Sicherheit im Schnee mit Kindern Equipment?

Spezifisches rund um Kinderski und Skiurlaub mit Kindern.
Fragen zu SkiSCHULEN für Kinder siehe separates Forum SKISCHULEN
bansko
Beiträge: 16
Registriert: 21.11.2018 00:53
Ski: FISCHER PRO MTN FIRE SLR 2
Skitage pro Saison: 14

Sicherheit im Schnee mit Kindern Equipment?

Beitrag von bansko » 11.11.2022 17:47

Ich fahre viel mit meinem 5-Jährigen, mittlerweile ist er ziemlich schnell und selbstständig. Schnee und Berg sind für mich Gefahrenzonen, deswegen trage ich immer gewisse Sachen in meinen Rucksack:
  • Feurmacher div. Art
  • Kohlestäbchen zum Hände warmhalten mit Etui (wird bald mit Taschenwärmer ersetzt)
  • Erste Hilfe Zeug, inkl. Medikamente
  • Messer
  • Notfall Decken und Bivaksack
  • ggf. Reserve Handschuhe / Socken
  • ggf. Powerbank
  • Taschenlampe
  • Wasserfilter Dingens
  • Ein wenig Verpflegung / Essen / Wasser
  • Manchmal sogar normale Schuhe, wenn die Ski zb. unbrauchbar werden, kann man easy runterwandern
Als nächstes kommen Recco Reflektoren.

Das nimmt alles nicht viel Platz ein und ich denke mir, dass es irgendwann den Tag oder die Nacht retten könnte.

Jetzt denke ich mir aber, dass ich in erster Linie meinen Sohn nicht verlieren sollte. Gibt es geeignete Ortungs-Geräte? Macht ein Walkie Talkie Sinn? Sollte ich zb. meinen Sohn am Tag verlieren, könnte man ihn über Recco finden oder kann Recco nicht zwischen einzelnen Reflektoren unterscheiden?
LVS hat ja nur eine Reichweite von 50m + wir gehen eigentlich nicht wirklich außerhalb der Piste, somit eher weniger nützlich?

Was würde am ehesten Sinn machen?
Ich möchte ihm auch einen kleinen Rucksack mitgeben, was könnte da reinkommen, das die Überlebenschancen verbessert? Biwak Sack? Laute Pfeife? Notfall Signal Gerät? Hier hätte ich etwas Sorge vor falschem Alarm.

Benutzeravatar
majortom
Beiträge: 50
Registriert: 18.02.2014 00:07
Vorname: Tom
Ski: Rossignol Hero Elite ST Ti R22 (2021/22)
Ski-Level: 94
Skitage pro Saison: 25

Re: Sicherheit im Schnee mit Kindern Equipment?

Beitrag von majortom » 11.11.2022 18:24

In der einen oder andere Sache kann man ja noch einen gewissen Sinn erkennen. Die meisten Sachen brauchts aber definitiv nicht wenn ihr euch ausschliesslich auf der Piste bewegt. Von welchem schlimmsten Fall gehst den überhaupt aus? Mein Rat: versuch ein bisschen entspannter zu leben. Auf der Piste bist mitten in der Zivilisation. Wenn was passiert kommt nach paar Minuten die Pistenrettung. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass ein Unfall auf der Piste unbemerkt bleibt.

Benutzeravatar
gebi1
Beiträge: 1921
Registriert: 13.03.2011 22:03
Vorname: Martin
Ski: Nordica Unleashed 98, Line Pescado

Re: Sicherheit im Schnee mit Kindern Equipment?

Beitrag von gebi1 » 11.11.2022 18:32

Hä... Gehst du mit deinem Sohn zum Südpol? Als meiner so klein war, fuhr er mit seinen Freunden schon weitgehend selbständig. Das war zwar in unserer überschaubaren Homebase, wo er alles und alle kannte. Wenn die Jungs eine Pause brauchten gingen sie in die Pistenbeiz und tranken da eine Ovi. In grösseren Skigebieten haben wir jeweils einen Treffpunkt vereinbart und abgemacht wie viele Fahrten die Jungs ohne Begleitung von uns Erwachsenen machen durften.

Werd mal n'Bisschen entspannter und erzieh deine Kinder zur Selbständigkeit. Kinder sind nicht aus Zucker, die brauchen auch nicht ständig Erwachsene, die ihnen alles abnehmen.

bansko
Beiträge: 16
Registriert: 21.11.2018 00:53
Ski: FISCHER PRO MTN FIRE SLR 2
Skitage pro Saison: 14

Re: Sicherheit im Schnee mit Kindern Equipment?

