Hallo Peter,
NeusserGletscher hat geschrieben:Aber welcher Hersteller gibt denn an, für welches Körpergewicht der Ski in der jeweiligen Länge entwickelt wurde?
Keiner! ... trotzdem sagte mir fast jeder Hersteller auf der ISPO, dass dieser Aspekt sehr wichtig ist. Auf meine Nachfrage, warum man auf der Webseite nicht darauf hinweise, bekam ich keine Antwort.
Ich vermute,
- dass es zu "schwierig/komplex" ist, da sich bei doppelter Geschwindigkeit der Druck ver-VIER-facht, und man so ein Produkt zu kompliziert machen würde; eine 60 kg Anfängerin brauch einen weichen Ski, ein 60 kg rennfahrender Jugendlicher braucht schon einen recht stabilen (harten) Ski ... zumal oft auch Flex und Torsion (siehe
https://www.carving-ski.de/faq/flex-torsion.php) zusammen hängen.
- dass man diese Beratung lieber dem Fachhandel überlassen möchte.
Abgesehen davon, liegt es auch an der persönlichen Fahrweise / Vorliebe. Manche mögen lieber harte oder weichere Ski, siehe auch
https://www.carving-ski.de/faq/aggressiv ... eihend.php
Die benötigte Härte ist von 4 Faktoren abhängig:
- Können = je besser, desto härter darf ein Ski sein
- Gewicht = je schwerer, desto härter
- Tempo = je schneller desto härter
- Persönliche Vorliebe
In der Praxis würde ich es aber nicht ZU kompliziert machen, und nur 4 Stufen unterscheiden:
1 = weiche Einsteigerski
2 = normale (fehlerverzeihende) Ski (Allrounder, teils Allmountain)
3 = härtere Ski für sportliche Fahrweise (Sportcarver)
4 = sehr harte, hochsportliche Ski (meist Slalom- / Racecarver)
Beispiele:
- Eine leichte Frau will einen Slalomcarver und sollte NICHT zu den "normalen" SL greifen, sondern eher zu einem (weicheren) Jugend-SL
- Ein schwerer Fortgeschrittener sollte NICHT das billige und weiche Ebay-Schnäppchen für 199 Euro nehmen, sonder eher einen härteren Ski.