Zweitski für Neuschneetage

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Dslmuc
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Re: Zweitski für Neuschneetage

Beitrag von Dslmuc » 28.12.2017 15:46

NeusserGletscher hat geschrieben:
27.12.2017 11:55
Mit dem Stormrider 88 hast Du IMHO bereits einen Ski ausprobiert, der Deinen Anforderungen entspricht. Volle Pistentauglichkeit bei sehr guter Geländegängigkeit.
Meine Erfahrung deutet auch eher zu einem pistentauglichen Ski. Selbst habe ich mir letztes Jahr gebraucht einen Fischer Watea 96 geholt. Null pistentauglich (wenn man Carver gewohnt ist). Niemals würde ich den einen Nachmittag auf der Piste fahren. Tiefschnee Einsätze viel zu selten. Im Neuschnee auf der Piste völlig überdimensioniert.

Vielleicht liegt’s am Fischer, vielleicht an der Breite. Da kennen sich andere besser aus. Sicherlich aber auch an mir als Fahrer. Ich habe übrigens ein ähnliches Profil wie Du. Auf der Piste macht mich der Ski unsicher, weil keine Kante führt, sondern der extreme Rocker rumflattert. Neben der Piste (und kurzen Ausflügen in den Wald) sind plötzlich ganz andere Skills gefordert (mehr Kniearbeit um Huggel auszugleichen, kleine Sprünge, Bäume umfahren), sodass ich den Ski gar nicht ausfahren kann.

Nur meine persönliche Erfahrung. Ich werde beim nächsten Mal zu einem schmaleren Ski mit mehr Pistentauglichkeit greifen.

Hope it helps.

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saschad74
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Re: Zweitski für Neuschneetage

Beitrag von saschad74 » 28.12.2017 17:17

Servus,
Dslmuc hat geschrieben:
28.12.2017 15:46
Meine Erfahrung deutet auch eher zu einem pistentauglichen Ski. Selbst habe ich mir letztes Jahr gebraucht einen Fischer Watea 96 geholt. Null pistentauglich (wenn man Carver gewohnt ist). Niemals würde ich den einen Nachmittag auf der Piste fahren. Tiefschnee Einsätze viel zu selten. Im Neuschnee auf der Piste völlig überdimensioniert.
welcher Watea 96 ist das denn? Der hier https://www.snow-online.com/ski/fischer ... 2012.htmlp ?

Müsste eigentlich entweder der oder das Modell vom Jahr drauf
(https://www.snow-online.com/ski/fischer ... 2013.htmlp)
sein - davor gab es m.W. keinen 96er und danach hat Fischer die Wateas durch die Rangers ersetzt.

Falls ja, ist dies wieder einmal ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie unterschiedlich subjektive Beurteilungen über den gleichen Ski ausfallen können. Ich habe den Watea 96 als einen meiner ersten breiteren Ski auf dem ich jemals gestanden habe auf einem Testwochenende getestet und fand ihn absolut pistentauglich, guter Kantengriff und sehr entspannt auf der Piste zu fahren. Einzig der etwas große Radius war nicht so ganz mein Fall. Über die Geländetauglichkeit kann ich hingegen nichts sagen, denn dort war ich mit dem Ski nicht. Habe mich dann seinerzeit allein wegen des kleineren Radius für einen Scott Crusade mit 92mm Mittelbreite entschieden (ohne den vorher getestet zu haben). Mittlerweile bin ich - siehe Profil - bei 98mm als Standardalltagsski angelangt und finde das bei Neuschnee auch auf der Piste nicht über- sondern eher unterdimensioniert.

Wenn es also für "Breslauer" ein Fazit gibt aus dieser Sache, dann wohl am ehesten, dass Selbertesten am sinnvollsten ist. Und wenn das (erst leihen dann kaufen) nicht möglich ist, dann sollte er aus finanziellen Gründen eher versuchen, einen gebrauchten Ski zu erwerben, was er bei Nichtgefallen mit möglichst wenig Verlust weiterverkaufen kann.

Gruß,
Sascha

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Re: Zweitski für Neuschneetage

Beitrag von maestro70 » 28.12.2017 18:23

Sascha, genau das ist das Problem bei breiten Ski:

1. Die gibt es recht selten zum Testen!

Ich hätte jetzt auf Anhieb 4 verschiedene Modelle, die ich gerne gegeneinander Testen würde - und jedes dieser Modelle in 2 Längen...

...absolut utopisch... :evil:

2. ist das Sales-Board von Freeskiers.net durchaus zu empfehlen. Allerdings weisst du nie, was jemand mit dem (zu verkaufenden Ski) angestellt hat, ob die Kantenwinkel noch stimmen, etc...
Wirklich günstig gibts dort auch nur ältere Modelle, und da würde ich mich eher zurück halten, ganz besonders, wenn man keine Erfahrung mit breiten Ski hat...

