qualitativ gute Kinderskischule

Hier könnt Ihr über Eure Erfahrungen mit Skischulen und Skilehrern berichten oder nach guten Skischulen suchen
goodie_1401
Beiträge: 1001
Registriert: 22.08.2005 23:00
Vorname: Petra
Ski: Elan SLX
Wohnort: Duisburg

Re: qualitätiv gute Kinderskischule

Beitrag von goodie_1401 » 18.03.2013 09:48

Skikurs Teil 3

Ich mag es ja, Dinge die nicht so gut laufen, beim Namen zu nennen aber auch wenn es gut war, sollte man mit Kommentaren nicht sparen. :)

Wir waren letzte Woche in Mellau. Auf dieses Skigebiet wurden wir von anderen zufriedenen Eltern aufmerksam gemacht, da es dort eine kostenlose Kleinkindbetreuung oben am Berg gibt. Weitere Recherchen ergaben, dass es Mitte März eine Kinderskiwoche gibt, bei der ein 4 tägiger Skikurs für Kinder bis 6 Jahren inkludiert ist. Eine Fewo in Liftnähe haben wir auch gefunden und es konnte losgehen.

Unsere Kinder sind mittlerweile 2 und 4,5 und somit freundlicherweise nicht mehr ganz so anstregend wie in den Jahren zuvor.
Kleinkindebetreuung: Der Kleine ließ sich problemlos bei der Betreuung parken, die in der Bergstation selber (recht laut von den Gondeln her) in einem eher kleinen Raum untergebracht war. Dort kümmerte sich eine Dame sehr engagiert um 4-10 Kinder... Was soll ich sagen? Unser Kleiner hat sich an den Umständen nicht gestört und hat kein einziges mal gequengelt... Nachteil: Es gab eine Mittagspause in der die Kinder abgeholt werden müssen. Das ist insofern doof, als dass man selber wieder in der Nähe bleiben muss. Wir konnten das Skigebiet somit nicht komplett erkunden. Aber die vorhandenen Pisten waren ok...

Skischule: Man hat deutlich gemerkt, dass Nebensaison ist. Die Gruppen der Kinderskikurse waren allesamt nur 5-6 Kinder stark. Es gab zwei Fortgeschrittenengruppen, bei der unser Großer zu den kleineren einsortiert wurde und dort auch perfekt hineinpasste. Alle Kids waren auf etwa gleichem Niveau, wenn auch 1-2 Jahre älter. Die Skilehrerin war eine sehr ruhige Person, die mit den Jungs sehr gut klar kam. Unser Großer strahlte uns jedenfalls entgegen: "Mama, wir mussten gar nichts üben" Ich habe die Gruppe sehr wohl auf Wellenbahnen gesehen oder mitbekommen, wie sie etwas erläuterte und vormachte. :D Ich glaube, das darf man als Kompliment werten.

Das Kinderland war übrigens unten, was die Koordination für unsere Bekannten mit der Kombination Zwillinge im Kindergarten, ein Kind als Anfänger unten, zur echten Herausforderung machte.

Fazit: Mir wäre eine durchgängige Kinderbetreuung durchaus den ein oder anderen € wert gewesen. Mit dieser Einschränkung würde ich das Skigebiet jedoch weiterempfehlen und es ist für uns durchaus eine Option, nochmal hinzufahren.

Ich bin übrigens echt froh, wenn sich das Thema Kleinkindbetreuung nächste Saison hoffentlich erledigt hat.

goodie_1401
Beiträge: 1001
Registriert: 22.08.2005 23:00
Vorname: Petra
Ski: Elan SLX
Wohnort: Duisburg

Re: qualitätiv gute Kinderskischule

Beitrag von goodie_1401 » 07.01.2014 12:44

In drei Wochen geht's endlich wieder los...

Nachdem uns das Ahrntal nun von mehreren Seiten empfohlen wurde, haben wir bei einem Zwischensaisonsangebot zugeschlagen.

Das Ziel "ohne Skibus" konnten wir diesmal nicht umsetzen - ich sag ja: irgendwas ist immer - aber da unser Kleiner im Augenblick so faul beim laufen ist, ist ein Bus schon fast attraktiv. Wir werden uns auf jedenfall ein Depot nehmen, dann sollte das klappen.

