Skifahren allgemein Generation Ü50

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maestro70
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Re: Skifahren allgemein Generation Ü50

Beitrag von maestro70 » 01.12.2017 08:51

:zs:

Sehr gut erklärt, NeusserGletscher!

Damit beisst du aber immer noch bei einem grossen Teil der Bevölkerung auf Granit.

Durfte ich mir erst gestern (bei einer ähnlich gelagerten Diskussion) wieder anhören:
"Geht es uns schlecht?" ... "Uns gehts doch sooo gut..."
Ich bin nicht gestört ! Ich bin verhaltensoriginell !

Pancho.Ski
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Re: Skifahren allgemein Generation Ü50

Beitrag von Pancho.Ski » 01.12.2017 09:26

Ich kann „Früher war alles besser“-Storys generell wenig abgewinnen. Meine Glaubensrichtung lautet eher „The best is yet to come“ - das Beste steht noch bevor.

Es ist hier kein Politikforum, daher nur kurz soviel dazu: Es gibt sicher Mißstände, die Schere geht immer weiter auf. Aber es gibt auch regelmäßig Wahlen, und die meisten Wahlberechtigten leben immer noch nicht von Kapitaleinkünften, sondern von richtiger Arbeit. Nur wählen die entweder gar nicht, oder neuerdings wählen die abgehängten unserer Gesellschaft besonders gerne rechts und gehen einer Partei auf den Leim, die in Teilen sogar die Arbeitslosenversicherung privatisieren möchte und weiteren sozialen Kahlschlag im Programm stehen hat, der historische Ausmaße hätte. Offensichtlich geht es also einigen noch nicht schlecht genug...

Nun, nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber... Aber wie gesagt, Skiforum hier, kein Politikforum.

Im Skibereich gab es in den letzten Jahren Entwicklungen, die ich nicht mehr missen möchte. Ich möchte sicher nicht mehr das Material von vor 30 oder mehr Jahren fahren. Auch die Entwicklung in den Skigebieten hat viel gutes gebracht - und eben auch kostenintensives. Klar gibt es auch Fehlentwicklungen und Auswüchse. Man darf sich schon fragen, ob es weiterer Erschließungen bedarf, ob noch mehr Millionen bei aufkommender Klimaerwärmung und schwindender Zahl von Sportlern in den Berg gebuddelt werden müssen. Aber wie in der Politik so auch hier: Wir Konsumenten haben es doch in der Hand. Es gibt sie noch, die urigen, kleinen gemütlichen Skigebiete, die für wenig Geld uriges Ambiente zu überschaubaren Kosten anbieten. Nur kämpfen die in aller Regel ums Überleben, weil die große Masse von uns dem „weiter, schneller, größer, mehr“ hinterherrennt und offensichtlich die hundertste Schneekanone braucht um ja ganz sicher schon am 24.12. auf 1000 m einen weißen Teppich vorzufinden, und der Hintern will ja bei der Bergfahrt auch beheizt werden. Nur zahlen will man den Schnickschnack nicht.

In der Politik können wir wählen und sonst haben wir unser Konsumverhalten, mit dem wir Entwicklungen beeinflussen können. Wenn früher also tatsächlich alles besser gewesen sein sollte, was ich nicht glaube, dann haben wir als Konsumenten und Wähler etwas falsch gemacht.

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elypsis
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Re: Skifahren allgemein Generation Ü50

Beitrag von elypsis » 01.12.2017 09:53

Pancho.Ski hat geschrieben:
01.12.2017 09:26
„The best is yet to come“

:zs:


Man sieht die Welt nicht, wie sie ist, sondern so wie wir sind!
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latemar
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Re: Skifahren allgemein Generation Ü50

Beitrag von latemar » 01.12.2017 10:41

Pancho.Ski hat geschrieben:
01.12.2017 09:26
Ich kann „Früher war alles besser“-Storys generell wenig abgewinnen. Meine Glaubensrichtung lautet eher „The best is yet to come“ - das Beste steht noch bevor.
So sehe ich das auch.

Bei Politik halte ich mal lieber raus.
Aber es ist ja ganz einfach. Wer demokratisch gewählt ist beschließt mit seiner mehrheit. Es liegt an jedem einzelnen. In diesem Land fühlt sich immer einer betrogen, da kann man nichts machen.
Wo man wirklich betrogen wird ist bei dieser null Zins Politik. Das ist eine Geldvernichtungsmaschine.

Ich bin auch Ü50, aber Ski fahren macht mir mehr Spaß denn je. Skifahren war schon immer teuer. Unsere Ansprüche sind aber weit schneller gewachsen als alle Kosten.
Eine Pizza kriege ich noch immer unter 10€, ein 1/4 Wein auch mal für unter 4,-.
Die Skigebiete werden immer größer, die Pässe umfassen immer mehr Skigebiete, die Pistenpflege ist erstklassig. Das alles gibt es nicht zum Nulltarif. Wer das nicht braucht findet noch immer genug kleinere Skigebiete. Aber will das denn?
Ich halte es da ganz mit Uwe.

