Nordic Walking

goodie_1401
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Nordic Walking

Beitrag von goodie_1401 » 18.04.2007 08:29

Ich mach mal einen eigenen Threat auf, um diejenigen nicht zu belästigen, die NW als Zumutung ansehen :wink: Aber ich hab auch nix gegen geistreiche/neue Lästerkommentare :D

Ein Freund und ich sind gestern exakt 1:30 h gegangen. Zugegebenerweise haben wir dabei die gesamte Strecke getratscht aber wir waren auf weiter Flur alleine und haben niemanden gestört.
Allerdings war ich auch neugierig, wie weit die Strecke denn nun war und habe mal Map&Guide bemüht. Auch wenn ich die Strecke nicht 100%ig nachzuvollziehen kann, weil das Programm nicht zu überzeugen war, ein Feld zu überqueren, kam ich doch auf das Ergebnis, dass wir min. 10 km gegangen waren.
Abends im Bett kam ich mir vor wie nach einem Volleyballtraining der anstrengenderen Sorte (meine Hauptsportart neben Skifahren).

Meine Pulsuhr spuckte diese Daten: 1:30:46 h, Puls 137, kcal 453

Und das beste: Es hat Spaß gemacht und ich fühle mich gut. :-)
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Herbert Züst
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Beitrag von Herbert Züst » 18.04.2007 09:06

Ich möchte eigentlich das Joggen und das Training auf dem Laufband zur Schonung meines Beines/Knies durch NW. ersetzen. Vom Joggen her habe ich noch relativ neue an meine Füsse angepasste Laufschuhe und vom Bergwandern, Skifahren her einstellbare, schockgedämpfte Stöcke. Meine Frage ist nun die, kann ich diese auch für NW verwenden? Kan man sich das NW anhand eines Lehrbuches selber beibringen oder kann man da grundlegende Fehler machen? Eigentlich möchte ich nicht unbedingt in einer ganzen Horde einen Kurs machen, sondern lieber allein durch die Wälder streifen.

Geruss Herbert

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Beitrag von goodie_1401 » 18.04.2007 10:35

Hallo Herbert,

ich denke schon dass deine Stöcke gehen sollten. Das wichtigste dürfte die Länge (2/3 der Körperlänge) sein. Kappen für befestigte Wege und Schlaufen, die nicht reiben werden ja dran sein.
Du kannst ja einfach mal in ein Geschäft gehen und dir die handelsüblichen Stöcke anschauen und vergleichen.

Skifahrer dürften mit der Technik prinzipiell wenig Probleme haben.

Man weiß doch vom stöcklen im Flachen einfach, dass man
  • die Stöcke nicht senkrecht, sondern schräg nach hinten aufsetzt,
  • die Arme nach hinten durchschwingen muss
  • den Griff hinter dem Körper losläßt...
Diese Aufmärsche im örtlichen Park sind auch nicht mein Ding. Aber das Internet ist voller Beschreibungen, worauf es ankommt und wie man am besten einsteigt.
:gdh: http://www.br-online.de/sport-freizeit/ ... echnik.xml
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nicola
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Re: Nordic Walking

Beitrag von nicola » 18.04.2007 10:57

goodie_1401 hat geschrieben: Aber ich hab auch nix gegen geistreiche/neue Lästerkommentare :D
Voilà:

Gehen war ja bis vor gar nicht so lange Zeit eine ziemlich banale Angelegenheit. Ein notwendiges Übel um fortzukommen. Doch seit jeher wenn Mensch Möglichkeit hatte, vermied er es und rief entweder nach einem Pferd für ein Königreich oder erfand praktischerweise Sänfte und Auto. Nichtsdestotrotz - Gehen ist neuerdings hip. Ein pensionierter Landbriefträger könnte darüber wohl hin und wieder ins Staunen geraten.

Besonders modern ist derzeit Nordic Walking. Kritiker, manchmal auch Physiologen, Psychologen oder Biomechaniker fragen zuweilen ob der Mensch an seiner bipedalen Sicherheit zweifle, da er zum Gehen Stöcke braucht. Unsinn - Stöcke sind eine Botschaft nach Innen und mehr noch nach Außen: Ich betreibe Sport! Das ist wichtig, denn gewöhnliches Gehen ohne Spezialausrüstung bringt in Verlegenheit.

In Zeiten, moderner Leibesübung, wimmelt es auf jeder Promenade von Skatern, Bikern, Joggern und Walkern samt spartenspezifischem Extrazubehör. Einfach nur zu gehen, zu spazieren könnte einem das Gefühl vermitteln, man passe so wenig ins Klischee wie ein Pelzmantelträger in die Sauna. Oder gar ein fremder Spaziergänger, der vielleicht auch noch Gärten und Häuser betrachtet, in den Nobelvorort. Hinter manchen Villenfassaden würde man sich bald argwöhnisch fragen: Was schleicht denn der bei uns herum? Der Jogger oder Walker hat ein Alibi, aber der gemeine Fussgänger?

Als Briefträger verkleiden oder gar einen Hund anschaffen ...? Nicht nötig! Unter allen Möglichkeiten ist ein Paar Stöcke eine optimale Methode um als unverdächtiger Geher aufzutreten.
Stock sei Dank! :wink:
Zuletzt geändert von nicola am 18.04.2007 11:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Znegva » 18.04.2007 11:18

Statt den Stöcken als Alibi reicht auch ein Trainingsanzug oder zumindest solche Bekleidung, die rel. eindeutig als Sportbekleidung erkennbar ist.
Und erst dann, wenn man das Sportzubehör, also Stöcke und/oder sportbekleidung bei sich führt/an hat ist man "Sportler". Das dann angelegte Walking-Tempo ist dabei vällig nebensächlich!