Gerade bei breiten Ski ist das Testen (per Versuch und Irrtum) durchaus teuer und oft sehr frustrierend...
(kann ich dir sagen aus eigener Erfahrung) :evil:
Ich bin nicht gestört ! Ich bin verhaltensoriginell !

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Re: Zweitski für Neuschneetage

Beitrag von bibobutcher » 28.12.2017 20:53

Wirklich große Auswahl zum testen gab es letztes Jahr beim Verleih an der Talstation der Fellhornbahn in Oberstdorf

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Re: Zweitski für Neuschneetage

Beitrag von mann_mit_hut » 31.12.2017 14:59

Was meinst du denn mit Neuschneetagen?
Wo fährt du dann? Ist es nur neben der Piste oder wirklich abseits?

Breslauer
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Re: Zweitski für Neuschneetage

Beitrag von Breslauer » 31.12.2017 18:46

Wie die Pistenführung es her gibt. Meine Frau wurde Piste fahren und ich halt Shortcuts um ins unten wieder zu treffen.
Wenn es kein Neuschnee hat ist der Ski für mich egal.

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gebi1
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Re: Zweitski für Neuschneetage

Beitrag von gebi1 » 31.12.2017 20:47

Danke für die Blumen, Matthias - war der Two schon im Schnee? Berichte doch gelegentlich.

Zum Thema. Bei Freeride- oder Geländeski gibt's aus meiner Sicht zwei Hauptgruppen (Tourenski und Freetourer lass ich hier mal weg).
1. Sportliche Freerideski (oft als Big Mountain Ski bezeichnet), die eine aggressive(re), sportliche Fahrweise, mit Druck auf der Schaufel mögen. Kommen oft mit Titanal, besitzen meist ein Flattail, einen alpinen Montagepunkt (weit hinten wie Pistenski), der Seitenzug ähnelt auch einem Pistenski, einfach alles breiter. Flacher und langer Rocker an Tip und meist auch am Tail, Radius +/- 20 m. Diese Ski weisen Breiten zwischen 95 und über 110 mm auf. Bedingung, man besitzt eine ausgereifte und gute Skitechnik. Denn diese Ski sind so zu sagen die Racecarver fürs Gelände. Wollen mit Tempo und Druck gefahren werden. Sie danken es mit hervorragenden Eigenschaften im zerfahrenen Gelände, bei Scheisschnee (den wir ja meistens haben) und bei hartem Schnee im steilen Gelände. Piste ist kein Problem, dort sind sie wie etwas überdimensionierte GS zu fahren. Kurzschwung kostet meist etwas Kraft.
Typische Vertreter: Black Crows Corvus, Blizzard Cochise, Völkl Confession und Mantra mit Fullrocker (früher der Katana mit Metall), Armada Invictus 108 Ti, Kästle FX 95 HP und Kästle BMX 105, Head Kore 105 und Head Monster 108 Ti, Dynastar Legend Factory und 106, Faction Dictator 3.0 und 4.0 und viele andere.

2. Playfull Freerideski. Wie der Name bereits sagt, steht mit diesen Ski das Spielen im Schnee im Vordergrund. Inspieriert vom Freestyleskifahren wollte Eric Pollard das auch im Tiefschnee - Line baute ihm seinen Traumski. Rückwärtsfahren und landen, Nose und Tail Butters und einen surfy Fahrstil, mit Powderdrifts. Diese Ski schwimmen im Powder unglaublich auf und verleiten jeden Fahrer zu allerlei Spielereien. Fahren im Tiefschnee wird kinderleicht. Diese Ski besitzen riesige Rocker an Tip und Tail, die gleich nach Bindungsende steil ansteigen - zum Teil auch Fullrocker (keine Vorspannung unter der Bindung, z.B. Völkl Bash). Nose und Tail sind weicher, unter der Bindung sind die Ski recht hart im Flex. Die breiteste Stelle ist deutlich Richtung Bindung zurückgenommen (Early Taper). Kein Metall, aber oft Carbonstringers. Radius zwischen 17 und über 30 m. Eher zentrale Bindungsposition, damit auch rückwärtsfahren möglich ist. Breite zwischen 105 und 135 mm.
Diese Ski sind im Pulverschnee unübertroffen. Machen aber auch bei allen andern weichen Schneearten einen Riesenspass. Auf hartem Untergrund muss man Skifahren können, dann geht auch das. Auf der Piste carven die meisten dieser Ski ordentlich. Harter technischer Schnee ist eine Herausforderung aber machbar. Die Rocker flattern zwar auf der Piste, aber das stört nicht. Mein Sohn (14 j.) fährt diese Saison einen Atomic Bentchetler und geht damit auch zwischen die GS-Törchen auf ultraharter Piste. Alles möglich!
Typische Modelle: Amlid Hill Bill, Armada JJ, Atomic Bentchetler, Black Crows Nocta, Line Mordecai und Magnum Opus, Moment Bibby Pro, Völk Bash (vormals One) und Revolt 124 (vormals Two), Faction CT 3.0 und CT 4.0, K2 Catamaran

