Für Training/Rennen gesperrte Pisten

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zzz
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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von zzz » 04.04.2018 18:42

zuUnkreativ hat geschrieben:
04.04.2018 13:28
Wer sich über Drängeln am Lift ärgert, dem empfehle ich, künftig in Kanada Skifahren zu gehen. (...)
Die sind so eine Art Zwischending zwischen Briten und Amerikanern (ich habe viele Verwandte in Kanada - Nachkommen von 1944-er (Berlin) und 1956-er (Ungarn) Flüchtlingen). Zumindest den Briten wird nachgesagt, dass sie auch an der
Bushaltestelle diszipliniert schlangestehen. Vielleicht ist bei den Kanadiern von diesem Charakterzug noch ausreichend vorhanden.

Davon könnten sich auch einige Omas eine Scheibe abschneiden, die in der Bushaltestelle mit dem Ellenbogen ins Kreuz des Vordermannes sensen, um sich an ihm vorbeizudrängeln. Eines Tages werde ich so eine Drängelschabracke fragen, ob sie es eilig hat, voranzukommen, weiĺ sie Angst hat, abzusterben bevor sie eingestiegen ist... Eines Tages - ich schwöre - wird genau das passieren!

Im Moment fahre ich aber nicht mit dem Bus. Derzeit wohne ich nicht in einem Ballungsgebiet.

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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von goodie_1401 » 04.04.2018 21:07

Da auch ich ein Rennkind war, rege ich mich über die gesperrten Bereiche nicht auf :wink: Ich habe es bisher auch erst einmal gesehen, dass eine Piste komplett gesperrt war (Abfahrtstraining von ca 16-17 Jährigen Mädels, sehr beeindruckend!). Ansonsten wird sie etwas schmaler aber sonst?

Herr Innerhofer trainiert ab und an am Speikboden, bevor der normale Skibetrieb losgeht und gibt dann noch bereitwillig Autogramme. Es geht also auch im Miteinander.
unterwegs mit zwei Heizerkids

zzz
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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von zzz » 04.04.2018 21:30

Dieses mal ist mir aufgefallen, dass die Trainings VOR dem Publikumsbetrieb waren. Als die Normalskifahrer kamen, haben die schon alles abgebaut.

Ein Miteinander ist möglich. Etwas Erziehung schadet dabei nicht. Die fehlende Erziehung wäre die einzige Sache, die tief im Argen liegt.

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gebi1
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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von gebi1 » 04.04.2018 23:08

zzz hat geschrieben:
04.04.2018 21:30
Die fehlende Erziehung wäre die einzige Sache, die tief im Argen liegt.
So? Bei wem genau? Da wo ich meist Ski fahre (Ybrig, Mythengebiet, Flumserberg) sind die Kinder der verschiedenen Vereine höflich, anständig, stehen brav an und gehen kameradschaftlich miteinander um. Dass es mit der Sozialkompetenz nicht so weit her ist, beobachte ich eher bei andern Zeitgenossen, aber das schreibe ich hier besser nicht...

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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von zzz » 04.04.2018 23:32

Auf der Reiteralm war's ganz schlimm (aber nur kurz, denn die haben nach der offizielken Liftöffnung ihren Kram schnell abgebaut), in Filzmoos (Geierberg), nur eine kleine Gruppe - davon 2-3 Kinder drängelig. In Zauchensee und Flachauwinkl fuhren die den ganzen Tag, aber sie haben dort eigene Bahnen - und wir haben den Bereich komplett gemieden (aus anderem Grund), deswegen weiß ich nicht, wie gut die erzogen waren.

Andere unangenehme Zeitgenossen gibt es auch - aber die sind nicht organisiert.

Ob ich die einzige Kommunikation mit einer polnischen Gruppe als gut bewerten soll, habe ich noch nicht entschieden. Einer zog einen Flachmann, und bot ihn uns an. Wir haben die Hände erhoben, und haben verzichtet. Alk auf der Piste ist vielleicht auch nur mittelgut...

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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von PapaTomba » 05.04.2018 09:11

man kann sich doch über etwas ärgern und trotzdem tolerant sein, oder ?

Mich haben gesperrte Pisten am Morgen auch schon geärgert, meist sind es ja gerade die Pisten, auf die man sich gefreut hat.
Zuletzt Ostern erlebt am Passo Pellegrino die Schwarze an der Cima Uomo oder 2 Tage zuvor die Standard am Puflatsch.
Bin ich deshalb spießig und neide den Rennkids das Training ?....nö, daher verstehe ich den Verlauf der Diskussion eher nicht.

