Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

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saschad74
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Re: Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

Beitrag von saschad74 » 28.12.2012 19:23

TOM_NRW hat geschrieben:Leider ist das nicht immer der Fall und "Hobby"Skilehrer bieten nur Guiding an, damit sie selber mehr fahren können.
Jau, das habe ich auch schon erlebt. (Kennt noch jemand die Firma TransSport aus Berlin?) Da war bei einer Fahrt der Unterricht auch eher überschaubar und man hatte das Gefühl, dass die Skilehrer vor allem deshalb mitgefahren waren, weil sie umsonst mitfahren durften.

Gruß,
Sascha

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NeusserGletscher
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Re: Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

Beitrag von NeusserGletscher » 28.12.2012 21:22

Mixery hat geschrieben:Dazu hätte ich einige Fragen
Hallo Monika,

bei Gruppenkursen gibt es zwei grundsätzliche Arten: Tatsächlich Unterricht oder reines Skiguiding, d.h., der mit der auffälligen Jacke und dem Emblem fährt vor und die Skifahrerschar (die sich oft schon seit Jahren kennen) hintendrein. Oft liegt es am Angebot oder am SL, wo der Schwerpunkt gesetzt wird.

Gruppenkurse hatte ich bislang mit Allrounderreisen und auf der Bettmeralp. In beiden Fällen gab es immer mehrere Gruppen, meist angefangen von einer fortgeschrittenen Anfängergruppen bis hin zu langjährigen und geübten Skifahrern. Auf der Bettmeralp kann es Dir in der höchsten Gruppe (7) auch mal passieren, daß der SL einen Tag mit Telemark Ski einlegt. In 6 und 7 ist man auf der B-Alp bei guter Schneelage oft auch auf Skirouten unterwegs.

Der Vorteil einer Guiding-Gruppe mit gelegentlichen Unterrichtseinlage wäre der, daß Du Dir die Linie nicht selbst wählen musst sondern nachfahren kannst. So fährst Du wahrscheinlich dann ein höheres Tempo und auf Pisten, die Du sonst nicht fahren würdest. Ausserdem siehst Du ja, was Deine Mitfahrer technisch draufhaben, und wenn die mithalten können......

Bislang habe ich mich übrigens immer eine Gruppe unter der höchsten eingereiht, weil die doch oft den ganzen Tag ziemlich rasant und mit wenig Pausen unterwegs waren. Aber das hängt natürlich auch von der Zusammensetzung und dem SL ab. Es kann Dir natürlich auch mal passieren, daß Du mit Deinem Fahrkönnen genau zwischen 2 Gruppen hängst.

Die B-Alp kann ich Dir zu den Angebotswochen (Unterkunft + Skipass + Kurs) noch aus folgenden Gründen empfehlen: Erstens ist wegen des starken Frankens dort momentan wenig los, Sauftourismus ist dort (wie praktisch überall in der Schweiz) unbekannt, die Präparation ist top und ausserhalb der Hochsaison sind die Pisten auch am Nachmittag meist noch gut zu fahren. Es gibt viele breite mittelschwere Pisten und lediglich eine steile schwarze Piste, die Du aber umfahren kannst. Lediglich der Nebel kann dort je nach Wetterlage schon mal lästig sein.

Wenn Du Obertauern schon gebucht hast dann frag doch einfach mal nach, ob Du den Gruppenkurs auch Tageweise buchen kannst mit der Option, auf die Woche zu verlängern.

Gruß

Peter
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Mixery
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Re: Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

Beitrag von Mixery » 28.12.2012 22:57

Danke für die zahlreichen Beiträge. :-)

@Peter: Ja, Bettmeralp steht auch noch auf unserer Wunschliste. (Danke für's erinnern ;-) )
Wir haben immer unsere "Stammwoche" im Januar in Obertauern und sonst probieren wir in der Saison, je nach Zeit und Möglichkeiten, gerne mal noch ein bisschen was aus. CH fiel in letzter Zeit immer durch, weils einfach Kostentechnisch im Vergleich den Rahmen gesprengt hatte. Andererseits, es war schon immer etwas teurer guten Geschmack zu haben, oder so ähnlich... :D Von daher werde ich mir die Angebotswochen natürlich gerne anschauen.

