Kleiner Spalt zwischen skikante und belag defekt?

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Jhenge10
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Kleiner Spalt zwischen skikante und belag defekt?

Beitrag von Jhenge10 » 06.02.2018 18:14

Hallo!
Ich habe an meinem ski einen ganz kleinen Spalt zwischen skikante und belag entdeckt. Ich weiß nicht ob das unbedenklich ist oder ein Fall für die Tonne :-? . An der Stelle ist der Belag auch leicht erhaben (evtl schon aufgequollen)? Ein paar Bilder im Anhang! Vielen Dank für eure Hilfe
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Jhenge10
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Re: Kleiner Spalt zwischen skikante und belag defekt?

Beitrag von Jhenge10 » 06.02.2018 19:43

Nachtrag, die Vorspannung der beiden ski sind auch unterschiedlich. Ski mit defekt 4mm Wölbung ski ohne defekt 7mm Wölbung. Ist das normal?

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Re: Kleiner Spalt zwischen skikante und belag defekt?

Beitrag von Pancho.Ski » 06.02.2018 20:26

Was haben die Teile denn schon alles erlebt? Sprich wieviel Skitage? Teure Bretter?

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Re: Kleiner Spalt zwischen skikante und belag defekt?

Beitrag von Pancho.Ski » 06.02.2018 20:54

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Könnte mir vorstellen, dass die tiefen Macken (blauer Kreis) durch Feindkontakt in Pfeilrichtung verursacht wurden und so gleichzeitig die ganze Kante etwas nach außen gerissen wurde. Spekulation natürlich, aber so ein Spalt kommt ja irgendwo her. Da die Macken sich nicht in der Kante in Form von Kratzern fortsetzen, spricht einiges dafür, dass die Kante an dem Hindernis hängengeblieben ist und die Energie so aufgenommen wurde.(?)

Dann würde ich bei einem alten Ski nicht mehr viel dran machen, hätte auch nicht mehr so das 100%ige Vertrauen in die Sache.

Kann dann auch wirklich sein, dass durch den so entstandenen Spalt und das leicht herausgerissene Zackenprofil der Kante Wasser rein ist und da was gequollen ist. Wenn die Erhebung so groß ist, dass beim nächsten Schleifen der Belag durch wäre, ist der Ski meiner Meinung nach auf jeden Fall reif für die Tonne.

Lässt sich die Erhebung im Belag zurückdrücken, oder ist das eine harte Beule?

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Re: Kleiner Spalt zwischen skikante und belag defekt?

Beitrag von Jhenge10 » 06.02.2018 23:50

200€ gebraucht. Head supershape Rally von 2013/2014

Die pfeilrichtung und dir Schlussfolgerung finde ich auch schlüssig. Vor allem da nunja genau hier der Spalt ist der dann außerhalb der schadstelle wieder verschwindet. Vor allem stört mich die Vorspannung. Ist es normal dass die ski so eine krasse unterschiedliche Vorspannung haben? 4mm an dem ski mit Schaden 7,5mm an dem ski ohne Schaden. Meine Vermutung ist auch dass der ski für die Tonne ist.

Kann mir nur erklären dass die kante etwas rausgerissen wurde. Und Wasser eingedrungen ist.. So eine.. Doofe Sache
Beule lässt sich übrigens nicht eindrücken

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Re: Kleiner Spalt zwischen skikante und belag defekt?

Beitrag von Pancho.Ski » 07.02.2018 00:36

Also ich würde mich von den Brettern verabschieden. Wenn man unbedingt einen Rettungsversuch starten will, kann man 2k-Kleber anrühren und den Spalt damit verschließen. Vorher gut trocknen, vielleicht mit dem Fön warm machen, damit Restfeuchte entweichen kann. Hier im Forum hab ich gelesen, dass man den angemischten 2k mit Waschbenzin verdünnen kann, so wird er dünnflüssiger und gelangt auch in feinste Ritzen - klang für mich gut, hab ich so aber selber noch nicht gemacht. Würd ich aber nur an gut durchlüfteten Stellen machen :wink: - ist nicht gesund und leicht entflammbar, also aufpassen!