Wenn Urlauber im Tannheimer Tal in Zöblen entspannt skifahren wollen und morgens feststellen, dass die halbe Hauptpiste gesperrt ist und 150 Rennläufer samt Betreuer den Lift frequentieren, wundere ich mich manchmal schon über den Langmut der meisten, die sich ja nicht ohne Grund ein ruhiges Tal für ihren Urlaub ausgesucht haben.

Es sind ja nicht immer die einheimischen Rennkids, die trainieren oder Rennen fahren, in Österreich je nach Region sehr häufig die Vereine, Bezirks- oder Verbandskader aus Bayern und Baden-Württemberg, mein Sohn ist auch so ein ungebührlicher U14 Fahrer, dessen Kernkompetenz das aktive Anstehen am Lift ist.
Und trotzdem habe ich mich auch schon über arrogante drängelnde Rennkids geärgert, jeder Jeck ist anders, jedes Rennkid auch.

Was eher nervt, ist die Diskussion im Thread um euer Eigentum und dieses "auf mein Recht Gepoche"....mein Ski, mein Sessel, meine Vorfahrt, meine Linie, keine Erziehung, meine Großeltern damals....."
Dieses auffällige "tz" und der verärgerte Blick mit halb umgedrehten Kopf, wenn ich am Lift auf die Skienden gerate.
Das empfinde ich als megaspießig und ich hab mein Material auch lieb.

LG
Oliver
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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von latemar » 05.04.2018 12:15

@PapaTomba
:zs:

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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von frunobulax » 06.04.2018 14:39

Ich glaub es kommt auch immer drauf an wie das gemacht wird.
Positives Beispiel: mein eigener Skiclub, wo ich erlebt hab dass ein Kurs am Pistenrand absolut frühmorgens gesteckt und abgesperrt wird, dann für Rennen von 2 Clubs mit über 100 Teilnehmern mit 2 Durchgängen genutzt wird - dazwischen ein bissl umgesteckt um die Wandln in Grenzen zu halten - und 10 min nach Ende schon wieder abgebaut ist.

Negative Beispiele: Kaunertal oder Sölden am Saisonrand, wo 5 ausgesteckte und 3 weitere mit Stubbies vorbereitete Kurse den ganzen Tag gesteckt sind, exakt parallel zueinander im selben Rhythmus, und wohl dicht nebeneinander, aber trotzdem über die ganze Hangbreite, jeweils für Kleingruppen, die mittags auch mal 2 Stunden gar nicht da sind. Da war stundenlang nix los, nur der Hang komplett zugestellt.
Und in der Steiermark hab ich mal in einem kleineren Gebiet den Skiclubchef angestänkert, weil der wohl den Kurs abgebaut hatte, aber die Absperrung - exakt mittig am Hang - tagelang nicht, sodaß man zwar beidseitig der Absperrung fahren konnte, aber nur Kurzschwünge.

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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von zzz » 06.04.2018 15:05

frunobulax hat geschrieben:
06.04.2018 14:39
(...)
Und in der Steiermark hab ich mal in einem kleineren Gebiet den Skiclubchef angestänkert, weil der wohl den Kurs abgebaut hatte, aber die Absperrung - exakt mittig am Hang - tagelang nicht, sodaß man zwar beidseitig der Absperrung fahren konnte, aber nur Kurzschwünge.
Was spricht dagegen, den "abgesperrten" Bereich zu nutzen, wenn Keiner da ist (also auch nix drin steckt usw.). In Filzmoos, Zauchensee und Flachauwinkl ist dies ohne Weiteres möglich (die Bereiche sind oben und unten offen zur Durchfahrt).

Die Möglichkeit das Teilstück zu befahren wird auch allgemein vielfach genutzt.

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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von odenwälder » 06.04.2018 19:45

PapaTomba hat geschrieben:
05.04.2018 09:11
... die Diskussion im Thread um euer Eigentum und dieses "auf mein Recht Gepoche"....mein Ski, mein Sessel, meine Vorfahrt, meine Linie, keine Erziehung, meine Großeltern damals....."
Dieses auffällige "tz" und der verärgerte Blick mit halb umgedrehten Kopf, wenn ich am Lift auf die Skienden gerate.
Der Thread ist ein interessanter Einblick in das Territorialverhalten männlicher Homo Sapiens ü40 :wink:
(https://de.wikipedia.org/wiki/Territorialverhalten)

Grüße
Robert

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