Hüftknick, Vorseitbeuge, Oberkörper nach innen???

Alles zur Skitechnik. Siehe auch Berichte Carving- und Ski-Lehrplan, sowie Besser Skifahren für Fortgeschrittene
rore
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Hüftknick, Vorseitbeuge, Oberkörper nach innen???

Beitrag von rore » 04.02.2004 14:26

Ich hab jetzt mittlerweile in einigen threads hier gelesen. Hüftknick (Vorseitbeuge). Oberkörper in der Kurve nach aussen usw.... sind veraltet Techniken, stattdessen kommt der oberkörper in die kurve rein ???
Ich hab mir jetzt mal ein paar Bilder von Rennläufern angesehen, die meiner Meinung nach perfektes Carven im Rennlauf zeigen:
[ externes Bild ][ externes Bild ]

Für mich sieht das mit dem Oberkörper immer noch nach einem Hüftknick, oder wie man auch sagt Vor- Seitbeuge (nach aussen) des Oberkörpers aus....

KOSTI
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Re: Hüftknick, Vorseitbeuge, Oberkörper nach innen???

Beitrag von KOSTI » 04.02.2004 15:25

rore hat geschrieben:Ich hab jetzt mittlerweile in einigen threads hier gelesen. Hüftknick (Vorseitbeuge). Oberkörper in der Kurve nach aussen usw.... sind veraltet Techniken, stattdessen kommt der oberkörper in die kurve rein ???
hier steht ja auch in einigen threads, dass ein 138er rtc ein überirdischer ski für jeden fahrer, jedes gelände und jede geschwindigkeit ist :wink:

eine schöne sache an den skiern mit kleinem radius ist, dass man sie komplette über lage fahren kann, aber die werkzeuge des bein od. hüftorientierten aufkantens und ausgleichens will wahrscheinlich fast keiner der "kompletten skifahrer" missen.

des weiteren wird in vielen threads "änfänger-lern-erleichterungs-technik" mit "richtig krass skifahren" vermischt und man kann schlecht zuordnen welches post in welche schublade gehört. z.b. macht ein anfänger auf flacher piste allein durch das drehen seines oberkörpers samt hüfte eine kurve in diese richtung, weil automatisch ein aufkantwinkel erzeugt wird, ein sl-fahrer könnte aber wenig damit anfangen wenn er am ende einer kurve den oberkörper bergwärts verdreht hat -> ein fetter highsider wird's das höchstens.
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und den hier http://www.freeride.eu/img/review/large/1005.jpg

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Beitrag von nicola » 04.02.2004 15:26

perfektes Carven im Rennlauf
ist limitiertes carven:
durch das materialreglement (plattenhöhe und skibreite ist nicht optimal gegen bootouts)
durch die stangen - mit gestrecktem lean möchte ich nicht dagegen fahren, das gibt bauchweh :D

ausserdem kann man nicht generell sagen, dass die vorseitbeuge jetzt nicht mehr "gilt" es gibt situationen wo sie auch zweckmässig sein kann...

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Beitrag von Miche » 04.02.2004 15:28

AUTSCH!

Die fahren ja voll in die gelbe Stange rein... :P


Nein, im Ernst, mal ne Gegenfrage: Wie willst du ums (normale, nicht das gelbe...) Tor rumfahren, wenn du keinen Hüftknick machst, aber die Skis trotzdem für die Kurve extrem aufkanten willst?

Wenn man im Rennsport ohne Hüftknick fahren möchte, müsste man Bojen einsetzen, insofern kannst du den Rennsport nicht direkt mit dem normalen Skifahren vergleichen.

Aber Hüftknick kann natürlich auch beim normalen Skifahren ganz nützlich sein. Durch den Hüftknick bist du in der Lage den Ski stark aufzukanten ohne dass der Schwerpunkt zuweit nach aussen kommt und du den Halt verlierst. Ich find's beispielsweise bei gecarvten Kurzschwüngen mit hohem Tempo (Slalomcarven) eine ganz fitzige Technik. Doof ist es dann halt einfach, wenn man mmer mit Hüftknick fährt, weil man's gar nicht anders kann... (shame on me... :roll: )

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Re: Hüftknick, Vorseitbeuge, Oberkörper nach innen???

Beitrag von Uwe » 04.02.2004 15:43

KOSTI hat geschrieben: ... des weiteren wird in vielen threads "änfänger-lern-erleichterungs-technik" mit "richtig krass skifahren" vermischt und man kann schlecht zuordnen welches post in welche schublade gehört. ...
Ja, bei einigen Theman muß man schon ganz schön mitdenken, um zu verstehen ... :D
Grundsätzlich gibt es kaum ein Richtig oder Falsch, sondern es kommt meist auf die Situation an ...
- Will man sich einfach der Kante nach "treiben lassen", hat genug Platz auf der Piste "reicht" es, einfach über Lage (gerade gestreckter Oberkörper) zu fahren.
- Muß der Radius aber kleiner werden und reicht der Aufkantwinkel der Lage nicht aus, kann man den Aufkantwinkel z.B. durch den Hüftknick vergrößern
- Bei größeren Radien kann man den Oberkörper mitnehmen bzw. vordrehen, bei Slalomradien sollte er "in der Falllinie" bleiben.

Das schöne ist, dass es viele Möglichkeiten gibt. Und jeder sollte mal alles ausprobieren ... auch um wirklich zu verstehen, was hier "theoretisiert" wird ... dann wird man am besten feststellen, was, wann und wie wirkt ... und wann es Sinn macht, und wann eher nicht :D
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Re: Hüftknick, Vorseitbeuge, Oberkörper nach innen???