Aber im Ernst: Richtig eingesetzt sind die Stöcke wirklich sinnvoll und sorgen dafür, dass fast der gesamte Körper arbeitet und sich dabei trainiert und konditioniert.
Nur machen das halt 99% der Walker nicht...

@ goodie: 10 km in 1 1/2 Std. zeugt von einem rel. hohem Tempo, was bedeutet, dass es wirklich schon fast als walken bezeichnet werden kann, was du da machst. :D Machst du dabei denn auch ausreichend Druck mit den Stöcken, so dass die Beine entlastet und die Arme/ der Oberkörper belastet werden?

Außerdem ist der Pulsschlag in einem guten aeroben Bereich, da kann man sogar abnehmen, wenn man will. ;)

Gruß, Martin, Nichtwalker

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Beitrag von goodie_1401 » 18.04.2007 12:04

Znegva hat geschrieben: Machst du dabei denn auch ausreichend Druck mit den Stöcken, so dass die Beine entlastet und die Arme/ der Oberkörper belastet werden?
Sischa, sischa, mehr und mich hauts auf die Nase, weil die Füße nicht schnell genug nach vorne kommen.
Znegva hat geschrieben: Außerdem ist der Pulsschlag in einem guten aeroben Bereich, da kann man sogar abnehmen, wenn man will. ;)
Oh, vorsicht, das ist ein weit verbreiteter Irrglaube, den ich aber überhaupt nicht nachvollziehen kann.

:gdh:
http://www.mediport-online.de/queries/infos/query.php3?zn=817 hat geschrieben:[...]Zusammenfassung:
Fettverbrennung ist nicht Fettabbau.
Ein pulsgezieltes Training zum Fettabbau bzw. Training zur Gewichtsreduktion gibt es nicht.
Um Körperfett abzubauen, ist ausschließlich eine negative Energiebilanz entscheidend.
Ein Training im Fettstoffwechselbereich dient nicht der Gewichtsreduktion, sondern der Verbesserung der Langzeitausdauer.
Die effizienteste Reduktion des Körperfettanteils wird mit intensivem Training erreicht (intensives Ausdauertraining, intensives Intervalltraining, Zirkeltraining, Krafttraining). Natürlich muss die Belastungsintensität individuell dosiert werden.
Neben regelmäßiger körperlicher Aktivität ist auf eine ausgewogene, fettbewusste Ernährung zu achten.
Wer mich kennt, weiß, dass ich eben leider nicht schlank bin. Aber mir gehts in erster Linie um die Ausdauer. Ich bin vor etwa 5 Jahren vom Leistungssport zum Hobbybereich gewechselt und trainiere nur noch einmal die Woche. Zeitgleich hab ich einen Laborjob (75% stehend/gehend) gegen einen Bürojob getauscht. Anfänglich konnte ich das kompensieren, in dem ich täglich 2 x täglich eine halbe Stunde zur Arbeit geradelt bin. Seit einem Jahr wohne ich weiter weg und fahre mit dem Auto und ich merke, wie es mit meiner Fitness immerweiter berab geht. Dem will ich entgegenwirken. Wenn ich dabei was abnehme, gerne...

Eine weise Frau hat mal zu mir gesagt: "Mit 30 musste dich entscheiden: Willste Kuh sein oder Ziege?" :wink:


@Nicola
gestern wurden wir in so einer kleinen Siedlung mit schnuckeligen Häuschen und akkurat gepflegem Vorgarten trotz Stöcke misstrauisch von den Muttchen, die den Grashälmchen zwischen den Wegeplatten zu leibe rückten, beäugt...
Hat also nix genutzt. :D
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Beitrag von Znegva » 18.04.2007 12:09

Hmmm, das kenne ich irgendwie anders, weiß aber nicht mehr, wo ich es gelesen habe. 1:0 für dich. :cry:

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Uwe
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Beitrag von Uwe » 18.04.2007 12:20

Znegva hat geschrieben:Hmmm, das kenne ich irgendwie anders, weiß aber nicht mehr, wo ich es gelesen habe. 1:0 für dich. :cry:
Ich hoffe, ich kann es unter
https://www.carving-ski.de/fitness.html
etwas aufklären.

Im Wesentlichen:
- Bei geringer Belastung wird im VERHÄLTNIS mehr Fett verbrannt.
- Bei hoher Belastung wird aber EFFEKTIV mehr Fett verbrannt.

Das Problem ist, dass viele Einsteiger die hohe Belastung nicht lange durchhalten und somit kaum Fett verbrennen. Wenn sie jedoch im unteren Bereich trainieren, halten sie länger durch, was - durch den Zeitfaktor!! - doch wieder zu einer höheren Fettverbrennung führt.
Uwe

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Beitrag von Znegva » 18.04.2007 12:45

Ich glaube, so war es. Danke Uwe!

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Beitrag von Martina » 18.04.2007 12:45

Ich glaube, bei den meisten ist der grosse Knackpunkt folgender:

Sie trainieren und haben danach Hunger. Und dann essen sie, mehr als sie ohne Training essen würden. Das ist ja eigentlich natürlich - was verbraucht wurde, wird wieder aufgenommen. Nur nimmt man so nicht ab.

Das ist natürlich nicht auf dich gemünzt, Petra, ich habe keine Ahnung wie du trainierst und isst. Aber grad als dick habe ich dich also auch nicht in Erinnerung.

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