst du wie wichtig die Stöcke sind. Carven bringt die Fliehkraft ins Spiel, wer das noch nie erlebt hat, kann gar nicht beurteilen ob er das gut oder schlecht findet. Wedeln, wie in den 70ern sieht auf jeden Fall scheisse aus. Ich darf das sagen, weil ich es kann. Ein schöner Parallelschwung im klassischen Stil (das Tail leicht rutschen lassen) gefällt mir, das sieht kontrolliert und elegant aus.

Kästle baut gute Ski, aber wer bezahlt schon Fantasiepreise, wenn es gleich gute oder gar bessere Ski für weniger Geld gibt. Darum empfehle ich die eigentlich nicht.

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Re: Beste Skimodelle für Old-School-Wedeln

Beitrag von gebi1 » 04.03.2020 20:19

...wenn "Wedeln" dann so wie die Mogulstars. Dabei kommt mir einer der wichtigsten Pros in den Sinn, Jonny Moseley prägte das moderne Skifahren sehr stark. Die ganzen Neewschooler sind von Moseley und seinem Stil inspiriert https://youtu.be/RLrlz2sjaDI

Wer sich als Skifahrer/in nicht bewegen will und bereit ist Neues zu entdecken, hat keine Ahnung welch tolle Erfahrungen und Erlebnisse ihm/ihr entgehen. Also, raus aus der Komfortzone und Neues entdecken. Skifahren ist doch pure Lust, Freude, Leichtigkeit.

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Re: Beste Skimodelle für Old-School-Wedeln

Beitrag von Urbächer » 04.03.2020 20:40

gebi1:
Wenn ich erst dann ein guter Skifahrer bin, wenn ich carven kann, dann bin und bleibe ich kein guter Skifahrer!
Mit meinem Parallelschwung komme ich nämlich jeden Hang runter...beim carven bin ich sicher, dass dies nicht so ist.
Skifahren ist Leichtigkeit? Das bezweifle ich aber ganz massiv, denn die vielen Nichtskönner/Popowackler, die sich mittlerweile auf den Pisten rumtreiben, beweisen hier deutlich das Gegenteil.
Erst wenn ich Skifahren kann, erlebe ich bei jeder Abfahrt Neues. Wenn ich es nicht kann, ist jede Abfahrt ein Kampf.
Bist Du schon mal Kästle gefahren? Ich glaube nicht, denn sonst würdest Du diese Ski nicht mit der großen Masse vergleichen.
Gruß vom
Urbächer
Übrigens: ob Wedeln gut oder schlecht aussieht, ist Ansichtssache. Auf jeden Fall ist Wedeln absolutes fahrtechnisches Können!
Da ist das einfache „auf die Kante stellen“ ( Carven) doch Pille Palle dagegen!

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Re: Beste Skimodelle für Old-School-Wedeln

Beitrag von Wooly » 04.03.2020 20:56

Jetzt macht mal kein Fass auf, der Threadstarter hat sich doch schon entschieden ;-)) ... obwohl die Diskussion meiner Meinung nach eh ziemlich sinnfrei ist, weil ein guter Skifahrenr eigentlich jede Technik mit jedem Ski fahren kann, vom absolut reinen Carven vielleicht mal abgesehen.

Ich habe vor ein paar Jahren mal zum Spaß meine alten 205er Rossignol Latten aus der Garage gezerrt und gegen meine damaligen Head Supershape Magnum verglichen ... also der Magnum, fuhr sich leichter & angenehmer, aber Wedeln, Umsteigen & Co. ging mit beiden ... mit dem kürzeren Carver mit der Taillierung halt leichter. Ich bin mit den alten Latten damals auch Tiefschnee gefahren, ging auch ... geht mit den heutigen 100mm Tiefschnelatten aber viel besser ;-)

Wer wedeln will soll einfach wedeln ... wer das gut kann bekommt das auch mit jedem modernen Normalo-Pistenski hin, das ist imho 98% Technik und 2% Material ....

