Kurzschwung auf steilerer, eisiger Piste mit starker Tempoko

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Uwe
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Kurzschwung auf steilerer, eisiger Piste mit starker Tempoko

Beitrag von Uwe » 28.01.2010 11:54

Hallo zusammen,

beim CAMP haben wir auch ein paar Videos gedreht.
Hier eines von mir beim Kurzschwung auf steilerer, eisiger Piste mit starker Tempokontrolle:



Das Video ist auch im Bereich Lehrplan - Beispielvideos zu finden.
Uwe


skiingman
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Re: Kurzschwung auf steilerer, eisiger Piste mit starker Tempoko

Beitrag von skiingman » 28.01.2010 12:01

Äh... ist das jetzt nur zum schön finden gedacht oder darf man dazu was sagen?

VG

Markus

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Uwe
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Re: Kurzschwung auf steilerer, eisiger Piste mit starker Tempoko

Beitrag von Uwe » 28.01.2010 12:14

Nee, zum "schön finden" ist es nicht gedacht, nur als Beispiel für KS mit starker Tempokontrolle.
Und natürlich darf man dazu was sagen.
Uwe

skiingman
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Re: Kurzschwung auf steilerer, eisiger Piste mit starker Tempoko

Beitrag von skiingman » 28.01.2010 12:28

Also dann, ich finde es sieht ziemlich spielerisch und locker, aber auch dynamisch aus. Mir gefällt Deine Fahrt insgesamt sehr.

Was mir jedoch auffällt:

Ich finde, dass Du den Ski relativ aktiv drehst und nur wenig sich selbst steuern lässt. Das sieht man gut in dem Teil, wo es etwas steiler ist gleich zu Beginn.

In der Sequenz ab Sekunde 49 sieht man, dass dir der Außenski beim Aufkanten hinten manchmal etwas mehr weggeht, was optisch zu einer Art minimalen Pflugstellung führt.

Beim Vorbeifahren an der Kamera meine ich eine minimale Rücklage entdecken zu können, bin mir aber nicht sicher.

Gleich darauf habe ich den Eindruck, dass deine Standbreite ziemlich variiert und Du auf einmal viel enger stehst und sogar so eine Art Beinblock hast (S. 52 und insbesondere 57).

Ansonsten kann ich Dir nur zurufen, dass ich das auch so gut können will. Ich war gestern mit Martina im Bayerischen Wald und habe nun offiziell eine GROßBAUSTELLE KURZSCHWUNG :D Ich bin deshalb echt gespannt, ob jemand meine "Pflugeinschätzung" teilt, das mache ich nämlich ( leider neben zahlreichen weiteren gravierenden Sachen) genauso und krieg es nicht so ganz in den Griff...

VG

Markus
Zuletzt geändert von skiingman am 28.01.2010 13:17, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: Kurzschwung auf steilerer, eisiger Piste mit starker Tempoko

Beitrag von HoTTrod » 28.01.2010 12:58

Hi,
witzig, das mit dem Aussenski-Weglaufen/Kanteverlieren habe ich auch..
Lösung?
Gruß Jens

gernstl2
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Re: Kurzschwung auf steilerer, eisiger Piste mit starker Tempoko

Beitrag von gernstl2 » 28.01.2010 13:06

Die Fahrt gefällt mir auch gut!

Was mir meint aufzufallen: Die gibst erst Druck auf die Ski während du schon über der Falllinie drüber bist und mußt dann entsprechend "in die Eisen" gehen, vor allem im oberen Teil (auch wenn starke Tempokontrolle das Ziel war)

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Re: Kurzschwung auf steilerer, eisiger Piste mit starker Tempoko

Beitrag von Uwe » 28.01.2010 15:44

Hallo zusammen,

ja, im Wesentlichen alles gut beobachtet:

- Ich drehe sehr aktiv (über die Ballen; teilweise geht sogar hinten leicht der Ski hoch), weil es relativ steil und eisig war, und der gefahrene Ski eine Länge von 176 cm und rund 15 m Radius hat. Weil ich das Tempo SEHR kontrolliert halten wollte, musste ich "schnell" über die Falllinie ... deshalb das starke Drehen.
Wenn ich etwas schneller hätte fahren wollen, hätte ich weniger aktiv über die Falllinie drehen müssen und hätte schon früher die Taillierung des Ski nutzen können, das ist richtig.

