Kinderski -> Erwachsenenski

Spezifisches rund um Kinderski und Skiurlaub mit Kindern.
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goodie_1401
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Kinderski -> Erwachsenenski

Beitrag von goodie_1401 » 10.01.2020 19:28

Hallo zusammen,

ich bin ja bekanntlich bei der Hardware ein hoffnungsloser Fall und kenne mich damit quasi gar nicht aus. Daher möchte ich nochmal euer Fachwissen angraben.

Mein Sohn ist zur Zeit 11 Jahre, 153 cm groß und 44 kg schwer, sehr sportlich und auf Ski technisch super. Er hat diesen Urlaub den Kurzschwung im Steilen für sich entdeckt und turnt durch jeden Funpark... Ich kneife da besser die Augen zu, für meine Nerven ist das nix. :D

Diese Saison wird er die zweite Saison seinen K2 Shreditor fahren und ist glücklich und zufrieden. Allerdings wächst er ja bekanntlich noch weiter und wird mir sicher nächste Saison schon in die Augen gucken. Da er aktuell die gleiche Schuhgröße hat wie ich hat er sich nach einer Pause meinen Ski angeschnallt und wollte ihn ausleihen. (Elan SLX in 155cm) Ich hab ihn erstmal wieder aus der Bindung geschubst und ihm nen Vogel gezeigt: "Meiner!" Ich habe ihn dann ein kleines Stück am Ende des Tages zum Parkplatz fahren lassen und zur "Belohnung" durfte er ihn dann zum Auto schleppen. :D Da war er schon ob des Gewichtes am jammern... :lol:

Allerdings stellt sich mir die Frage ab wann man von den Kinder/Jugendski auf normale Erwachsenenmodelle umsteigt.
In unserem Fundus stehen noch ein Edelwiser Swing und ein Atomic Redster beide in 165 cm.

Wann hören die Jugendski auf? Und ab wann wäre es sinnvoll einen Erwachsenenski zu wählen?
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extremecarver
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Re: Kinderski -> Erwachsenenski

Beitrag von extremecarver » 11.01.2020 09:07

153 / 44kg. Einige Frauen sind auch in dem Bereich. Jugend rennski, oder Erwachsene Ski, was anderes würde ich da nicht mehr kaufen.

165er Ski, irgendwie ein bisserl komisch Länge/Radius für die Größe, aber wieso nicht. Ausser halt kein twintip, und der Radius ist für Funpark suboptimal. die Alten für Funpark, sie 165 er für den Rest. Im Funpark reicht ein 140er twintip bei der Größe sicher noch besser.

Weil 360 und mehr macht mit großem/schweren ski Null Spaß. Von Loop oder Flip gar nicht zu sprechen.
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Re: Kinderski -> Erwachsenenski

Beitrag von latemar » 12.01.2020 09:42

Kommt auch darauf an wie Park/Piste gewichtet werden.
Wenn mehr Piste dann einen FIS SL Jugendcarver, Gewicht ist da nie ein Problem, evtl. aber die Länge.
Auch ein Rossi ST mit der normalen Platte geht ab nächsten Jahr locker.

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gebi1
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Re: Kinderski -> Erwachsenenski

Beitrag von gebi1 » 12.01.2020 12:20

Was heisst Funpark? Springt er da über Buckel und hüpft etwas rum oder geht er in den Park, und versucht da 180er/360er Front/Backflip zu springen, fährt Rails und Boxen und macht da Drehungen, kann er switch fahren?

Wenn das Parkfahren ernsthaft betrieben wird, sind normale Pistenski völlig untauglich. Für Kinder reicht es, wenn der Ski bis zum Kinn reicht. Je leichter das Schwunggewicht, desto einfacher gelingen Drehungen. Dafür muss auch die Bindung möglichst zentral oder gar mittig montiert sein.

Mit Slalomski in den Park ist gefährlich, zu schwer, Bindung zu weit hinten, zu aggressiv abgestimmt, zu kleiner Radius. Davon würde ich dringend abraten! Mit Twintips auf der Piste ist das Fahren hingegen kein Problem. Die Ski sind gute Allrounder, die sowohl beim langen und kurzen Schwung Spass machen.

Sollte er neue Twins brauchen, kann er auch schon bald auf ein Erwachsenenmodell wechseln. Den K2 Press gibt es bereits ab 139 cm. Ein toller Ski für Parkbeginner, der einem das Erlernen der Tricks einfach macht. Zusammen mit einer Marker Free Ten gibt es ihn schon für 278,- Euro.

