Flachlandtiroler im Stangenwald

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Badga
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Flachlandtiroler im Stangenwald

Beitrag von Badga » 11.12.2015 17:42

Nach längerem zaudern stelle ich dieses Video doch einmal zur Diskussion.

Weiter kann ich dazu auch nichts sagen, was mich stört etc., dafür fahre ich viel zu selten abgesteckte Kurse. Da ich immer selbst die Kamera einstecken habe, sind dies auch die einzigen bewegten Bilder aus der Saison 2014/2015 von mir, und deswegen muss diese Fahrt als Analysestoff für die kommende Saison reichen.

Bin für jeden Kommentar dankbar!

http://www.skiline.cc/skimovie/ipusu (Download ist dort auch möglich)

MfG Oli

Peppis66
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Re: Flachlandtiroler im Stangenwald

Beitrag von Peppis66 » 11.12.2015 18:36

Servus Oli,

um was geht es Dir denn? Wirklich das Thema Renntechnik bzw. Stangenfahren oder eher ganz allgemein?
Gruß
Harald

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Badga
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Re: Flachlandtiroler im Stangenwald

Beitrag von Badga » 11.12.2015 18:56

Hallo Harald,

also speziell um Renntechnik geht es mir nicht, bzw. habe ich nicht die Möglichkeit diese wirklich zu "trainieren". Die Faszination ist ohne Zweifel da, aber realistisch gesehen habe ich nur auf diesen Touristenstrecken die Möglichkeit mich zwischen den Stangen zu bewegen. Vor der Stange selbst habe ich einen gehörigen Respekt, seit ich als Kind mal den Rennläufern aus dem Fernsehen nachgeeifert habe *aua* :D .
Aber ich bin dir trotzdem dankbar, wenn dir mir sagst, was du einem "Rennneuling" mit Ambitionen sagen würdest. Was ich davon dann umsetzen möchte/kann wird sich zeigen.
Hauptsächlich geht es mir aber um die grundsätzliche Technikverbesserung. Ich habe nach wie vor gefühlt noch die "Baustellen" Außenskibelastung/Hüftknick. Ich bin der Überzeugung, dass mit dem Ski noch engere Radien möglich sind, die ich aber speziell im Pacour nicht abrufen konnte.

Wenn du möchtest, schreib einfach aus dem Bauch heraus, für die Außenwahrnehmung kann das nur förderlich sein.

MfG Oli

Peppis66
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Re: Flachlandtiroler im Stangenwald

Beitrag von Peppis66 » 11.12.2015 20:14

Also, hart aber herzlich :wink: .
Vergiss das mit den Stangen erst mal. :o
Zum einen sind diese X-Drive Strecken für bessere Skifahrer unfahrbar, da sowohl Torabstände als auch Radien viel zu eng sind um da richtig Skifahren zu können (da muss halt auch Lischen Müller durchrutschen können, ohne das was passieren kann), zum anderen lenken Dich die Stangen nur ab.
Was das Allgemeine anbelangt, so sehe ich Deine Lage als den zentralen Ansatzpunkt. Du kannst den Schwung grundsätzlich auf der Kante zu fahren, kriegst dabei aber keinen wirklichen Druck, kriegst die Ski nicht "einfach" um die Kurve und hast auch nicht die final notwendige Kontrolle (wäre interessant wie Du das fühlst/empfindest). Wenn es steiler wird, dürfte sich das "Problem" nicht unerheblich verstärken.
Liegt daran, dass Du schon recht starke Rücklage hast und somit keinen wirklichen Druck auf die Kante ausüben kannst. Du musst viel stärker (v.a. die Knie) nach vorne. Erst wenn das sitzt kann man m.E. an weiteren "Kleinigkeiten" arbeiten.
Nachdem die Übungen die ich kenne und fahre eher von Leuten geprägt sind, die nicht mehr lernen müssen, sondern sofort umsetzen können, halte ich mich diesbzgl. mal zurück, sonst krieg ich wieder haue :cry:
Bin mir aber sicher das z.B. Martina oder Beate hier was liefern werden.
Gruß
Harald

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Badga
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Re: Flachlandtiroler im Stangenwald

Beitrag von Badga » 12.12.2015 13:34

Danke für deine ehrlichen Worte, Harald. Gefühlt war die Fahrt alles andere als gut. Zumindest im Vergleich zum Gefühl beim Freifahren. Ich denke ich sollte wirklich (daher auch das erwähnte Zaudern) die Strecken als reinen Spaß ansehen. Geländetechnisch habe ich eigentlich wenig Probleme und das aha gefühl, wenn der ski richtig beißt und durchzieht kommt auf der piste mittlerweile schon öfters. In der Videofahrt hingegen gar nicht. Falls bis ende Januar doch noch etwas Schnee fallen sollte gibt es hoffentlich noch weiteres Material zur Ansicht.
Zum Gefühl möchte ich allerdings noch etwas loswerden(beim freien Fahren).Anfangs dachte ich wirklich die Ski graben sich vorne ein, was aber nie der fall war. Dann gibts richtig Druck auf die Oberschenkel und die Piste kommt von der Seite schon recht nah. Besser kann ich es nicht in Worte fassen.