Ich bin sehr gespannt denn unser Kleiner (3) wird wenn er denn mitmacht, seinen ersten Zwergerlkurs absolvieren.
Ich werde am Ende auch von dieser Skischule berichten.

Für alles und jedes gibts ein entsprechendes Bewertungsportal. Warum eigentlich nicht für Skischulen?

Benutzeravatar
TOM_NRW
Beiträge: 4816
Registriert: 28.08.2002 14:03
Vorname: Thomas
Ski: Head i.Race 175cm
Skitage pro Saison: 20
Wohnort: Willich

Re: qualitätiv gute Kinderskischule

Beitrag von TOM_NRW » 07.01.2014 13:41

Hi,


dann hinterlasse ich doch schnell einmal einen Bericht über unsere ersten Erfahrungen mit einer Kinderskischule. Über Silvester waren wir in Maria Alm.

Zur Ausgangssituation: Kilian ist 2 Jahre und 10 Monate alt. Schon im letzten Jahr hat er großes Interesse am Skifahren gezeigt als wir mit Oma und Opa in Fiss direkt neben der Piste gewohnt haben. Da Mama und Papa beide skiverrückt sind, haben wir dann an seinem 2,5. Geburtstag einen ersten Versuch in der Skihalle in Neuss gestartet. Kilian hatte großen Spass zwischen Mama und Papa hin und her zu rutschen. Als Belohnung gab es auch eine kurze Fahrt zwischen den Beinen von Mama. Nach 1 Stunde war er total fertig und wir haben aufgehört. Wenige Wochen später haben wir dann das 2. Mal die Skihalle besucht und es ging noch einmal viel besser.

Auf dieser Basis sind wir dann nach Maria Alm gefahren.

Am Anreisetag haben wir uns das Kinderland angeschaut und Kilian hat direkt geäußert, dass er sehr gerne in die Skischule gehen möchte. Also, direkt zur Skischule Maria Alm und einen Zwergelkurs gebucht. Gut war, dass man jeden Tag (2 Stunden kosten stolze 30 Euro) einzeln buchen kann.

Am nächsten Tag waren wir pünktlich am Kinderland. Dort wurde Kilian zu einer Gruppe eingeteilt mit 2 weiteren deutschen Kindern und einem österreichischem Kind. Leider war die Skilehrerin aus England und konnte weder ein Wort sprechen noch verstehen. Desweiteren war sie eine Person, die unserer Meinung nach, überhaupt keinen Draht hat zu kleinen Kindern. Sie hat Kilian dann direkt mal von ganz weit oben auf englisch angesprochen, was Kilian mit zittern am ganzen Körper quittiert hat. Ende vom Lied - es ging gar nicht. Meine Frau hat dann 1,5 Stunden zusammen mit Kilian im Kinderland geübt. Er hatte viel Spass, jedoch durfte diese Skilehrerin ihm nicht zu nahe kommen.

Am Abend haben wir dann mit dem Leiter der Skischule gesprochen und er lud uns zu einem 2. (kostenfreien) Tag ein. Er wollte auch die Situation bzgl. der Sprachprobleme angehen. Wie das aussah, konnten wir dann am 2. Tag erleben. Diesmal war ich selber dabei. Komischerweise hatte wieder diese englische Skilehrerin die gleiche Gruppe, begleitet durch eine jugendliche Übersetzerin. Long story short: Es ging wieder gar nicht. Die Kinder (es waren mittlerweile 7 !!!) sind in 2 Stunden nur 2x den Minihügel runtergrutscht. Die restliche Zeit haben sie in der Kälte (es hat geschneit) rumgestanden. Die gesamte Organisation im Kinderland war katastrophal. Es gab auch immer wieder Beschwerden von anderen Eltern. Besonders dreist fand ich, dass eine Mutter Einzelkurs für Ihren Sohn gebucht hatte (120 Euro die Stunde) und dann bemerkte, dass es gar kein Einzelkurs war. Der Skischulleiter hatte einfach ungefragt 2 weitere Kinder mit in den Kurs gegeben.

Auffällig war die hohe Anzahl sehr junger (Jugendlicher) Skilehrer in der Skischule. Davon dann auch noch viele aus Holland.

Die nächsten 2 Tagen haben wir dann abwechselnd alleine mit Kilian geübt und er hatte echt viel Spass am Skifahren.