Jetzt kamen erst Mal ungeplant noch neue Skischuhe ins Spiel. Die "alten" (ich glaube 5 Jahre jetzt...) waren leider doch mehr durch als ich es wahr haben wollte. Dachte da könne man mal schnell mit ne Sohle noch was machen. War leider nicht so. Also gab es neue (wieder angepasste). Denke die verhelfen auf jeden Fall auch wieder zu ein wenig mehr Grundstabilität auf dem Ski. ;)

Ja, wegen Obertauern werde ich mal den Hotelchef anrufen, der hat gute Connections, vielleicht gibts ja nen Tipp, welche Skischule hier am ehesten meinen Wünschen entsprechen könnte.

Auf jeden Fall habe ich endlich wieder die Motivation, nochmals mit "System" das Thema anzugehen. :) Letztes Jahr war ich durch eine OP noch ein wenig gehandicapt und hatte dann weder "Kraft" noch Lust mich auch noch mit Skitechnik zu beschäftigen. Das hat sich glücklicherweise wieder geändert. 8)

LG

Monika

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Re: Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

Beitrag von TOM_NRW » 28.12.2012 23:07

Wünsche Dir eine super Skisaison (mit oder ohne Kurs). Einfach mal nicht so selbstkritisch sein, hilft auch - und die neuen Schuhe pushen die Motivation. Das Du besser fährst als selbst von Dir angenommen wurde hier ja schon früh von kompetenter Stelle klargestellt.

LG Thomas

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Re: Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

Beitrag von Mixery » 28.12.2012 23:20

Danke, bei sovielen motivierenden Worten kann ja nix mehr schief gehen. ;-)

Die "kompetente Stelle" möchte ich natürlich keineswegs anzweifeln, unter Ideal-Bedingungen ist das sicher auch richtig. Nur sobald die nicht mehr gegeben sind, werde ich sofort extrem unsicher, und gurke dann auch wirklich auf unterster Schiene rum. Das ist wirklich ein reines Kopfthema, daran wird kein Skilehrer der Welt was rütteln können. Aber ich denke der Kopf lässt sich mit mehr "Können" auch besser überlisten. :-)
(Übrigens, Volltreffer mit den Skischuhen. O-Ton des Gatten: "Kauf Dir neue, wenn Du nur im Kopf hast, dass Du keinen Halt hast, blockiert dich das schon genug...")
Und wenn ich überlege wie ich angefangen habe, (vielleicht erinnert sich die kompetente Stelle auch noch an diese Zeiten :D ) sind das inzwischen Welten an Verbesserung und da ist sicher auch noch etwas Luft nach oben. ;)

Wünsche ebenso eine tolle Saison!

LG

Monika

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Re: Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

Beitrag von beate » 28.12.2012 23:24

@Monika und @Peter
eure beiden Statements und Eigeneinschätzungen zu lesen hat mich wirklich sehr amüsiert, da ich euch beide auf der Piste und im Unterricht kennen gelernt habe.
Man kann im Gruppenunterricht selbstverständlich gute Erfahrungen machen.
Man muss für sich selbst definieren, was man möchte und bereit sein, sich selbst zurück zu nehmen, sich auch mal durchzubeißen, wenn es schwieriger, steiler wird.
Ich selbst bin auch jahrelang in Skigruppen unterwegs gewesen, immer mit der Ambition, skifahrerisch weiter zu kommen.
Die Gruppenreisen mit Skiclub, Allrounder oder Robinson waren bei mir ausschließlich in Bezug auf Fahrerlebnis -> fahren bei jedem Wetter, jedem Schnee, Gruppenerlebnis und damit auch der Zwang bestimmte Pisten oder schwierige Stellen fahren zu müssen, wertvoll. Technische Inputs, individuelle Fahrfehlerkorrekturen habe ich seltenst gehabt und wenn wurden sie nur kurz angerissen, waren so allgemein, so dass ich nicht die Zeit hatte, sie umzusetzen und zu verfestigen. Manchmal haben sie mich sogar technisch zurück geworfen oder blockiert. Da habe ich dann sehr an mir gezweifelt.
Ihr beide habt ein so solides technisches Potential, so dass ihr ohne Probleme in hoch klassifizierten Gruppen mit fahren könntet. Das mentale Problem und das unterschätzen der eigenen Möglichkeiten muss einem bewusst sein, damit man mutiger :wink: und breitbandiger ski fahren lernen kann.
Mein Fazit:
@ Monika: Im Robinson NICHT in Gruppe 1-3 einstufen, falls du dort mal fährst!!! :D
@ Peter Telemarkski fahren ist super :D
Liebe Grüsse
Beate

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Re: Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

