Carv - Der Skilehrer im Skischuh

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Spätstarter
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Re: Carv - Der Skilehrer im Skischuh

Beitrag von Spätstarter » 02.02.2026 17:02

Hallo zusammen,

schön zu sehen, dass es auch hier Nutzer von Carv gibt. :D

Ich muss jedoch gestehen, dass mein Englisch wohl nicht gut genug dafür ist. Ich hänge bei 116 und verstehe nicht, was die Tipps zum verbessern mir sagen wollen bzw. wo mein Fehler bei der Umsetzung ist.

Ich fand auch spannend, wann Carv mal meinte ich hätte einen Fortschritt gemacht und wann es dann meine Technik mal als schlecht bewertet hat. Wahrscheinlich aber eher das übliche Eigenbild/Fremdbild Problem.

Ich hoffe es liegt einfach nur daran, dass mir das entsprechende Vokabular fehlt. Oder das Carv einfach bei einem anderen Level anfängt. :D

Zum Glück setze ich nicht nur auf Carv, sondern fahre auch noch weiter mit meinem Skilehrer.

Ich bin mal gespannt, wie es nächste Saison wird.

Viele Grüße
Thorsten

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Surpries
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Re: Carv - Der Skilehrer im Skischuh

Beitrag von Surpries » 02.02.2026 22:42

majortom hat geschrieben:
02.02.2026 16:22
Kann Thomas Bericht uneingeschränkt bestätigen!

Fände es noch cool, alle Nutzer von CARV in diesem Forum als Freunde in der App auszuwählen. Ich bin als Uroš Balsiger zu finden.

Gruss
Du hast eine Anfrage von mir.

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untitled
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Re: Carv - Der Skilehrer im Skischuh

Beitrag von untitled » 03.02.2026 08:27

Ich habe es diesen Winter nicht mehr gebucht, in 2,3 Wintern dann wieder mal. Ab 160 finde ich es wird einfach total schwierig noch wirklich zu profitieren, weil das Feedback irgendwie jedes Mal etwas anderes ist, die Drills nicht mehr so viel bringen... Und in meinem Fall ist es oft einfach Kraftsache, dazu brauche ich Carv aber auch nicht.

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Re: Carv - Der Skilehrer im Skischuh

Beitrag von Surpries » 03.02.2026 10:24

Ja, das kann gut sein. Ich muss zugeben, dass ich auch nicht mit allen Tipps gleichviel anfangen kann und habe das Gefühl, dass ich auch noch etwas probieren und beobachten muss, welche Änderungen sich wie auswirken. Aber genau dieses "Tüfteln" finde ich derzeit spannend. So kann ich auch gut alleine mal drei Stunden fahren gehen. Ohne Carv wird mir dabei relativ bald langweilig.

Dazu kommt sicher, dass ich das Gefühl habe, dass die Grenze meines Score-Potentials noch nicht erreicht ist. Ich bin zuversichtlich, dass noch einiges möglich ist, wenn ich mich z.B. mal überwinden und am Morgen früh aufstehen kann, um ein paarmal bei frischen Pisten fahren zu können. ;) Und dann ist da ja noch das Score beim Kurzschwung, in den Buckeln und im Tiefschnee. Die letzten beiden konnte man diese Saison ja bisher kaum überhaupt fahren.

Aber ja, irgendwann wird man wohl die Decke erreicht haben. Ich denke auch, dass die Luft ab ca. 160 dünn wird. Es kann gut sein, dass das Potential von Carv (resp. meines) irgendwann ausgeschöpft ist und ich glaube auch nicht, dass ich bis zum Lebensende mit Carv unterwegs sein werde. Wie erwähnt, wird zwischendurch auch ein Lehrer wieder mal weiterhelfen müssen. Aber vorläufig habe ich noch immer das Gefühl, von Carv profitieren zu können. Aber ich bin natürlich auch kein Kessler Team Rider sondern nur ein ganz normaler Kessler Kunde. ;)