Gruss
Martin

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Re: Kinderski -> Erwachsenenski

Beitrag von Lothar » 12.01.2020 12:48

Hallo Petra,
von Funparks und passende Ski zu diesem Zweck hab' ich keine Ahnung, da kann ich nichts Hilfreiches beitragen. Zum Thema Pistenski für Kinder: Bei unserem Sohn, der technisch gut und ziemlich flott fährt, haben wir den Umstieg auf Erwachsenski mit 15 Jahren gemacht, wäre vielleicht auch ein Jahr früher gegangen. Bis dahin ist er SL-Jugendrennski gefahren, bis zum längsten verfügbaren Modell.
Wir haben dann mehrere SL-Topmodelle im Consumer-Bereich während einer Urlaubswoche gemietet und haben dann letztlich eine Head i.SL gekauft. Im Verleih waren sie aufgrund des geringen Gewichts unseren Sohnes ziemlich skeptisch, das war aber Blödsinn, er konnte diese Ski ohne Probleme fahren und auch im Radius drücken.
Beim Umstieg auf einen sehr sportlichen Erwachsenenski würde ich vermutlich noch etwas warten, ein einfacher zu fahrender Ski dürfte schon bald gut funktionieren.
Den Swing würde ich als absolut unkritisch einschätzen, lass' ihn den doch einfach mal fahren. Ich bin den Swing selbst eine Zeit gefahren, der ist ja vollkommen zugänglich.
Gruss, Lothar

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Re: Kinderski -> Erwachsenenski

Beitrag von Uwe » 12.01.2020 15:12

Hi Petra,
was sagt denn dein Sohn dazu?
Lass ihn doch selbst entschieden, ob er mit den Ski zurecht kommt.
Uwe

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Re: Kinderski -> Erwachsenenski

Beitrag von goodie_1401 » 12.01.2020 20:32

gebi1 hat geschrieben:
12.01.2020 12:20
Was heisst Funpark? Springt er da über Buckel und hüpft etwas rum oder geht er in den Park, und versucht da 180er/360er Front/Backflip zu springen, fährt Rails und Boxen und macht da Drehungen, kann er switch fahren?

Mit Slalomski in den Park ist gefährlich, zu schwer, Bindung zu weit hinten, zu aggressiv abgestimmt, zu kleiner Radius. Davon würde ich dringend abraten! Mit Twintips auf der Piste ist das Fahren hingegen kein Problem. Die Ski sind gute Allrounder, die sowohl beim langen und kurzen Schwung Spass machen.
vielen Dank für den Input!
Was heißt ernsthaft? Sicher strebt er keine Karriere als Profifreestyler an. :D Zur Zeit sind wir als Familie unterwegs und wenn ein Funpark in die Reichweite kommt, dann dürfen die Kids da fahren. Und wenn es die Möglichkeit gibt, dass wir Eltern schon zum Apres-Ski abbiegen und die Kinder noch bis zum Liftschluss über irgendwelche Kicker fahren können, dann dürfen sie das auch. (So wie im Edelweistal in Colfosco)
Der Große übt gerade fleißig die Landung rückwärts und bekommt sie inzwischen auch gut hin. Rails lässt er links liegen, Boxen werden mitgenommen. Switch fahren hab ich ihm heuer gezeigt, das probiert er jetzt auch auf flachen Pisten.


Der Hinweis, dass Slalomski im Park gefährlich werden können, ist für mein Mutterherz eigentlich schon Argument genug. Dann soll er lieber weiter Twintips fahren. (zur Zeit steht er eh darauf!)

@Uwe klar darf er mitreden aber es muss ja schon Sinn und Verstand haben. Aus 2-3 für ihn guten Lösungen darf er wählen aber was zur Auswahl steht, das entscheiden wir Erwachsenen. ;-)

@Lothar an meinen alten Swing hab ich auch schon gedacht. Wobei der ja echt sauschwer ist.

Aber es geht ja nix über gute Argumente. Wenn ich ihm sage, dass die schweren Erwachsenenski ihn im Park hemmen, dann dürfte das Thema, dass er meine Ski will, fix vom Tisch sein. :D
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Re: Kinderski -> Erwachsenenski

Beitrag von extremecarver » 12.01.2020 21:02

Switch geht auch mit nicht TwinTip gut - solange die Pisten noch relativ frisch gewalzt ist.

Früh anfangen ist gut - da ist die Verletzungsgefahr noch niedriger bzw der Ehrgeiz geringer die wirklich gefährlichen Sprünge zu riskieren. Ich hatte genug Freunde die mit 15-17 Jahren nichts außer Funpark im Sinn hatten. Aber begonnen hatten wir alle viel jünger, und mit 18-19 hatte dann jeder die erste dicke Verletzung hinter sich und einiges an Wettkampferfahrung. Spät beginnen viel blöder. Nur damals waren die Parks viel schlechter gebaut (außer halt die schon Ende der 90er/Anfang 00er Jahre guten Parks wie Dachstein Superpark, Kreischberg, Kaunertaler, Laax, Davos usw). Boxen und Rails gabs damals ja noch kaum, zumindest keine gescheiten wie derzeit. Slopestyle als eigener Bewerb kam ja erst lange nach Halfpipe und Big Air.