Jammern gehört zum guten Ton und ist Teil der Gesellschaft.


Gruß!
der Joe
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Re: Skifahren allgemein Generation Ü50

Beitrag von NeusserGletscher » 01.12.2017 19:20

latemar hat geschrieben:
01.12.2017 10:41
Aber es ist ja ganz einfach. Wer demokratisch gewählt ist beschließt mit seiner mehrheit. Es liegt an jedem einzelnen.
Das ist die in der Schule gelehrte Theorie. In der Praxis sieht das so aus, dass auf den aussichtsreichen Listenplätzen und in den aussichtsreichen Wahlkreisen nur Namen zu finden sind, welche dort von exklusiven Zirkeln innerhalb der Parteien, z.B. auf Deligiertenparteitagen, dort hingesetzt wurden. In der Praxis entscheiden also wenige hundert linientreue Parteigänger darüber, was 60 Millionen Deutsche wählen dürfen. Oft genug wird heute von Kandidaten verlangt, dass sie ihren Wahlkampf selbst finanzieren. Damit haben einfache Bürger per se erst recht weniger Chancen. Wahlen werden im allgemeinen als demokratisch bezeichnet, wenn sie u.a. gleich und unmittelbar sind. Die von Deligierten getroffene Vorauswahl ist ein grundlegender Verstoß gegen elementare Grundregeln demokratischer Wahlen. Die Auswahl nach Geldbeutel erst recht. Daher sind Wahlen in der BRD nicht demokratisch und deshalb kann sich die Politik auch erlauben, Steuern und Abgaben für das einfache Fußvolk immer weiter zu erhöhen, weil der Einzelne praktisch kaum etwas ausrichten kann.
latemar hat geschrieben:
01.12.2017 10:41
Bei Politik halte ich mal lieber raus.
Und weil viele genau so denken ändert sich auch nichts. Nur gemeinsam könnten wir die Apparatschiks zum Teufel jagen, so wie seinerzeit die Bürger der DDR ihrer korrupten Clique den Stuhl vor die Türe gesetzt haben.
Pancho.Ski hat geschrieben:
01.12.2017 09:26
Im Skibereich gab es in den letzten Jahren Entwicklungen, die ich nicht mehr missen möchte.
Das sehe ich auch so. Allerdings werden die meisten Ski heute in China gefertigt. Ski aus europäischer Produktion sind dagegen rar. Und wenn es sie doch gibt, dann sieht man an deren Preisen, wie teuer Skifahren geworden ist.
Was man selbst erledigt können andere nicht verkehrt machen.

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Re: Skifahren allgemein Generation Ü50

Beitrag von Ramon 23 » 01.12.2017 19:30

NeusserGletscher hat geschrieben:
01.12.2017 05:16
... Zur Mittelschicht gehörte man früher, wenn ein Alleinverdiener seiner Famile Haus, Auto und 1x Urlaub im Jahr finanzieren konnte. Heute arbeiten beide Eheleute und es reicht trotzdem hinten und vorne nicht...
Mich würde mal interessieren wie du zu dieser Aussage kommst? Aus all deinen Post`s, hier oder im Alpinforum, schließe ich, ohne es zu wissen, das du weder Frau noch Kind hast, Richtig?

Ich kann nur von mir berichten. Habe Haus, Frau, Kind, 3 Auto's, 3 Fahrräder...fahre mind. 2x pro Jahr in den Skiurlaub und ab und an ist auch noch was im Sommer drin.

Gruß Nils

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Re: Skifahren allgemein Generation Ü50

Beitrag von Ramon 23 » 01.12.2017 19:32

...und fahre Ski aus Ostdeutschland... :D
http://www.spezialski.de/

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Re: Skifahren allgemein Generation Ü50

Beitrag von Poldy » 01.12.2017 21:13

Wobei sich deren Preis auch vor einigen Jahren drastisch erhöht hat, ohne dass sich das Produkt, vom Design vielleicht abgesehen, grundlegend verbessert hat. Das heißt nicht, dass es etwa nicht gut wäre.
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Re: Skifahren allgemein Generation Ü50

Beitrag von Ramon 23 » 01.12.2017 21:27

Ich sehe da keinen Widerspruch :wink:
oder sollte ich jetzt auf Chinaware umstellen?

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Re: Skifahren allgemein Generation Ü50

Beitrag von Ramon 23 » 01.12.2017 21:30

1 Liter Heizöl kostet auch mehr als noch vor 10 Jahren....

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