Race-Carver als "Zweitski" sinnvoll?

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zzz
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Re: Race-Carver als "Zweitski" sinnvoll?

Beitrag von zzz » 28.02.2018 21:02

Ähem... Die ihre Zweitski auf der Piste schultern, gehören in die Kategorie "Verrückte" :-)

Ich schreibe das mit allem Respekt, denn Skifahren ist EIGENTLICH eine Fortbewegung zwecks Arbeitsaufgaben durchführen - also muss man auch etwas transportieren können. Wir verweichlichte Städter fahren zwar Ski, aber etwas Sinnvolles können wir dabei nicht tun.

Insofern mein Respekt - aber solche Verrücktheiten sind kein Standard-Skill :-)

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extremecarver
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Re: Race-Carver als "Zweitski" sinnvoll?

Beitrag von extremecarver » 28.02.2018 21:24

Ski wiegen doch fast nichts. Einen (Ruck)sack Stangen oder den Bohrer schultern - dass schränkt dann deutlich ein. - vor allem am Snowboard.

(und ja ich bin schon verrückt - bin etwa nach VKB OP nach 6 Wochen wieder auf Ski gestanden, genauer gesagt halt auf einem Ski. Rekord waren dann 9000HM einbeinig an einem schönem April Tag (am anderen Bein Snowboardboot weil der falls ich doch stürzen sollte besser rutscht - aber eigentlich war mir klar Stürzen verboten).

Und nein - ich bin ohne Rennanzug unterwegs - mit Rennanzug wirst ja eher bei NUR einem Paar Ski schräg angeschaut. Ganz krass ist das beim Gletschertraining im Herbst - da liegen ja teils noch wo kleinere Steine. Dann gibts einen Ski für die Rennstrecke (den guten) und einen alten Ski für die Rückfahrt/Schleppliftfahrt. Der Trainer fährt dann halt mit 3-4 Paar geschultert vom Start zum Ziel, von dort weg fährt halt jeder mit dem Rennski geschultert.


Wer nicht Geld scheißt, und Ski zum Service abgibt hat auf FIS Ski nichts zu suchen. Voraussetzung für FIS Ski ist einfach selber schleifen. Die Masters Modelle sind halt nicht nur daher für die meisten die bessere Alternative (auch für gelegentliches Stangen fahren. Wenn da der Masters nicht mehr ausreicht, braucht man FIS GS). Ansonsten halt ein FIS GS weil man weiß wann man den will und man einfach mehr Abstand zu anderen Ski haben möchte. Die Masters Modelle finde ich eigentlich super - hätte auch einen Masters genommen - nur der U16 war 40% günstiger, trotz der höherwertigen Konstruktion (Nachteil vor allem die dünnen Kanten - aber da ich eh selber schleife und der GS nicht bei wenig Schnee gefahren wird ist mir das egal. 200 Tage werden auch die dünnen Kanten locker halten).
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Re: Race-Carver als "Zweitski" sinnvoll?

Beitrag von 11mousa » 28.02.2018 21:29

[youtube][/youtube]
extremecarver hat geschrieben:
28.02.2018 20:39

Der Hero Master hat eine Pi mal Daumen 15mm breite Schaufel - sprich auch wenns weich wird oder etwas Neuschnee dann gehts dass noch ganz okay. Ein FIS GS mit seiner 96/97mm Schaufel und 65mm Mitte ist dagegen schon bei 5-6cm Neuschnee kaum mehr berechenbar zum carven (bleibt viel zu leicht stecken). Fischer Curve ist eine Klasse drunter. Vergleichbar ist der Fischer Masters GS - weiß aber nicht ob der Rennkanten hat oder nicht. Bei Masters gibts beides - bei FIS nur noch die Rennkanten.
Also Curv eine Klasse unter Hero Master kann ich so nicht bestätigen. Logischerweise ist der Hero (weil eine spur schmäler) auch ein bisschen agiler, in Sachen Stabilität und Kantengriff sehe ich die beiden aber in der gleichen Liga (meinem persönlichen Gefühl nach ist der Curv da sogar eine Spur "schärfer"). Würde aber gefühlt sagen, dass man die beiden (wenn es nicht um 1/100tel geht, und da verwendet man sowieso was anderes) fast beliebig austauschen kann. Meine Wahl ist im Vorjahr nur auf Fischer gefallen, weil a) ich auch davor Fischer gefahren bin und b) ich mir von dem etwas breiteren Ski besseres Verhalten im Sulz erwarte (was ich bisher aufgrund des Wetters noch nicht verifizieren konnte).