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Re: Carv - Der Skilehrer im Skischuh

Beitrag von Surpries » 03.02.2026 10:29

untitled hat geschrieben:
03.02.2026 08:27
Ich habe es diesen Winter nicht mehr gebucht, in 2,3 Wintern dann wieder mal. Ab 160 finde ich es wird einfach total schwierig noch wirklich zu profitieren, weil das Feedback irgendwie jedes Mal etwas anderes ist, die Drills nicht mehr so viel bringen... Und in meinem Fall ist es oft einfach Kraftsache, dazu brauche ich Carv aber auch nicht.
Ah, ja, noch was: Das Feedback, das die App direkt nach einem Run gibt, finde ich auch sinnlos, weil in der Tat jedes Mal ein anderer Tipp kommt. Ich schaue lieber am Abend meine Statistiken an und schaue, wo noch das grösste Verbesserungspotential liegt - und arbeite dann gezielt an dem Problem. (Derzeit bei mir das "Early Edging".)

Übrigens nervt mich auch der typisch amerikanische Pep Talk: "You got this"! "Your shredded these turns" und ähnlicher Quatsch. Das stelle ich immer ab.

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Re: Carv - Der Skilehrer im Skischuh

Beitrag von majortom » 03.02.2026 10:57

Get em Tiger! :lol:

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Re: Carv - Der Skilehrer im Skischuh

Beitrag von ingo#31 » 03.02.2026 19:45

Meine Meinung zu Carv ist eher....muss man nicht haben.
Einen Trainer wird das System nie ersetzten können, und das was von Carv "gefördert" wird, entspricht nicht meinem ideal Bild, wie am Ski gestanden werden sollte.

Anna fährt sehr gut Ski, aber immer wenn sie mit Carv unterwegs war, sah es für mich so aus, als ob sie hinten abhocken würde.
Ohne Carv stand sie viel zentraler, perfekter am Ski.

Ausserdem, als ich zwei drei Abfahrten mit Anna`s Carv gemacht hatte, war ich sofort auf Level 140-144.
Und ich selber schätze mein eigenes Skifahren, auf gar keinen Fall so hoch ein!

C - Challenge
A - angenommen
R - richtig
V - verkauft

Das könnte Carv aus Sicht der "Macher" bedeuten :lol:

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Re: Carv - Der Skilehrer im Skischuh

Beitrag von Surpries » 03.02.2026 23:27

Naja, jeder hat halt so seine Vorlieben. Wie gesagt, alles deckt Carv sicher nicht ab. Ein paar Dinge aber machen mich an deinem Urteil etwas stutzig.
  • Carv arbeitet in der neuen Version nicht mehr mit Druckpunkten. Die Gewichtverteilung auf der Längsachse ist damit kein Kriterium. Ich habe deshalb etwas Mühe, zu verstehen, wie man dadurch zum „hinten abhocken“ gebracht werden kann.
  • Mag sein, dass die Sohle noch andere Informationen gab. Aber nach meiner Erfahrung passen die von Carv verlangten Parameter eigentlich ganz gut. Wenn ich schaue, wer in den „Ranglisten“ am höchsten klassiert ist, sind das lauter Profis, die durchaus sehr zentral über dem Ski stehen. Ich bezweifle deshalb sehr, dass Carv in irgendwelchen Versionen je einen nicht zentralen Schwerpunkt incentiviert hat.
  • Gerade ein(e) sehr gute(r) Skifahrer(in) hat seine/ihre Bewegungen in Abertausenden von Stunden internalisiert. Dass so jemand den Schwerpunkt sichtbar nach hinten verschiebt, sobald die App läuft (und das dann sofort wieder anders wird, sobald Carv weggelegt wird) scheint mir schwer vorstellbar - erst recht, weil Carv ja Tipps nach, nicht während der Fahrt gibt.
On the bright side: Wie gesagt halte ich den Ski IQ für ziemlich aussagekräftig. Wenn du also 144 erreicht hast, dann wird das wohl stimmen. 😃