Könnts ihr ihm nicht zwei paar Ski geben/mitnehmen. Den Swing für die Piste, und die Twintips weiter für Park. Und wenn ihr ihn nicht über große Kicker springen sehen wollts, dann nicht in Gebiete fahren die einen richtig ordentlichen Funpark haben - ala Flachau, Mayrhofen, Kaltenbach, Laax, Davos, Kühtai bzw Gletscher im Herbst/April-Mai - fahren. Weil dann fährt er wohl keinen Meter Piste mehr, und meldet sich retour zu Hause sofort im Trampolinverein (ohne viel viel Trampolinspringen mit ordentlich Training geht nix weiter bei Big Air) an.
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Re: Kinderski -> Erwachsenenski

Beitrag von goodie_1401 » 12.01.2020 22:01

@extremecarver Gestern kam ja Freestyle im TV und da saß er fasziniert vor. Da hab ich ihm auch gesagt, dass dies sicher auf dem Trampolin einstudiert und trainiert wird, genauso wie beim Wasserspringen. :D Da seine Passion aber Fußball ist und wir im Flachland wohnen, wirds soweit eher nicht kommen.

Am Kronplatz waren auch drei so riesen-Kicker und einige Burschen sind da auch drüber. Schon cool!
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Re: Kinderski -> Erwachsenenski

Beitrag von extremecarver » 12.01.2020 22:20

Ja sicher nicht alles - aber die Basics lernt man am schnellsten am Trampolin. So viel kann man kaum über Kicker springen, um das ohne Trampolin Intus zu bekommen. Von ein paar Superstars evtl ausgenommen - aber die komplette Orientierung in der Luft mit Fixpunkten usw - dass geht halt über Turnen/Trampolin. Und ohne super flexibel zu sein (dass ist der Punkt wo es vor allem anderen bei mir schon scheitert) geht auch nix. Und im Prinzip bin ich sicher - auch die ganzen Pros haben am Trampolin (oder evtl andere Turnarten) ihre Basics gelernt, und sind auch sicher immer wieder in der Turnhalle zu finden.

Eine Waterramp ist dann super um es halb real zu lernen - ähnlich wie springen in Tiefschnee (nur dass ist für nicht Pros - die eben nicht mal schnell eine Pistenraupe haben um den Monsterkicker im PowPow aufzubauen noch unrealer. Und selber schaufelt man halt mit 3-4 Personen schnell 3-4 Stunden um dann nur 6-7 Sprünge pro Person mit sicher weicher Landung zu haben). Aber grad selberschaufeln - finde ich in dem Alter wichtig. Sprich im Frühling retour vom skifahren, raus mit Schaufel zu einem Hang und Kicker bauen. Und nach der Waterramp/Powder kann man es dann auch im Funpark machen. Bei mir ist es mangels Freestyle Talent und Vorausssetzungen real dann nie über 540 Switch, Flips auf Ski, und einfache Loops/Flips am Board sowie inverted 3er/5er hinausgekommen. Bis dahin kann man es recht schnell schaffen als Kind mit etwas Ambition. Drüber gehts nur mit Turnverein oder Ausnahmetalent. Auf der Waterramp hab ich schon 7er, Doubleflips und Rodeo 900 usw geschafft, und das auch in 2 von 3 Sprüngen gut gelandet - aber das war mir nicht sicher genug es im Funpark oder Freeride Comps auch umzusetzen. Etwas geübt hab ich halt vor allem weil auch schon Anfang der 00er Jahre bei Freeride Comps Tricks wichtig wurden - und grade ein Frontflip auf großen Kickern - ist der sicherste/einfachste Sprung. Auch Backflip sitzt dann bald so locker dass man den lieber mal springt wie einfach Straight drüber wenns etwas größer wird. Rotation ist immer gut - dann kann man im Tiefschnee auch mal absichtlich am Rücken landen um die Beine/Knie zu schonen. Und daher sehe ich bei Teens Freestyle schon als wichtig an - solange nicht rein Piste das Ziel ist. Egal wie weit man kommt. Ist dasselbe wie immer mal wieder Basics zu üben ala Rückwärtsfahren, auf Skischuhen eine Abfahrt, blaue/rote Piste nur mit einem Ski runter (einen Ski hochheben macht IMHO wenig Sinn), Kreiseln usw. Erhöht einfach das Skigefühl. Früher im Snowboardkader hatten wir jeden Tag 20 Minuten irgendwelche "blöden" Basicübungen die nichts mit normalen boarden zu tun haben.
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