Umstieg auf Allmountain-Ski? / Kaufberatung - Level 86

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ImpCaligula
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Re: Umstieg auf Allmountain-Ski? / Kaufberatung - Level 86

Beitrag von ImpCaligula » 11.01.2017 23:41

saschad74 hat geschrieben: Hm, also ohne den Cham selbst zu kennen: so arg schlimm stelle ich mir das jetzt nicht vor. Bzw. genauso "schlimm", wie mit einem 8cm breiten Ski im Tiefschnee zu versinken.

Gruß,
Sascha
Siehst um das geht es ja... Ein sportlicher AllMountain ist gut auf der Piste aber nur ein Kompromiss Offpiste. Wir Du sagst...wieso sollte man es sich damit schwer machen?

Und ein "weicher" Champions 105 ist eben gut draußen aber auf der Piste nur ein Kompromiss. Wieso sollte man es sich damit schwer machen?

Und daher gilt für mich bei 0-40% Offpiste Anteil... Dass bei mir ein Cham 105 der schlechtere Kompromiss zu einem Head Titan ist. Weil ich eben auch Tage habe wo ich gar nicht raus gehe / gehen kann bis hin zu eben im Schnitt 40%....

Aber deswegen hatte ich ja geschrieben WENN er sich in meinem Profil wieder erkennt... WENN ... :)
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gebi1
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Re: Umstieg auf Allmountain-Ski? / Kaufberatung - Level 86

Beitrag von gebi1 » 11.01.2017 23:55

Du meinst Cham 107. 105 gab's nicht. Der ist zwar etwas speziell zu fahren und nicht so zugänglich, funktioniert aber auch auf harten Pisten gut und mag es wenn man Gas gibt, dann lässt er sich auf der Piste wie ein GS carven. Wer fahren kann und viel offpiste unterwegs ist braucht eher keinen Pistenski!

Und wenn der Skilehrer sein GS Brett im Tiefschnee rummurksen will und ohne Style unterwegs ist, darf er das. Ich will im Powder Surffeeling und nicht kurzschwingen. So soll das aussehen https://www.youtube.com/watch?v=kKHANikudV0 !!

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Re: Umstieg auf Allmountain-Ski? / Kaufberatung - Level 86

Beitrag von ImpCaligula » 12.01.2017 11:16

gebi1 hat geschrieben:Du meinst Cham 107. 105 gab's nicht. Der ist zwar etwas speziell zu fahren und nicht so zugänglich, funktioniert aber auch auf harten Pisten gut und mag es wenn man Gas gibt, dann lässt er sich auf der Piste wie ein GS carven. Wer fahren kann und viel offpiste unterwegs ist braucht eher keinen Pistenski!
Ja klar kann man den Cham 107 auch Onpiste fahren. Wer gut fahren kann bekommt das hin. Wer aber gut fahren kann ... Kann auch mit einem AllMountain abseits der Piste fahren. Daher beißt sich das Argument. Ein Cham 107 ist auf der Piste halt genauso optimal wie ein AllMountain eben außerhalb der Piste.

Daher sagt man ja. Wo bist Du mehr unterwegs?! Und dann gewichtet man eben.

Und nichts Anderes schreib ich doch - oder? WENN der TE wie ich nur gelegentliche Ausflüge ins Gelände macht, dann wäre ein guter AllMountain mehr angebracht. Wenn der TE aber in Zukunft mehr seiner Zeit ins Gelände will...schlägt das Pendel natürlich um zu einem Offpiste Ski. Ich zwinge den TE doch nicht zum Kauf eines AllMountain Ski. Oder ließt Du das irgendwo heraus.

Ziel einer Beratung ist doch ab zu stecken unter was und wo der TE Tiefschnee versteht. Wieviel seiner Ski Zeit er dort verbringt und was er vor allem in der Zukunft vor hat. Ohne diese Parameter zu beachten ist es mE unsinnig ihm einen Offpiste oder AllMountain Ski zu empfehlen...
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Re: Umstieg auf Allmountain-Ski? / Kaufberatung - Level 86

Beitrag von gebi1 » 12.01.2017 11:54

Wer einmal mit einem Freeride/Backcountryfreestyler im Tiefschnee war (auch nur gleich neben der Piste), will das nicht mehr mit einem Pistenski tun. Wer seinen Schwerpunkt in's Gelände verlegt braucht gar keinen Pistenski. So jemand kann so gut fahren, dass er auch mit einem Völkl Two bestens carvt. Und so jemand hat sicher mehr als ein Ski, da das Material im Gelände leidet und du zwangsläufig die Ski oft austauschen musst (Löcher im Belag, ausgerissene Kanten usw.).