Beitrag von bansko » 11.11.2022 19:32

majortom hat geschrieben:
11.11.2022 18:24
In der einen oder andere Sache kann man ja noch einen gewissen Sinn erkennen. Die meisten Sachen brauchts aber definitiv nicht wenn ihr euch ausschliesslich auf der Piste bewegt. Von welchem schlimmsten Fall gehst den überhaupt aus? Mein Rat: versuch ein bisschen entspannter zu leben. Auf der Piste bist mitten in der Zivilisation. Wenn was passiert kommt nach paar Minuten die Pistenrettung. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass ein Unfall auf der Piste unbemerkt bleibt.
Ja, wenn man nur die Pisten-Autobahn ab und runterfährt etc. dann ist das was anderes. Die besten Plätze sind aber prinzipiell nicht dort. Am Berg allgemein kann man sich schon relativ leicht verirren. Sogar im Sommer ist es mir schon passiert, dass ich die Nacht durchwandern muss, weil wir den falschen Weg gegangen sind.

Benutzeravatar
majortom
Beiträge: 50
Registriert: 18.02.2014 00:07
Vorname: Tom
Ski: Rossignol Hero Elite ST Ti R22 (2021/22)
Ski-Level: 94
Skitage pro Saison: 25

Re: Sicherheit im Schnee mit Kindern Equipment?

Beitrag von majortom » 11.11.2022 20:16

bansko hat geschrieben:
11.11.2022 19:32
Ja, wenn man nur die Pisten-Autobahn ab und runterfährt etc. dann ist das was anderes. Die besten Plätze sind aber prinzipiell nicht dort. Am Berg allgemein kann man sich schon relativ leicht verirren. Sogar im Sommer ist es mir schon passiert, dass ich die Nacht durchwandern muss, weil wir den falschen Weg gegangen sind.
Jetzt musst du mir aber erst mal erklären, in welchem Skigebiet und wie man sich derart verirren kann, dass man nicht mehr weiss, wie man "zurück" kommt. Insbesondere wenn man sich, wie du geschrieben hast, nur auf Pisten fährt.
Fälle mit verirrten Skifahrern kommen mir höchstens im Zusammenhang mit mit ausgiebigem Aprés-Ski als wage Möglichkeit in den Sinn.

Benutzeravatar
majortom
Beiträge: 50
Registriert: 18.02.2014 00:07
Vorname: Tom
Ski: Rossignol Hero Elite ST Ti R22 (2021/22)
Ski-Level: 94
Skitage pro Saison: 25

Re: Sicherheit im Schnee mit Kindern Equipment?

Beitrag von majortom » 11.11.2022 21:03

Um deine eigentliche Frage zu beantworten: Weder Recco noch LVS eignen sich dafür jemanden auf weite Distanz zu finden.

wolkeski
Beiträge: 30
Registriert: 13.02.2020 11:06
Vorname: Wolfgang
Ski: Völkl Mantra, Atomic D2 Race SL und weitere

Re: Sicherheit im Schnee mit Kindern Equipment?

Beitrag von wolkeski » 12.11.2022 00:14

Ich kann die beschriebene Situation persönlich auch nicht ganz nachvollziehen, aber schau Dir mal Apple AirTags an (iOS Devices müssen in der Nähe sein, um etwas wiederzufinden, was auf den Pisten ja reichlich gegeben sein sollte). Alternativ Vodafone Curve mit GPS und eigener eSIM (hier muss Mobilfunk-Empfang gegeben sein).

bansko
Beiträge: 16
Registriert: 21.11.2018 00:53
Ski: FISCHER PRO MTN FIRE SLR 2
Skitage pro Saison: 14

Re: Sicherheit im Schnee mit Kindern Equipment?

Beitrag von bansko » 12.11.2022 21:17

majortom hat geschrieben:
11.11.2022 21:03
Um deine eigentliche Frage zu beantworten: Weder Recco noch LVS eignen sich dafür jemanden auf weite Distanz zu finden.
RECCO kann bis zu 200m Reichweite haben, bei Oberfläche. Damit kann ein Heli in kürzester Zeit eine riesigen Fläche abdecken. Es wird viel kritisiert, weil es in Lawinen Situationen weniger bringt als LVS, aber das ist ein ganz anderes Thema.

bansko
Beiträge: 16
Registriert: 21.11.2018 00:53
Ski: FISCHER PRO MTN FIRE SLR 2
Skitage pro Saison: 14

Re: Sicherheit im Schnee mit Kindern Equipment?