Und Stöcke kann man Carven sehr wohl einsetzen ... auch wenn ich zugebe, das manche Leute das wirklich handhaben als würden Arme & Stöcke nur mitgeschleift ... sieht dann auch nicht wirklich elegant aus .... obwohl immer noch besser als Wedeln ... :D :D :D

... da gebe ich Gebi nämlich recht, das sieht total scheiße aus ... und ich kann es auch ... :wink: :wink: :wink: :wink: ... aber jeder wie er mag und schön findet ... ich bin übrigens der Meinung, das heute nicht mehr Menschen serh gut und auch nicht schlechter fahren als vor 20-30 Jahren ... Streuung war schon immer, und die Skifahrer die soviel Zeit & Geduld mitbringen richtig gut zu werden waren auch schon immer nur eine kleine Gruppe. Heutzutage sind halt die Pisten viel besser präpariert und die Ski einfacher zu fahren, das hilft der Masse doch ganz ordentlich den Berg runter zu kommen.
Zuletzt geändert von Wooly am 04.03.2020 21:25, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Beste Skimodelle für Old-School-Wedeln

Beitrag von gebi1 » 04.03.2020 21:11

Urbächer, ich fahre seit über 49 Jahren Ski. Begonnen habe ich noch mit einfachen Holzski, geschraubten Kanten, Kabelzugbindung und Lederschnürschuhen. Ein guter Skifahrer entwickelt sich weiter, wärst du gut, hättest du das auch gemacht. Sogar mein Papa ist mit seinen 79 Lenzen, in der vergangenen Saison noch flott gecarvt, Wedeln konnte er auch. Warum probierst du nicht zu carven, wenn es so einfach ist? Der PX 71 ist ein komfortabler, leicht sportlicher Ski. 123-71-100 mm ergibt bei der Referenzlänge von 162 cm 12,8 m Radius. Prima Voraussetzungen um zu carven. Let's do it! Aber nein, lieber über die anderen schimpfen.

Jeder Fahrstil hat Berechtigung, auch Popowackler. Skifahren macht auch Spass wenn man es nicht so gut kann. Ich finde deine Haltung und deine Aussagen ziemlich arrogant und besserwisserisch.

Den letzten Kästle habe ich 1987 gekauft. Den RX12, einen 210 cm GS mit Marker Drehtellerbindung, inspiriert von Pirmin Zurbriggen, dem absoluten Überfahrer seiner Zeit. Den letzten Kästle, den ich ausprobiert habe, war der BMX 105 HP, Lorraine Hubers damaliger Lieblingsski. Hätte ihn fast gekauft, habe mich dann aber für einen Blizzard entschieden. Ich will mich nicht selber rühmen, aber was Material anbelangt bist du an den Falschen geraten.

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Re: Beste Skimodelle für Old-School-Wedeln

Beitrag von Urbächer » 04.03.2020 21:36

gebi
Glaub‘ ja nicht, dass ich nicht dieselben Stufen wie Du mitgemacht hast...immerhin stehe ich jetzt nämlich schon seit 60 Jahren auf den Ski!
Du solltest mir schon überlassen, welchen Skistil ich fahren möchte und auch weiterhin fahren werde. Die Fliehkraft spüre ich nämlich auch bei einem langgezogenen und schnellen Parallelschwung - dazu brauche ich kein Carving!
zu Deiner Info: meinen PX71 fahre ich in der Länge von 169 cm (Radius 14,5m). Dies deshalb, weil ich altersbedingte Kraftprobleme habe.

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Re: Beste Skimodelle für Old-School-Wedeln

Beitrag von odenwälder » 04.03.2020 22:56

gebi1 hat geschrieben:
04.03.2020 20:06
Wedeln, wie in den 70ern sieht auf jeden Fall scheisse aus.
Das liegt daran, dass das schon damals so aussah. Es ist den Leuten schon auch damals aufgefallen, dass es das ganze Verwinden und absurd schnelle Rumspringen ja eigentlich gar nicht braucht, wenn da keine bockharten Stangen im Weg stehen, um die man rum muss. Obwohl schon damals heiss diskutiert hat es sich dann noch eine Zeit als Technik für Poser ("hohe Schule") besonders im Tiefschnee gehalten.
Ich glaube, man muss schon dazu sagen, ob man "nur" einen engen Parallelschwung meint oder das Wedeln im ursprünglichen Sinn (Kurzschwung mit absurd hoher Frequenz, extrem kleinen Kurvenradien und den dazugehörigen Verwindungen im Körper). Was man in vielen Wedelvideos sieht, ist eigentlich nur ein gepflegter Parallelschwung, den man heute schon auch noch fahren kann. Wedeln war und ist hochgradig athletisch und erfordert eine gehörige Portion Koordination, Kraft und Ausdauer (und war wohl deshalb bei den Posern beliebt)

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