Dann kann man die Teile vielleicht noch ne Weile fahren, aber keiner kann dir sagen, wie sicher das hält. Entscheidend wird sein, ob es weiter quillt und was beim nächsten Belagschliff passiert. Wenn die Beule hoch genug ist, schleift es an der Stelle den Belag durch. Gut, da kann man mit ausstanzen noch rummurksen, aber ehrlich, mir wärs das angesichts des unsicheren Ausgangs nicht wert. Vielleicht wenn Du Zeit und Lust hast, dann haste ein paar Steinski...

Die unterschiedliche Vorspannung kann natürlich vom Crash und dem Quellen kommen, schwer zu sagen. Fühlen sich die Bretter denn unterschiedlich an beim Fahren wenn man rechts und links tauscht?

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Re: Kleiner Spalt zwischen skikante und belag defekt?

Beitrag von Jhenge10 » 07.02.2018 09:10

Bin die Skier noch nicht gefahren war ein gebraucht kauf. Also für n kleinen Schein würde ich sie noch versuchen zu retten als Stein ski aver soll mein Haupt ski werden da will ich keine Kompromisse eingehen. Soll ja Spaß machen! Werde sie wohl zurück bringen, das ist mir auch zu heikel. Da leiste ich mir dann dich lieber neue :)

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Re: Kleiner Spalt zwischen skikante und belag defekt?

Beitrag von Pancho.Ski » 07.02.2018 10:35

Du bist die noch nie gefahren? :o

Hast Du die gekauft, ohne sie anzuschauen? Also da hat dir jemand die Katze im Sack verkauft, wenn der Verkäufer nicht auf diese Mängel hingewiesen hat. Ich würde den Verkäufer kontaktieren und versuchen den Kauf rückgängig zu machen. Grenzt für mich an arglistige Täuschung. So einen Feindkontakt, der so eine Macke bewirkt, spürt man auch beim Fahren...

Mit der neuen Info würde ich selbst nix dran machen. Kohle zurück verlangen und was gescheites kaufen!

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Re: Kleiner Spalt zwischen skikante und belag defekt?

Beitrag von NeusserGletscher » 08.02.2018 00:16

Normalerweise sollte bei den Ski im unbelasteten Zustand in etwa gleich viel Luft unter der Bindung sein. Die Vorspannung kannst Du natürlich nur unter Belastung ermitteln, in dem Du jeweils einen Ski mit einem Gewicht beaufschlagst und dann den "Federweg" misst.

Was den Schaden anbelangt hat Andreas bereits alle relevanten Punkte angesprochen. War es ein Kauf von Privat oder bei einem Händler? Wären es meine Ski gewesen, ich hätte sie in den Sperrmüll gegeben.
Was man selbst erledigt können andere nicht verkehrt machen.

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Re: Kleiner Spalt zwischen skikante und belag defekt?

Beitrag von Pancho.Ski » 08.02.2018 11:17

Hab mal in einem Neugierschub á la „Jugend forscht“ zwei der Bretter unserer kleinen Skigang, die ich hier im Keller horte, mal auf den Fließenboden gelegt und die Wölbung vermessen. Einfach weil ich da noch nie drauf geachtet habe..

Ergebnisse:
Meine Charger in 179 cm: 8mm / 11mm

Die Superhape I.Magnum meiner besseren Hälfte in 156 cm: 3mm / 6mm

Beide Bretter haben schon ein paar Skitage auf dem Buckel, werden aber als „in Ordnung“ empfunden, werden regelmäßig rechts-links getauscht, sind entsprechend gekennzeichnet - ohne Auffälligkeiten was die gefühlten Eigenschaften angeht.

Von daher scheint das kein KO-Kriterium zu sein. Wie Peter sagt, ist der Kraft-Biegeverlauf im weiteren Durchbiegen nach unten das entscheidende Maß.

(OK, wenn sich ein Ski unbelastet nach oben, der andere nach unten durchbiegt, wäre vielleicht gesunde Skepsis angebracht :-D )

Was die konkrete Frage hier angeht, ändert das aber meine Meinung nicht.

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