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Re: Race-Carver als "Zweitski" sinnvoll?

Beitrag von extremecarver » 28.02.2018 21:41

Schau auf den Radius. Curve sind Race-Carver und 2-3m kürzerer Radius. Fischer hat ja selber Masters Ski - die entsprechen den Hero Masters GS. Gut inzwischen nennen die sich halt Fischer RC4 Worldcup Masters Curv GS Booster. Ein Curv ohne Masters ist niedriger angesiedelt - vor ein paar Saisonen hatten die noch nicht das Curv im Namen. Die einfachen Curv sind eher mit dem Rossi Hero LT zu vergleichen.

Ein breiterer Ski hat keinen schlechteren Kantengriff. Kürzerer Radius = schlechterer Kantengriff - aber ab 18-19m Radius ist das schon okay. Aber nicht umsonst müssen die Slalomski im Weltcup auf 85° und kaum abgehängt geschliffen werden, für die GS reichen 87° dagegen fast immer aus, und wird auch viel mehr abgehängt und Kante gebrochen.
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Re: Race-Carver als "Zweitski" sinnvoll?

Beitrag von 11mousa » 28.02.2018 22:00

extremecarver hat geschrieben:
28.02.2018 21:41
Schau auf den Radius. Curve sind Race-Carver und 2-3m kürzerer Radius. Fischer hat ja selber Masters Ski - die entsprechen den Hero Masters GS. Gut inzwischen nennen die sich halt Fischer RC4 Worldcup Masters Curv GS Booster. Ein Curv ohne Masters ist niedriger angesiedelt - vor ein paar Saisonen hatten die noch nicht das Curv im Namen. Die einfachen Curv sind eher mit dem Rossi Hero LT zu vergleichen.
Die Masters-Ski hat Rossi auch im Angebot (nennen sich Factory, und reizt wie auch der Fischer Masters - im Gegensatz zum Hero Master - das FIS-Reglement aus) ;)

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Re: Race-Carver als "Zweitski" sinnvoll?

Beitrag von extremecarver » 28.02.2018 22:15

Factory Masters bei Rossi? Der Hero Masters hat 23m Radius in 185, der entspricht doch ziemlich genau dem Fischer Curv Masters Booster(183cm >23m).

Wozu sollte es denn ein FIS Reglement entsprechenden Masters Ski geben - da kann man doch eh gleich die Frauen FIS GS nehmen.
Dazwischen liegt bei Rossi halt noch der U16 mit 26m Radius (182cm) - bei Fischer der U16 gibts nur bis 180cm (24m Radius).

Der U16 wird auch immer wieder Factory R21 genannt bei Rossi. Die U16 sind eh ein komisches Segment. Der 182er hat denselben Aufbau bei Rossi wie der Damen FIS GS (nur leicht dünneres Titanal - was sich aber ziemlich ausgleicht von der Härte weil kürzer) - kosten aber laut Liste deutlich weniger. Und ja eh klar dass die FIS GS nicht den Ski entsprechen die dann von den Weltcupfahrern/Europacupfahrern gefahren werden (sind aber nah dran) - vor allem da die ja handverlesen werden, und da halt auch mal noch mehr experimentiert wird grad bei der Härte (der Shape ist aber oft ident oder halt einfach veraltet ident).

Vor allem da ja ab heuer bei den Damen GS 183 (>30m) die Norm ist. Da ist der Umstieg von einem 182 >26m nicht mehr groß. Bzw halt 188 >30 für Männer. Die 35m sind ja nun Geschichte.


Ich bin heuer die GS nicht probegefahren, letzte Saison bin ich mal alle Masters, U16 und Damen GS (nur Rossi) von Fischer, Atomic, Rossi und Head probegefahren. Die haben sich alle nicht viel genommen, der Head Masters war für mich am nähesten am Damen GS dran. Nordica war leider nicht zum testen.
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Re: Race-Carver als "Zweitski" sinnvoll?