Beitrag von Klaus25 » 29.12.2012 00:33

beate hat geschrieben: Manchmal haben sie mich sogar technisch zurück geworfen oder blockiert. Da habe ich dann sehr an mir gezweifelt.
Diese Erfahrung habe ich allerdings auch bei Privatstunden machen müssen.
Leider ist nicht jeder Skilehrer bereit sich auf die Wünsche des Schülers einzulassen, sondern möchte erstmal das eigene Bewegungsideal vermitteln, egal wie sehr dies in das Gesamtbild eingreift. Das aber das Bewegungsideal selbst auf höchstem Niveau unterschiedlich sein kann beweist das Video im einem anderen Thread , in dem Fahrer unterschiedlicher Nationen verglichen werden.

beate
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Re: Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

Beitrag von beate » 29.12.2012 09:25

@Klaus
ich kann nur von mir und meinen Kollegen sprechen. Wenn ein Gast 190SFR für 1h 50 min zahlt, wird ausschließlich nach den Wünschen des Gastes gearbeitet. Möchte er gemeinsames fahren mit gemeinsamen Mittagessen, feintuning am Kurzschwung oder off piste, egal! Du tust das, was der Gast verlangt.
Natürlich hat jedes Land andere Lehrpläne und danach wird in den Skischulen unterrichtet. Ich denke aber, dass darf man nicht negativ betrachten. IMO wird ein erfahrener Lehrer den Gast dort abholen, wo er sich befindet und an den Dingen arbeiten die blockieren und nicht Bewegungsförmchen erarbeiten. Erarbeitet man etwas Neues, bricht ein bekanntes, gewohntes Bewegungsmuster auf, fühlt sich das für den Gast erstmal nicht als positiver Fortschritt an, sondern ganz, ganz blöd! :D
Beate

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Re: Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

Beitrag von Bodo » 29.12.2012 10:45

@ Thomas

einige Hotels hatten im Dezember ein Pauschalprogramm "Feuer und Flamme" im Angebot. Da waren 5 Tage á 3 Stunden Skiunterricht dabei. Die Skilehrer von Turracher Skischulen waren Profis. Und die Kurse wurden in mehreren Könnensstufen angeboten, zwischen denen man wechseln konnte. In der schnellen Gruppe wurde auch auf Wunsch der Teilnehmer mehr Skiguiding angeboten. Wobei der Skilehrer mit seiner Kurswahl und Fahrweise schon ganz schön Einfluss auf den folgenden Fahrer hatte. Mich hat das total begeistert und ich erinnere mich gerne an den Ruf: "Komm Bodo, eine Skilänge Abstand".

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Re: Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

Beitrag von Klaus25 » 29.12.2012 11:08

beate hat geschrieben:@Klaus

Natürlich hat jedes Land andere Lehrpläne und danach wird in den Skischulen unterrichtet. Ich denke aber, dass darf man nicht negativ betrachten. IMO wird ein erfahrener Lehrer den Gast dort abholen, wo er sich befindet und an den Dingen arbeiten die blockieren und nicht Bewegungsförmchen erarbeiten. Erarbeitet man etwas Neues, bricht ein bekanntes, gewohntes Bewegungsmuster auf, fühlt sich das für den Gast erstmal nicht als positiver Fortschritt an, sondern ganz, ganz blöd! :D
Beate
:zs:
Vielfalt finde ich toll, ich schaue gern sehr guten Skifahrern zu, auch wenn die Art und Weise wie sie fahren für mich niemals ein Ziel wäre. Bsp. einer meiner Skilehrer, er fährt ausgesprochen exakt geschnittene Schwünge, aber gegen ihn sehen die Österreicher im Demovideo locker aus. Obwohl ich einiges mitgenommen habe werde ich zukünftig keine Stunden mehr bei ihm buchen, da er mir genau diesen Schwung anzuerziehen versucht. Andere Skilehrer korrigieren mich punktuell, das fühlt sich zunächst oft fremd an und braucht Zeit bis sich die Automatismen gebildet haben, aber es fühlt sich für mich "richtig" an.
Ich würde, wenn ich die Wahl hätte den kanadischen Stil wählen, der gefällt mir einfach sehr gut, der sieht viel unverkrampfter aus, dabei muss ich sagen, dass ich auch in Österreich Skilehrer hatte, die locker fuhren. Für mich ist dies ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Lehrers. Ich bewundere Sportler die komplexe Bewegungsabläufe spielerisch einfach aussehen lassen, dies ist mein persönliches Ideal.

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