- Das eine Mal ist mir der Aussenski weggegangen ... wie gesagt: war eisig, und die Kanten waren seit 4 Tagen nicht mehr nachgeschliffen ... da darf das pasieren ;-)

- Blockbildung/Rücklage: Würde ich nicht sagen, kann vielleicht durch den Blickwinkel (von hinten schräg) so aussehen. Ich hatte das Gefühl alle Schwünge ziemlich gleich zu fahren.
Uwe

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Re: Kurzschwung auf steilerer, eisiger Piste mit starker Tempoko

Beitrag von urs » 28.01.2010 23:46

skiingman hat geschrieben:Ich finde, dass Du den Ski relativ aktiv drehst und nur wenig sich selbst steuern lässt. Das sieht man gut in dem Teil, wo es etwas steiler ist gleich zu Beginn.

In der Sequenz ab Sekunde 49 sieht man, dass dir der Außenski beim Aufkanten hinten manchmal etwas mehr weggeht, was optisch zu einer Art minimalen Pflugstellung führt.
ich denke auch, das hauptproblem liegt in der zu geringen eigensteuerung der skies, uwe fährt hier einen sogenannten "scheibenwischer" mit starker fersenbelastung. beachtet man den wegstiebenden schnee, zeigt sich gut, dass der vorn und hinter der bindung praktisch gleichzeitig aufspritzt, manchmal sogar hinten zuerst. bei einer runderen fahrweise würde es vorne und auch etwas näher an der skispitze zuerst aufstieben. ich kenn das problem aus eigener erfahrung - für uns old-school-fahrer ist die umstellung nicht ganz einfach. eine typische folgeerscheinung ist die leichte talstemme. abhilfe bietet, den ski bis falllinie runder laufen zu lassen, danach stärker aktiv aufzukanten und den schwung über den ganzen fuss (von zehen bis fersen) abrollen zu lassen. letzteres empfind ich als das anspruchsvollste und es kann dazu führen, dass ich mich am ende der kurve leicht in rücklage finde. gelingt es aber, so erhält man einen schönen, runden katapulteffekt.
gerstl2 hat geschrieben:Was mir meint aufzufallen: Die gibst erst Druck auf die Ski während du schon über der Falllinie drüber bist und mußt dann entsprechend "in die Eisen" gehen, vor allem im oberen Teil (auch wenn starke Tempokontrolle das Ziel war)
druckaufbau vor der falllinie ist gar nicht möglich, du findest ja gar keinen widerstand. die rutschphase hier ist m.e. sogar relativ lang, ich würde versuchen, diese noch mehr zu akzentuieren. bei top-skifahrern, die ich letzte woche bewundern durfte, ist die druckphase sogar extrem kurz, womit sich der ski selbst bei höherer kadenz länger und runder steuern lässt.

gruss urs

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Re: Kurzschwung auf steilerer, eisiger Piste mit starker Tempoko

Beitrag von HoTTrod » 29.01.2010 07:22

Hi Urs,
wenn ich das so lese ("runder laufen lassen und dann aufkanten") denke ich immer an die Radfahrer, mit Ihrem Wunsch nach einem "runden Tritt" (unteres Bein zieh das Pedal parallel hoch ect.).
Es ist aber nur einer sehr eingeschränkten Personenzahl möglich, dies zu beherrschen.
Ist das beim Skifahren auch so, oder meinst du, jeder halbwegs talentierte und sportliche Fahrer könnte das üben? Und es nachher auch ausführen? :roll:
Gruß Jens

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Re: Kurzschwung auf steilerer, eisiger Piste mit starker Tempoko

Beitrag von beate » 29.01.2010 08:59

jeder halbwegs talentierte und sportliche Fahrer könnte das üben? Und es nachher auch ausführen? :roll:
Das kommt auf seine Motivation, seine Zeit, sein technisches Können und sein Bewegungsgefühl an plus die Gabe, sich ständig selbst zu reflektieren. Als Vergleich dazu stelle ich mir deine Release Übungsstunden beim Golfen vor: Man weiß wie es sich anfühlen muß, man weiß wie es funktioniert aber man kann es höchstens zu 30-45% ausführen. Du mußt es immer wieder üben, überprüfen (lassen) tagein, tagaus. Mal klappt es besser, mal gar nicht und oft hängt es dir zum Hals raus :wink:
Ich versuche das seit ca 6 Jahren sehr intensiv und stoße ständig an Grenzen und bin gefühlte Lichtjahre davon entfernt. Es ist auf einem guten Weg aber ausführen, unabhängig von Wetter, Piste, mir selbst :oops:
Beate

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