Beitrag von bansko » 12.11.2022 21:35

wolkeski hat geschrieben:
12.11.2022 00:14
Ich kann die beschriebene Situation persönlich auch nicht ganz nachvollziehen, aber schau Dir mal Apple AirTags an (iOS Devices müssen in der Nähe sein, um etwas wiederzufinden, was auf den Pisten ja reichlich gegeben sein sollte). Alternativ Vodafone Curve mit GPS und eigener eSIM (hier muss Mobilfunk-Empfang gegeben sein).
Die Apple Tags habe ich mir schon mal angesehen, das ist gar nicht so schlecht, wobei leider die Reichweite etwas gering ist.
Der GPS Tracker klingt sehr attraktiv. Leider nicht viele Infos auf der Seite. Gibt es diesen Dienst noch? Ansonsten wäre wahrscheinlich eine Smart Watch mit sim eine Lösung. Am Berg hat man halt auch nicht immer Empfang, aber das wäre schon besser als nichts.
majortom hat geschrieben:
11.11.2022 20:16

Jetzt musst du mir aber erst mal erklären, in welchem Skigebiet und wie man sich derart verirren kann, dass man nicht mehr weiss, wie man "zurück" kommt. Insbesondere wenn man sich, wie du geschrieben hast, nur auf Pisten fährt.
Fälle mit verirrten Skifahrern kommen mir höchstens im Zusammenhang mit mit ausgiebigem Aprés-Ski als wage Möglichkeit in den Sinn.
Im Winter reicht nicht einfach zurückkommen, man muss zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückkommen. Wenn die Lifte zu sind und die letzte Check-Fahrt getan ist ist es vorbei mit dem zufällig gerettet werden. Die Nacht durchwandern im Sommer ist kein Problem. Die Nacht versuchen den Hügel wieder raufzuklettern, weil man einen verschneiten Wanderweg auf der falschen Seite des Bergs runtergefahren ist, das Ganze vielleicht sogar mit Ski Schuhen kann schnell lebensbedrohlich werden. Außerdem hast du denke ich den Kontext "5 Jähriger" nicht ganz berücksichtigt. Da ist nix mit Apreski.
Ich bin so ausgestattet, dass ich mit einem gebrochenen Bein und ohne Empfang bis zum nächsten Tag überlebe oder eine Nacht auf einem Sessellift verbringen könnte, ohne dass man mir anschließend die Finger und Zähen amputieren muss. Je nach Situation habe ich auch meine Schuhe mit. Wenn meine Ski zum falschen Zeitpunkt aufgeben, muss ich nicht 1000 Höhenmeter in Skischuhe hochwandern. Finds aber OK wenn das anderen egal ist. Yolo ;)

Hier noch ein gutes Beispiel wie mal nicht alles nach Plan läuft mit den Kindern: https://de.newsner.com/familie/jaeger-r ... -verloren/

Benutzeravatar
majortom
Beiträge: 50
Registriert: 18.02.2014 00:07
Vorname: Tom
Ski: Rossignol Hero Elite ST Ti R22 (2021/22)
Ski-Level: 94
Skitage pro Saison: 25

Re: Sicherheit im Schnee mit Kindern Equipment?

Beitrag von majortom » 13.11.2022 03:30

bansko hat geschrieben:
12.11.2022 21:35
Außerdem hast du denke ich den Kontext "5 Jähriger" nicht ganz berücksichtigt. Da ist nix mit Apreski.
Keine Sorge, ich hab den Kontext mit deinem 5 Jährigen sehr wohl verstanden ;)
Damit wollte ich nur drauf Hinweisen, dass die Gefahr sich in einem Skigebiet zu verirren vor allem bei volltrunkenen Personen zu suchen ist. Die Gefahr, dass dies (sich zu verlaufen) einem Kind, noch dazu in Obhut, passiert und dieses dann auch noch tatsächlich in eine Lebensbedrohliche Lage kommt, dürfte doch geringer sein. Persönlich halte ich diese Gefahr derart klein, dass ich mir diesbezüglich, trotz des Beispieles in deinem Link, keine Sorge machen würde. Genausowenig wie ich mich sorgen würde, dass meinem Kind bei der Anfahrt ins Skigebiet im Auto oder ÖV was schlimmes zustossen könnte.
Übertriebene Sorge gegenüber seinen Kinder ist zwar gut gemeint, schlussendlich kann es aber dazu führen, dass sich diese Sorge als Unsicherheit auf die Kinder überträgt, was dann schlussendlich alles andere als förderlich für deren Entwicklung ist und auch dazu führen kann, dass die Kinder sich gar nichts mehr zutrauen, weil ja alles "ultragefährlich" ist und sie sich in letzter Konsequenz in heiklen Situationen derart unsicher und ungeschickt verhalten, dass sie sich in dieser Unsicherheit auf andere Art und Weise in Gefahr bringen. Häufig zu beobachten bei Kindern von Helikoptereltern.

Recco funktioniert in Lawinensituationen im übrigen schon sehr gut. Allerdings benötigt man dazu ein Suchgerät, das aufgrund seiner Grösse und Gewicht primär profesionellen Rettungstruppen angedacht ist. Für Privatgebrauch wüsste ich nicht mal, ob man die kaufen kann. Eine sofortige Kameradensuche ist ohne ein solches Gerät nicht möglich. Im Gegensatz dazu haben alle LVS Geräte eine Suchfunktion bereits integriert.

Antworten
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag