Rückblickend durch was wurdet ihr besser?

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zzz
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Re: Rückblickend durch was wurdet ihr besser?

Beitrag von zzz » 30.03.2022 12:16

goodie_1401 hat geschrieben:
30.03.2022 08:13
Ich muss mir auch mal einen Tacho für die Skier besorgen.

Vor Jahren war ich mit einer Gruppe unterwegs und auf einer geeigneten Piste sind wir zu fünft im Schuss alle in etwa gleich schnell gewesen - als uns ein Schweizer Rennläufer im Käseanzug überholt hat, ähnlich wie auf der A3 wenn der ICE vorbei zieht. Btw... auf der Kandahar kommen sie auf 112 km/h.

Wer an GPS Daten glaubt, dem lege ich nochmal den Satz des Pythagoras ans Herz! Das GPS guckt senkrecht von oben. Einfach das Dreieck gedanklich legen und überschlagen!
Ganz grob, für eine erste Einschätzung kann man auch einfach vom Faktor 1,4 ausgehen (45° Gefälle).
45° Gefälle ist eine pechschwarze Piste (100%). Da bin ich weiter vom Schuss als von einem Skiurlaub auf dem Mond.

Bei den üblichen blauroten Pisten, wo man als Büromensch Schuss fährt, ist der Winkel nicht mehr so dramatisch. Die rote Piste bietet weniger als 40% (offiziell, ich habe aber schon "Schlimmeres" gesehen), das sind 21° und damit ist die Geschwindigkeit "nur" 1,07-fach schneller - also IMO vernachlässigbar. Und wir wissen nicht, was die App macht... Während der Bestimmung einer GPS-Position und Zeit ist die Höhe des Geländes bekannt - da kann die Geschwindigkeit korrekt umgerechnet werden. Ob es auch passiert, sei mal dahingestellt.

Die Radarmessung auf solchen Speedstrecken sollte aber soweit vom Gelände unbeeinflusst sein....

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Re: Rückblickend durch was wurdet ihr besser?

Beitrag von Commander57 » 30.03.2022 15:55

Moin!
Ob Pythagoras hier anwendbar ist wage ich zu bezweifeln, insofern können auch die genannten Korrekturfaktoren nicht so richtig stimmen. Wie auch immer, ich denke, dass @goodie_1401 die Männerwelt ein wenig provozieren wollte ;) Die ganze Diskussion um Vmax hier und Kmh dort finde ich persönlich nicht erbaulich, weil das nichts aussagt über skifahrerische Fähigkeiten. Schnell fahren kann jeder, aber anhalten???? Ich persönlich wurde einmal nachdenklich, als ich von einem jungen Mann überholt wurde, welcher locker 20 Slalomstangen auf der Schulter trug und aufrecht an mir vorbeifuhr. Und ich dachte, ich wäre zügig unterwegs gewesen :(
Aber was weiß ich schon? Werde ich halt gelegentlich an meinem Hockeystop arbeiten.

Gruß
Frank

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Re: Rückblickend durch was wurdet ihr besser?

Beitrag von zzz » 30.03.2022 16:28

@Commander57 Tu's nicht, wenn die Piste HART und zerfurcht ist. Dann ist selbst eine blitzsaubere Carving-Furche, die parallel zu Deinem Drift ist, ein schmerzhafter Schlag ins Knie.

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Re: Rückblickend durch was wurdet ihr besser?

Beitrag von majortom » 31.03.2022 00:49

goodie_1401 hat geschrieben:
30.03.2022 08:13
Ich muss mir auch mal einen Tacho für die Skier besorgen.

Vor Jahren war ich mit einer Gruppe unterwegs und auf einer geeigneten Piste sind wir zu fünft im Schuss alle in etwa gleich schnell gewesen - als uns ein Schweizer Rennläufer im Käseanzug überholt hat, ähnlich wie auf der A3 wenn der ICE vorbei zieht. Btw... auf der Kandahar kommen sie auf 112 km/h.

Wer an GPS Daten glaubt, dem lege ich nochmal den Satz des Pythagoras ans Herz! Das GPS guckt senkrecht von oben. Einfach das Dreieck gedanklich legen und überschlagen!
Ganz grob, für eine erste Einschätzung kann man auch einfach vom Faktor 1,4 ausgehen (45° Gefälle).
Hat jetzt zwar nichts mit dem Thread Thema zu tun, aber warum sollte es über die GPS Ortung nicht möglich sein, die Geschwindigkeit über eine geneigte Fläche ermitteln zu können? Über GPS kann ja auch die Höhe über Meer ermittelt werden!

Um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen: Ich habe mich fast ausschliesslich autodidaktisch mit Hilfe von YouTube Videos skifahrerisch weiterentwickelt. Ist sicher nicht die effizienteste Art, aber wenn im persönlichen Umfeld gute Skifahrerfreunde fehlen, die gutes Feedback geben können und mehrere Stunden Skiuntericht nicht im Budget liegen, kann man unter bestimmten Voraussetzungen auch autodidaktisch sehr gute Fortschritte erzielen. Das grösste Manko dieser Methode sind fehlende gute Rückmeldungen. Die Selbstwahrnehmung weicht nämlich oft erschreckend deutlich vom Idealbild ab und man läuft so Gefahr, sich falsche Bewegungsmuster anzueignen, die nur schwer wieder abgewöhnt werden können. Für mich hat es bisher trotzdem sehr gut funktioniert.

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