Beitrag von extremecarver » 28.02.2018 22:28

Edit okay - ich sehe für nächste Saison gibt es bei Fischer folgende Masters (ohne Curv im Namen):
RC4 Worldcup GS Master CB 193cm 30,0m
RC4 Worldcup GS Master CB 189cm 27,0m
RC4 Worldcup GS Master CB 183cm 23,0m

ist halt auch wieder komisch. Rech kurze Radien für die Länge. 27m Radius hatte man ja mit 183 U16 Modellen früher ab und an.

Die echten FIS GS kosten dasselbe laut Liste und haben:
RC4 Worldcup GS Men CB 193cm 30,0m
RC4 Worldcup GS Women CB 188cm 30,0m
RC4 Worldcup GS Women CB 183cm 30,0m

Bei Atomic ist die Liste dagegen konsistenter ohen Überschneidungen(bei dem 35m gehe ich von Typo aus):
Redster G9 FIS M 190, 195 35 m
Redster G9 FIS W 183, 188 30 m
Redster G9 RS 190 27,5 m
Redster G9 RS 183 24 m
Redster G9 RS 176 21 m

Die U16 haben hat Atomic gestrichen, Fischer hat so wie heuer noch den 180cm im Angebot (keine Ahnung wo der sich in die restlichen Ski einordnet).
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Re: Race-Carver als "Zweitski" sinnvoll?

Beitrag von 11mousa » 11.03.2018 21:49

Es gibt eine FIS Masters Serie (Die in erster Linie für Ü30 ausgeschrieben ist) mit entsprechendem Reglement (183-23, ...).

Dieses Reglement wird von den Fischer Masters, Head RD (wobei da die Namensgebungen fragwürdig sind), Atomic Redster RS und eben auch Rossi Hero Factory (da aber nur in 188 bzw. ab nächster Saison 185) ausgereizt. Die Hero Master (also die Schwarzen) nützen das Reglement nicht aus weil sie eben um rund einen halben Zentimeter breiter sind als die echten FIS-Masters Ski. Zusätzlich gehe ich (ohne den Factory gefahren zu haben) davon aus, dass sie nicht vollständig wie ein echter Rennski aufgebaut sind (rein mein Gefühl von Fahren des R23 im Vergleich zu meinem damaligen uralt-FIS GS nach dem >24 Reglement).

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Re: Race-Carver als "Zweitski" sinnvoll?

Beitrag von extremecarver » 11.03.2018 22:16

breiter ist ja nicht verboten - Gerade da die 183 Masters GS ja doch immer wieder ohne Plugs gefahren werden, machen die 70mm Mittelbreite Sinn. Die anderen Masters GS sind auch alle eher zahm - die U16 18x kamen mir beim testen generell aggressiver und potenter vor (und die haben auch alle 65mm).

Dass die 182er U16 bei Masters nicht zugelassen sind, ist natürlich gut für die Hersteller. So kann man einen potenten 182er günstig für den Nachwuchs verkaufen, und den alten Säcken einen überteuerten 183er andrehen, weil sie ja den 182er nicht fahren dürfen... Immerhin haben die Masters dafür halt (zumindest Rossi, ich glaub auch Head - bei den anderen weiß ich es nicht mehr) volle Kantendicke - wobei im Masters Segment sicher halt auch öfters mal eine Maschinenservice gemacht wird.


(einen 60-70€ Service bei Preisen von 350€ für einen Rennski (soviel kosten zumindest die U16 im Schnitt bei rechtzeitiger Bestellung) macht eh nur selten Sinn, erst recht bei den dünnen Kanten. Und bei den Shops denen ich vertraue dass beim Service die Kante auch wirklich nur soweit wie nötig geschliffen wird, zahlt man halt meist 60-70€ und Seitenkante wird per Hand geschliffen. )


Ich bin dieses Jahr wohl eh bei einem größeren Skitest 5 Tage am Kaunertaler dabei, da werden wir quasi alle SL/GS durchtesten (Vorgabe sind mindestens 6 Ski pro Tag). Bin mal gespannt was sich da für nächstes Jahr tut - wobei ich eh derzeit keine neuen Ski brauche...
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