Aber ja, jeder darf seine eigene Meinung haben. Ich finde es gut, du magst es nicht. Das ist doch voll ok. Ich kriege ja keine Provision. :)

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Re: Carv - Der Skilehrer im Skischuh

Beitrag von majortom » 04.02.2026 00:19

Du verkaufst dich unter Wert Ingo! Über 140 entspricht definitiv deinem Fahrkönnen! Die Skala ist (willkürlich) so gewählt, dass selbst ein grottenschlechter Anfänger kaum unter 100 kommt und wenn jemand Werte von jenseits 160 erreicht gehört dieser zu den Top 1% aller CARV User. Gemäss dieser Einteilung bist du in meinen Augen sogar Kandidat für 150. Ich gebe dir allerdings recht, dass CARV nie einen guten Trainer komplett ersetzen kann. Besser als gar kein Trainer ist es jedoch allemal. Auch, dass man es nicht unbedingt braucht ist richtig (könnte man aber auch zum Trainer sagen, wenn man selber mit dem eigenen Skifahren schon zufrieden ist und keinen höheren Anspruch hat)
Bezüglich deiner Aussage, was CARV fördert und wie es gute Skifahrer zu schlechtem Fahren verleitet würde ich sagen hast du zwar ganz viel Meinung, aber Wissen, das gegen Null geht ;-)

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Re: Carv - Der Skilehrer im Skischuh

Beitrag von extremecarver » 05.02.2026 00:24

Je weiter man hinten absitzt umso mehr kann man am Kurvenende rausbeschleunigen. Ich kenne Carv nicht aber würde annehmen das dies deutlich besser messbar ist wie andere Faktoren - also bessere Punkte bringt. Ich meine was wird da gemessen? Winkel, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Schnelligkeit beim umkanten? Mit Vibrationen kann es ja denke ich wenig anfangen.
GPS, Gyroscope und Accelerometer sind die 3 Sensoren auf denen alles basiert wenn ich das richtig verstehe. GPS scheint nicht mehr wirklich wichtig zu sein, aber ist benötigt damit man bei steilen Pisten keine Abzüge bekommt - weil da relativ gesehen ja weniger Inklination möglich ist vs flacheren Pisten, und Beschleunigung durch Cross Over deutlich weniger an Beschleunigung bewirkt wie im flachen (vs Anteil der Schwerkraft).

Also ich würde sagen, richtig vereiste Piste und dann Kanten mit extra Grat damit ja nichts rutscht - und dann einen Lauf mit richtig viel Fokus auf Cross Over fahren - so wird man die höchsten Punkte bekommen. Cross Trough zwar im Rennlauf am wichtigsten - aber wird per Sensoren nicht gut erfassbar sein - da schon lieber Cross Under und richtig hohe Aufkantwinkel. Da hat mann dann zwar negative Beschleunigung aber halt mehr Inklination. Wie das dann gewertet wird keine Ahnung. Evtl wird ja auch Varianz belohnt? Cross Over und dann ein paar Cross Under einstreuen weil im Rennkurs ist das bei eingen Toren bzw wenn man zu spät ist ja auch nötig. Aber wie gut die Modelle dahinter sind?

Solange man keinen Highsider baut und sich ausspickt ist ja hinten reinsetzen und dann richtig pushen sehr schnell und gut für eine runde Linie. Mit eckiger Linie die zwar effektiv meist schneller ist - kommt man nicht auf die entsprechende Beschleunigung/Inklination vs runder Linie. Glaube kaum das Carv das hinbekommt zu erkennen. Sprich Ted Ligety in Topform mehr Punkte wie Marcel Hirscher in Topform (nicht aktuell sondern so wie sie vor 10 Jahren fuhren) - obwohl Ted nur zweiten Platz macht wenn er sich nicht ausgespict hat...
schnell, riskant, vielseitig bergab
http://openMTBmap.org & www.VeloMap.org

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