Was du Jörg als Allmountainski bezeichnest sind für mich reine Pistenski. Klar kann man damit in's Gelände, im Vergleich zu einem breiten Ski macht das aber kaum Spass. Allmountain beginnt für mich bei +/- 100 mm Breite. Meinen Line Sick Day 110 würde ich ebenfalls als Allmountainski bezeichnen. Ich carve damit fast wie mit einem GS. Der Unterschied ist wirklich nicht so gross. Im Gegenteil, dank dem grösseren Radius, etwas mehr Länge und dem weicheren Flex, sind viele Offpisteski bei normalen Pistenverhältnissen sehr einfach zu fahren und vermitteln mehr Sicherheit als Spezialski wie SL und GS. Ich glaube, dass die meisten Fahrer mit einem Line Sick Day 95 oder Supernatural 92/100 glücklicher wären, als mit ihren rennorientierten Pistenski. "Richtige" Allmountain fordern weniger Kraft, sind vielseitiger und liefern bei den meisten Bedingungen die bessere Performance als sportliche SL und GS. Diese sind für alle gut, die nur auf der Piste unterwegs sind und nur carven wollen. Wer auch mal gerne Buckel, Sulz, Tiefschnee mitnimmt, wer gerne auch einen klassischen Schwung fährt lässt lieber die Finger von SL, GS und Sportcarvern.

Und, seien wir doch ehrlich, kaum jemand carvt immer. Das soll auch nicht das Ziel sein. Als jemand, der noch aus der Pommeszeit stammt, sage ich, wir sind die besseren Skifahrer. Haben alle Schwungformen drauf, können noch Buckelpiste fahren und brechen nicht in Tränen aus, wenn's mal knietiefe, zusammengeschobene Haufen auf der Piste hat. Vielfältigkeit macht das Skifahren aus. Rhythmuswechsel, verschiedenste Schwungformen, Tricks, Sprünge, Rückwärtsfahren usw. Dafür sind die modernen, breiten Allmountainski à la Völkl Mantra ein Segen und die vielseitigeren Ski als als die reinen Spezialisten SL/GS. Das Carven hat dem Skisport wichtige und neue Impulse geliefert. Nun ist es Zeit für etwas Neues und für neue Ski, die einen nicht einschränken sondern das Feld weit machen und öffnen.

Hättest du deinen Cham 107 mehr gefahren, hättest du dich als Skifahrer enorm verbessert. Die Carvingskiautomaten machen uns zu faulen und bequemen Skifahrern. Die neuen, breiten Allmountain fordern und fördern einen geländeangepassten und enorm vielseitigen Fahrstil.

Ich verstehe nicht, warum dass sich der TE mit einem Kompromiss zufrieden geben soll? Der Head Supershape Titan ist für reines carven zu breit. Und für offpiste viel zu schmal, zu kleiner Radius, zu kurz, zu hart. Fahr mal mit 80 Km/h, mit dem in weiten Turn in Bruchharsch rein. Da fliegst du ab, schneller als du denken kannst. Klar kann man damit im schuhrandtiefen Pulverschnee lustig Kurzschwingen. Aber das hat nun gar nichts mit dem zu tun was der TE will. Wer sich offpiste weiterentwickeln will, wählt entsprechendes Material und keinen (schlechten) Kompromiss!

So, nun hab ich mich 20x wiederholt...

Schön, dass das Skifahren solch engagierte Diskussionen ermöglicht!

Gruss
Martin

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Re: Umstieg auf Allmountain-Ski? / Kaufberatung - Level 86

Beitrag von ImpCaligula » 12.01.2017 13:04

gebi1 hat geschrieben: Schön, dass das Skifahren solch engagierte Diskussionen ermöglicht!
Damit wir uns richtig verstehen ;) ... so sehe ich das auch. Also ich breche hier gerade keinen "Streit" mit Dir vom Zaun. So etwas nennt man normale Diskussion und es ist wahrlich schön, dass man sich gepflegt die eigenen Argumente um die Ohren hauen kann. Das sind doch schöne Diskussionen und ermitteln auch oft für einen selbst neue Sichtweisen. Daher - alles grün bei mir.

Ich setze auf meine Argumente übrigens keine allgemeine Gültigkeit oder schlussendlichen Anspruch auf die letzte Wahrheit. Ganz bestimmt nicht.

Das "Problem" ist das ich auch oft harte eisige Pisten vor finde und auch gerne fahre. Da hat die Kante des Cham 107 bei mir nicht mehr gehalten und ich bin mehr gerutscht als gefahren. Fühlte mich einfach nicht sicher. Daher bin ich wieder zurück ins AllMountain Lager. Allerdings verbeitern sich meine Ski immer mehr. Mag sein dass Du da Recht hast mit Deinem Können = auch breitere Ski. Aktuell fahre ich den Titan, steige gerade aber auf den Kästle LX82 respektive auf dem MX89 um. Ein Freund von mir hat mir angeboten seinen Sin 7 von Rossi zu nehmen für nen Kasten Bier (ungefahren) - den braucht er nicht mehr. Den wollte ich mal anfahren, weil es laut Tester ein super Einsteiger Ski in reinem Gelände sein soll.