Vielen Dank nochmal!
MfG Oli

Peppis66
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Re: Flachlandtiroler im Stangenwald

Beitrag von Peppis66 » 12.12.2015 14:00

Ja, sehr oft liegt es daran, dass man sich mehr auf die Stangen als auf das eigentliche Skifahren konzentriert, was dann meist darin endet, dass man das was man eigentlich fahren könnte nicht in den Schnee bringt. Kenne ich aus eigener leidvoller Erfahrung mehr als mir lieb ist :roll:
Gruß
Harald

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Re: Flachlandtiroler im Stangenwald

Beitrag von Martina » 12.12.2015 15:21

Auch ich sehe hier, dass du zu weit hinten stehst und zu wenig Zug auf die Ski kriegst.
Aber ich kann keine Tipps abgeben. Die Fahrt zeigt einfach zu wenig davon, wie du Ski fährst. Ich kann nicht sagen, was typisch ist und was dem Lauf und der "Hocke"-Position geschuldet.

Wärst du ein Rennneulig mit Ambitionen, den ich betreuen würde, dann würde ich dir erst mal einen anderen Lauf stecken... (jaaaa, ich weiss, man muss mit allem zurechtkommen, was einem vorgesetzt wird, aber eben: Rennneuling mit Ambitionen. Da bräuchte es einen anderen Lauf, um eine gute Entwicklung zu ermöglichen).

Meiner Erfahrung nach gibt es gelegentlich schon "Touristenläufe" (also öffentlich zugängliche 'Rennstrecken'), die richtig gut sind. Die sind dann meist auch nicht so ausgefahren, weil schlechtere Skifahrer weit von der Linie wegrutcschen.
Kommt halt immer drauf an, wer es steckt....
Normalerweise sind die Läufe aber halt schon sehr drehend und eng, damit niemand zu schnell wird.

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Re: Flachlandtiroler im Stangenwald

Beitrag von Badga » 13.12.2015 13:50

Auch dir vielen Dank für deine Antwort Martina.

Ich denke ich werde diesen Winter doch mal Privatstunden nehmen. Wenn sich tatsächlich auch abseits der Tore eine Rücklage ausgebildet haben sollte, möchte ich das tunlichst wieder abstellen.

Ich wünsche euch noch einen schönen 3. Advent
MfG Oli

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Re: Flachlandtiroler im Stangenwald

Beitrag von Martina » 13.12.2015 15:14

Wenn du dir kurzfristig eine Rücklage angewöhnt haben solltest, dann fahr einige Abfahrten mit komplett offenen Schuhen (also Schnallen komplett aushängen und auch Klett öffnen). Dann gibt sich das normalerweise wieder.
Auch wenn du dir nicht sicher bist wegen der Position: mal ein Stündchen mit offenen Schuhen fahren stellt einem meist sehr ordentlich hin.

Achtung Haftungsausschluss: Fahren mit offenen Schuhen auf eigenes Risiko! Bitte vorsichtig und langsamer als üblich fahren! Den Klett vom Skischuh um Bein befestigen, damit bei einem herausfallen aus dem Schuh der Ski nicht zum Geschoss wird!

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Re: Flachlandtiroler im Stangenwald

Beitrag von extremecarver » 15.12.2015 21:10

Bei einer Stunde mit offenen Schuhen fahren - und also mehr als rutschen - würde ich auch die Bindung aufdrehen - dauert ja nicht länger wie 30sec. Weil mit lockerem Schuh kommst da sonst nicht raus (da die exakte Einstellung eh nicht so exakt sein muss - wenn man sich den Wert frei Auge merkt - und dann wieder zurück drauf einstellt - ist man locker gut genug vom Wert wieder dabei).

Und lieber der Ski als Geschoss (hat eh Sicherheitsbremse solange man nicht der Schuh noch drinsteckt) - als den Ski irgendwo abbekommen. Auch ohne Rennangzug hat man sonst gerne mal einen Cut. Also wenns einem um Sicherheit geht - dann definitiv einfach die Bindung um mindestens 50% aufdrehen.
schnell, riskant, vielseitig bergab
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