Beitrag von urs » 04.02.2004 15:56

rore hat geschrieben:Für mich sieht das mit dem Oberkörper immer noch nach einem Hüftknick, oder wie man auch sagt Vor- Seitbeuge (nach aussen) des Oberkörpers aus....
hallo rore

hüftknick und vorseitbeuge sind nicht das gleiche. bei deinen bildern ist jeweils das aussenbein in längsrichtung gestreckt und der oberkörper mehr oder weniger in fahrtrichtung. hier genügt ein hüftknick, wobei du die hüftinnenseite nicht zu stark nach hinten kippen solltest.

eine vorseitbeuge macht sinn, wenn du die knie seitlich gegen den hang drücken willst. fährst du z.b. beim kurzschwingen taloffen, ergibt sich relativ zur skistellung automatisch eine vorseitbeuge.

gruss urs

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Beitrag von KOSTI » 04.02.2004 16:01

nicola hat geschrieben:
perfektes Carven im Rennlauf
ist limitiertes carven:
durch das materialreglement (plattenhöhe und skibreite ist nicht optimal gegen bootouts)
durch die stangen - mit gestrecktem lean möchte ich nicht dagegen fahren, das gibt bauchweh :D

ausserdem kann man nicht generell sagen, dass die vorseitbeuge jetzt nicht mehr "gilt" es gibt situationen wo sie auch zweckmässig sein kann...
zumal die gekrümmte kurvenlage (vorseitbeuge, hüftknick, beinorientiertes kanten) sogar auch ohne materialbeschränkungen und ohne im weg stehende stangen von "wirklich guten fahrern" verwendet wird:
[ externes Bild ]
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und den hier http://www.freeride.eu/img/review/large/1005.jpg

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Re: Hüftknick, Vorseitbeuge, Oberkörper nach innen???

Beitrag von Gast aus der Schweiz » 05.02.2004 08:10

KOSTI hat geschrieben: hier steht ja auch in einigen threads, dass ein 138er rtc ein überirdischer ski für jeden fahrer, jedes gelände und jede geschwindigkeit ist :wink:
Gebe ich Dir als Besitzer eines 38er nicht recht :P ... jede Geschwindikeit und jedes Gelände sind nicht die Stärken eines 38er. Dieser Ski hat seine Stärke in eng gefahrenen Radien bei mittlerer Geschwindigkeit. Erst da braucht er keine Konkurrenz zu scheuen :D
nicola hat geschrieben: durch das materialreglement (plattenhöhe und skibreite ist nicht optimal gegen bootouts)
Sehr gute Skifahrer machen mit Standhöhen um die 40 mm Turns, die Dich zum Staunen bringen. Ich musste dies erleben bei Walter Kuchler (mit einem Atomic 1:20) und Lasse Kjus (handelsüblichen Omeglass64). Ein Bootout hängt nicht nur von der Standhöhe ab. Diese Leute stehen auf jeden handelüblichen Ski und kurven Dir Turns vor, dass Dir schwindelig wird :D


Gruss
AMOEL
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RTC 28er (der Funcarver schlechthin :-)))
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alte Unterwäsche :-), uralte Skibekleidung Jg. 1967 :-)

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Veraltete Techniken

Beitrag von Gast » 05.02.2004 10:00

Ich hab jetzt mittlerweile in einigen threads hier gelesen. Hüftknick (Vorseitbeuge). Oberkörper in der Kurve nach aussen usw.... sind veraltet Techniken, stattdessen kommt der oberkörper in die kurve rein ???
Wahrscheinlich als veraltet abgestempelt, weil noch kein englisches Wort dafür erfunden worden ist. :)

Wenn man die Postings in diese Foren liest, muss man wirklich sehr vorsichtig sein und nicht jede Aussage als bare Münze nehmen (gell Kosti). Da wir uns hier in einem Carving-Forum bewegen, sind die oben genannten Techniken für das reine Carving, gerade auch zum Erlernen, schon eher unnötig. Hier bewegen wir auf einem schulischen Gebiet, wo die Techniken halt in ihrer "reinsten" Form unterrrichtet werden müssen.

Man darf jedoch nicht den Fehler machen, andere Kernelemente als falsch oder veraltet zu bezeichnen. Denn gerade diese Vielfalt an Möglichkeiten geben dem Skifahrer - sorry - Carver, die Möglichkeit, in den unterschiedlichsten Situationen richtig und korrekt zu fahren. Und so sind die eingangs erwähnten Techniken in einer Rennsituation halt immer noch unverzichtbar.

Seid jedoch bestrebt, jede gute Technik zu lernen und zu differenzieren wo, wann und wie diese einzusetzen sind. Diese Vielfalt an Möglichkeiten ist eben das, was Skifahren so interessant macht und schlussendlich ist die Beherrschung dieses Repertoires auch was den guten Skifahrer ausmacht.

So long keep skiing
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Beitrag von nicola » 05.02.2004 10:50

ad Hüftknick
Wahrscheinlich als veraltet abgestempelt, weil noch kein englisches Wort dafür erfunden worden ist.
diese diskussion hatten wir bereits so massiv, dass ich sogar eine umfassendere zusammenfassung erstellt habe
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Der weisse Tisch - eine neue Sprache für neue Ästhetik?
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