Mal sehen was der TE noch berichtet von seinen Vorhaben.
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Re: Umstieg auf Allmountain-Ski? / Kaufberatung - Level 86

Beitrag von zuUnkreativ » 12.01.2017 14:56

Ich biete ne Flasche guten Whisky für den Sin 7 ;-) (Hoffe dein Kumpel mag das)

Ich erzähl einfach mal von meinen Erfahrungen: Ich hab mir vor ein paar Jahren einen Salomon XT 800 Ski gekauft. Das ist mit 80 mm unter der Bindung so etwa das, was der Sporteinzelhandel und der Pistenskifahrer unter einem Allmountain versteht. Meine Ambition war damals auf und neben der Piste zu fahren und auch mal den ein oder anderen Hang abseits zu fahren. Das funktioniert. Ich mag den Ski, er ist tempofest und pflügt alles was so an Haufen auf der Piste liegt einfach weg, dabei aber wendig genug, dass selbst ich mit limitierter Skitechnik ne Buckelpiste flüssig durch komme. Als ich dann mehr Offpiste fahren wollte und ich mit dem Touren angefangen habe, hab ich mir neue, breitere Ski gekauft. Es ist ein Down CD 107 geworden. 107 mm unter der Bindung, leicht. Da ich auch öfter mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Skifahren komme und dann gerne nur einen Ski mitnehme, habe ich den Down auch auf der Piste ausführlich bewegt. Ende vom Lied ist, dass ich den Salomon gar nicht mehr fahre. Die einzigen Bedingungen, bei denen ich ihn besser finde als den Down sind sehr harte Bedingungen AUF der Piste. Aber auch da komme ich mit den breiteren Skiern bestens zurecht- Selbst als ich mit Arbeitskollegen nur Pistenskiurlaub gemacht habe, gar nicht abseits gefahren bin und beide Ski dabei hatte kam der XT 800 nicht viel zum Einsatz. Hab es einen Tag mal wieder ausprobiert und bereits mittags zurück gewechselt. Dazu sollte man noch sagen, dass mein Down ein sehr leichter Ski ist, wenn man da vielleicht einen etwas "robusteren" wählt, wird es noch vielseitiger.
Von dem was ich so lese ist der TE ein deutlich besserer Skifahrer als ich und sollte daher diese Ski problemlos bewegen können. Daher mein dringender Rat: Keine Ski kaufen, bevor nicht breite Ski (gebis Allmountain Definition) getestet wurden. Ansonsten hätte ich auch einen Salomon XT 800 in 1,75 abzugeben, falls jemand Interesse hat.

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Re: Umstieg auf Allmountain-Ski? / Kaufberatung - Level 86

Beitrag von ImpCaligula » 12.01.2017 15:05

Testen ist eh die oberste Prämisse. Er sollte eine gute Zeitlang ausprobieren, ob er mit einem richtig breiten Ski auf auch der Piste zurecht kommt. Wenn das klappt.....

Ich - aber ist nur meine Meinung - habe lieber ein Ski als zwei Ski. Das wäre mir zu stressig immer ganz runter zu fahren wo der zweite Ski deponiert ist um dann eventuell 500 Meter und mehr zum Auto zu laufen um die Ski zu wechseln. Und wenn es blöd läuft das Spiel nochmals zu machen. Oft ist das Fahrzeug weit weg von den Liften... vor allem wenn an den Stationen Möglichkeiten fehlen das zweite paar Ski direkt zu lagern.

In dem Fall würde selbst ich lieber meinen Hintern und Füße bewegen und schauen dass ich besser werde und dann eben nur mit einem >100er Ski fahren Onpiste und Offpiste.
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Re: Umstieg auf Allmountain-Ski? / Kaufberatung - Level 86

Beitrag von saschad74 » 12.01.2017 15:20

ImpCaligula hat geschrieben:vor allem wenn an den Stationen Möglichkeiten fehlen das zweite paar Ski direkt zu lagern.
Also ich habe bis jetzt noch keine Liftstation gesehen, vor der nicht irgendwo ein Skiständer herumstand. Schloss drum und gut.

Gruß,
Sascha

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Re: Umstieg auf Allmountain-Ski? / Kaufberatung - Level 86

Beitrag von ImpCaligula » 12.01.2017 15:26

saschad74 hat geschrieben:
ImpCaligula hat geschrieben:vor allem wenn an den Stationen Möglichkeiten fehlen das zweite paar Ski direkt zu lagern.
Also ich habe bis jetzt noch keine Liftstation gesehen, vor der nicht irgendwo ein Skiständer herumstand. Schloss drum und gut.

Gruß,
Sascha
Richtig... musst dann aber immer noch 2 Paar Ski zum Lift schleppen. Mir wäre das zu blöde. Mir. Und trotz Schloss hatten wir bereits in der Gruppe die letzten 2 Jahre auch 2 Diebstähle... hochwertige Ski halt. Aber wie gesagt - muss natürlich jeder für sich entscheiden.
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Re: Umstieg auf Allmountain-Ski? / Kaufberatung - Level 86

Beitrag von saschad74 » 12.01.2017 15:30

Von Diebstählen sind wir bislang zum Glück verschont geblieben. Liegt vermutlich auch daran, dass wir nicht die Art von Ski fahren, die einen hohen Wiederverkaufswert verspricht. :)

Gruß,
Sascha

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