Durch Zufall entdeckte meine Frau dann beim Skifahren mit Freunden eine weitere Skischule am anderen Ende des Tal. Es handelte sich um die Skischule Top in Dienten. Nicht lange überlegen, los geht´s am nächsten Morgen alle ins Auto und auf nach Dienten. Dort angekommen konnten wir dann das andere Extrem einer Kinderskischule kennenlernen. Sehr freundlicher Chef-Skilehrer, sehr nette Skilehrerin (Danke Sabine !!!), super netter Umgang mit den Kleinen, sehr kleine Gruppe … Es war einfach nur toll. Leider hat Kilian (wahrscheinlich aufgrund der Erfahrungen vorher) nicht mehr so viel Lust gehabt auf Skischule. Wir durften aber trotzdem das tolle Kinderland nutzen, wurden mit Materialien, Tips, Tee, Gummibärchen etc. versorgt und haben uns einfach nur pudelwohl gefühlt.


Unser Fazit aus der Woche: Kilian ist noch nicht so weit in seiner Entwicklung, dass er motorisch als auch vom Kopf her, Übungen umsetzen kann. Er hat jedoch ein sehr gutes Gleichgewichtsgefühl und sehr viel Spass im Schnee. Auch Stürze in tieferen Schnee etc. haben im nichts ausgemacht.

Bzgl. der Kinderskischule müssen wir sagen: Es liegen Welten zwischen den verschiedenen Schulen. Bei den einen zählt nur Masse, bei anderen ist der Kunden noch kleiner König. Die Skischule TOP können wir absolut weiterempfehlen, die Skischule Maria Alm wird uns nicht Wiedersehen.

LG Thomas

Benutzeravatar
peda
Beiträge: 918
Registriert: 08.11.2009 21:21
Vorname: Peter
Ski: Salomon X-Race 170, Atomic ST12 RD, Blizzard SL RD
Skitage pro Saison: 35
Wohnort: Westösterreich ;-)

Re: qualitätiv gute Kinderskischule

Beitrag von peda » 07.01.2014 14:56

TOM_NRW hat geschrieben:Auffällig war die hohe Anzahl sehr junger (Jugendlicher) Skilehrer in der Skischule. Davon dann auch noch viele aus Holland.
Ist dort seit Jahren so - viele arbeiten dort nur in den Ferien um das Taschengeld aufzubessern

Benutzeravatar
TOM_NRW
Beiträge: 4816
Registriert: 28.08.2002 14:03
Vorname: Thomas
Ski: Head i.Race 175cm
Skitage pro Saison: 20
Wohnort: Willich

Re: qualitätiv gute Kinderskischule

Beitrag von TOM_NRW » 07.01.2014 15:03

Leider konnte ich nirgends im Internet eine Beurteilung der Kinderskischule finden. Eine Bewertungsplattform (wie von goodie_1401 angesprochen) wäre wirklich ein Segen für die Eltern. So lange es so etwas nicht gibt, finde ich dieses Thread super!

Ich habe gar nichts gegen Jugendliche. Leider haben dieses aber selten die Erfahrungen mit kleinen Kindern (2-5 Jahre). In diesem Alter haben Kinder ganz spezifische Anforderungen an eine Betreuung.

LG Thomas

Benutzeravatar
peda
Beiträge: 918
Registriert: 08.11.2009 21:21
Vorname: Peter
Ski: Salomon X-Race 170, Atomic ST12 RD, Blizzard SL RD
Skitage pro Saison: 35
Wohnort: Westösterreich ;-)

Re: qualitätiv gute Kinderskischule

Beitrag von peda » 07.01.2014 15:08

Thomas, ja das Problem ist mir bekannt und genau das beobachte ich schon viele Jahre bei der von dir genannten Skischule aber so lange es genügend Gäste gibt wird sich das wahrscheinlich auch nicht ändern

goodie_1401
Beiträge: 1001
Registriert: 22.08.2005 23:00
Vorname: Petra
Ski: Elan SLX
Wohnort: Duisburg

Re: qualitätiv gute Kinderskischule

Beitrag von goodie_1401 » 07.01.2014 16:59

Und da einen niemand warnt, machen also alle Eltern brav ihre eigenen Erfahrungen. Dafür zahlt man idR. schön viel Geld und es geht auf die Gefahr hin, den Sprößlingen das Vergnügen zu verderben, noch bevor es angefangen hat.

Ich finde das mehr als ärgerlich.