3. Eine ganze Reihe von Ski, die sich irgendwo dazwischen bewegen. Und hier findest du wohl deinen Ansatzpunkt. Ein Ski der sowohl auf der Piste toll ist, nicht zu viel Kraft kostet, ansprechend carvt, im Gelände mit ausgewogenen Fahreigenschaften überzeugt, sowohl im Zerfahrenen wie im frischen Pulver. Hier meine Favoriten:

Line Sick Day 104 und 114. Auf diese Saison wurde die Sick Day Reihe komplett überarbeitet. Grosses Kino, Die Ski wurden tempofester und pistentauglicher, die Verspieltheit ist geblieben. Der 104 ist vielseitiger, aber auch der 114 macht auf der Piste immer noch Spass. Im Gelände nehmen die beiden Ski alles mit, ohne dass du ein Technikmeister sein musst. https://eu.lineskis.com/en_CH/skis-and- ... -1718.html

K2 Pinnacle 105.Einfach und völlig intuitiv zu fahren und zwar überall!

Völkl 100eight. Perfekt abgestimmt, Wendig, tempofest. Erfordert etwas mehr Technik als der K2 und die Line Ski

Amplid Multiplayer. Der Name ist Programm. Dank Twintip geht er auch im Park, aber das ist wohl nicht dein Ding.

Armada ARV 106. Auch ein Twin mit dem du dich überall sehen lassen kannst.

Black Crows Camox. Unter 100 mm macht der Camox überall Spass. Überzeugt auch auf sehr hartem Untergrund.

Elan Ripstick 96 und 106. Als Freerideski verkleidete Slalomski. Unglaublich wendig, einfach zu fahren, mit etwas Defizit wenn's ganz hart wird.


Dann gäb's noch die Pistenski, die als Freerider getarnt sind. Z.B. Atomic Vantage 100, Blizzard Bonafide, Völkl Kendo, Line Supernatural 100. Alles tolle Ski, die du dir auch anschauen könntest. Eher pistenlastig, aber für das was du vor hast durchaus ausreichend.

Noch ein Wort zum erwähnten Watea 96 von Fischer. Wenn du den auf der Piste nicht auf die Kante bringst, stimmt die Technik nicht. Sorry, dass ich das so deutlich sage. Aber der Watea lässt sich ausserordentlich gut carven und zwar auch bei hartem Schnee.

Also lieber TE. Da du wohl kaum testen kannst, bleibt der Kauf eines Freerideski etwas Glücksache. Lies halt mal viele Testberichte z.B. hier http://blistergearreview.com/category/g ... ki-reviews , teste, wenn du kannst und irgendwann kaufst du und hast Spass!

...ach ja, noch was zur Länge, 180 cm sind natürlich zu kurz! Muss der Ski in die Box?

Gruss
Martin

Breslauer
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Skitage pro Saison: 20

Re: Zweitski für Neuschneetage

Beitrag von Breslauer » 02.01.2018 14:11

Vielen Dank Martin!
Ja genauso eine Hilfe wollte ich. Da kann ich schon mal viel mit anfangen.
Ja 1,80 ist zu kurz. Aber wenn ich etwas mehr breite nehme könnte es gehen hoffe ich. :-?
Wenn wir nur zu 2 fahren muss der Ski nicht in die Box, aber wenn wir mehr sind muss es und zuhause soll er ja dann nicht bleiben.
Oder ich muss doch auf eine größeren Box umsteigen, wobei die jetzige schon gut passt.
Aber wie gesagt mit Deinen Ausführungen kann ich ja auch mal was testen. Da merke ich ja dann was zu mir passt.

Jhonny Blaze
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Vorname: Martin

Re: Zweitski für Neuschneetage

Beitrag von Jhonny Blaze » 10.02.2018 12:02

Ich kann aus langjähriger Erfahrung als perfekten Allrounder den Mantra empfehlen. Ordentlich Grip auf der Piste, abseits sehr passabel und mit Fellen und Aufstiegs-geeigneter Bindung auch noch machbar (wenn auch etwas schwer).

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