Wenn es mal mit einem einzelnen Skilehrer nicht klappt, dann ist das ja i.O. aber wenn die Organisation nichts anderes als Murks hervorbringen kann, dann ist das eben Mist. Im Skischulbüro sind nämlich alle freundlich, aufgeschlossen und zuvorkommend... bis man dann ein Anliegen hat. Dann trennt sich die Spreu vom Weizen.

Benutzeravatar
Cyberhexer
Beiträge: 63
Registriert: 12.10.2014 10:10
Vorname: Martin
Ski: Milka (168 cm)
Ski-Level: 8
Skitage pro Saison: 10

Re: qualitativ gute Kinderskischule

Beitrag von Cyberhexer » 17.10.2014 10:44

Hallo,
hier meine Erfahrungen in der Wildkogel Arena:

1. Aufenthalt März 2013
Meine Tochter war 4 und wollte umbedingt Skifahren lernen.
Aufgrund des abgesperrten Bereiches am Bergrestaurant habe ich mich für die Skischule Neukirchen entschieden. Die Dame im Büro hat uns empfohlen zuerst einen Schnuppertag zu buchen, was auch gut war. Zu den von goodie_1401 beschrieben Holländerinnen kam noch ein unmotivierter junger Holländer hinzu, der mit kleinen Kinder überhaupt nicht umgehen konnte. Da meine Tochter von Pizza und Pommes im Kinderland gelangweilt war und bockte, habe ich das ganze vorzeitig beendet.
(war auch zum Schutz des Skilehrers, da meine Schwiegervater aufgrund der Behandlung der Kinder ziemlich sauer war)
Den Rest des Urlaubes haben sich dann Oma und Opa um die Kleine gekümmert.

2. Aufenthalt März 2014
2. Anlauf nach Beschwerden meiner Tochter, daß sie ja nicht richtig lernen konnte (keine Stöcke => kein richtiges Skifahren :-D ).
Diesmal 5 Tageskurs bei Christian Kreidl gebucht. In dieser Skischule habe ich 2013 nach 20 Jahren meinen Wiedereinstieg begonnen und habe erlebt was Flexibilität und Freundlichkeit bedeutet.
Zusätzlich zum Kurs hatte ich noch am 1.Tag eine Privatstunde vor dem Kurs mit dem gleichen Skilehrer gebucht. Diese war nur dazu gedacht, daß die Kleine den Skilehrer kennen lernt.
Die 1. Überrachung war die Skilehrerin, es war die gleiche die ich 2013 für Privatstunden gebucht hatte.
Zusätzlich stellte sich heraus, daß meine Tochter das einzigste Kind in der Skischule war :D .
Nach 5 Minuten im Flachen ging es auf den Übungshang neben dem Kinderland.
1 Stunde später traf die beiden dann auf der blauen Piste hinterm Fuchslöchl, dort fand auch der restliche Unterricht statt.
Samstag bin ich dann mit meiner Tochter alleine gefahren.
Ergebnis:
Fasching 2015 sind wir wieder dort.
Da ich blau auf Pisten nicht mehr sicher Skifahren kann, Level 8.

OGr
Beiträge: 4
Registriert: 22.03.2022 23:07
Vorname: Olaf
Ski: derzeit keiner
Ski-Level: 95
Skitage pro Saison: 12

Re: qualitativ gute Kinderskischule

Beitrag von OGr » 25.03.2022 23:58

Der Thread ist 10 Jahre alt, ich weiß. Aber inhaltlich sicherlich top aktuell.

Meine persönliche Erfahrung - sicherlich nicht zu 100% verallgemeinbar aber tendentiell schon - je bekannter das Skigebiet umso schlechter die Betreuung in den Skischulen, insbesondere in den Ferienzeiten. Was auch logisch ist: die "kleinen" müssen sich anstrengen, die großen nur irgendwie den Andrang befriedigen. So haben meine Kinder im Allgäu das Skifahren gelernt wo sich eine Skischule richtig mit Herzblut um sie gekümmert hat. Das war rückblickend die beste die sie jemals hatten; vieles danach war in erster Linie auf den kommerziellen Erfolg des Inhabers ausgerichtet.

Nicht unterschätzen sollten man die teilweise hervorragende Arbeit die in Skiclubs geleistet wird, was natürlich auch einen ganz anderen sozialen Aspekt besitz als sich irgendwo anonym in einen Skikurs einzubuchen.

Antworten