Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

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goodie_1401
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Re: Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

Beitrag von goodie_1401 » 30.12.2012 19:59

Mixery,
im übrigen ist es vollkommen normal, dass man sich wie der erste Mensch im Schnee fühlt, wenn die Bedingungen arg werden. Das ergeht fast allen so. Es mag ein paar Cracks geben, denen das vielleicht wirklich nichts ausmacht.
Mir jedenfalls geht es auch so. Wenn die Sicht miserabel ist oder ne Mischung aus Sulz und volle Piste, da breche ich mir auch einen ab. Mein Repertoire geht dann von "ai jai jai" (zu schnell geworden) über "Ach du scheiße" (irgendwelche Buckel oder Löcher schmerzhaft übersehen) bis hin zu "warum tu ich mir das an" (Wo ist die nächste Hütte). Aber es ist mir schon das ein oder andere Mal passiert, dass ich - endlich unten angekommen - angesprochen wurde, wie gut ich doch mit den Bedingungen klar kommen würde.

Ergo: auch bei offensichtlich sicheren Fahrern muss es nicht so sein, dass diese sich auch gut auf den Ski gefühlt haben.
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Mixery
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Re: Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

Beitrag von Mixery » 30.12.2012 20:22

Hallo Petra,

ja, diese Gedanken und Selbstgespräche kenne ich sehr gut. Bei mir kommt dann oft noch der starke Wunsch des sofortigen Wegbeamens hinzu. :D
Aber ich glaube bei mir sieht man das dann schon, dass es Quälerei ist, verfalle dann oft in verkrampfte Pflugstellungen die mir sonst fremd geworden sind. ;)

Mich hat kürzlich mal jemand gefragt, "warum ich mir das überhaupt antue, wenn ich doch immer wieder solche Handicaps hätte".
Antwort, ohne zu zögern: "weil es immer wieder schöne Highlight-Erlebnisse gibt, welche die negativen relativieren". :)
Solange das so bleibt, werde ich auch dran bleiben.

LG

Monika

Mixery
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Re: Neuer Ansatz - Gruppenkurs?

Beitrag von Mixery » 18.01.2013 12:57

Hallo zusammen,

wollte mal eine kurze Zwischen-Rückmeldung geben (geht ja Ende Januar nochmal in 2. "Runde"): Nach kurzen, aber intensiven Vor-Ort-Recherchen, hatte ich dann doch insgesamt 4 Privatstunden genommen. Die Lehrerempfehlung die ich erhalten hatte war ein Volltreffer, der Herr ist aber auf dem "freien Markt" auch gar nicht so wirklich verfügbar. Der erste Versuch diesen über das Skischulbüro buchen zu wollen, ging in die Hose, aber bissle Connections waren schon immer hilfreich. ;) Auf jeden Fall hat sich's gelohnt, auch wenn ich mit mir selbst nicht wirklich ganz zufrieden war.
Ich weiß dass ich definitiv schon "besser" und freier gefahren bin als in dieser Woche. Aber das bestätigt nur erneut, dass es hauptsächlich ein Kopfthema ist bei mir. Und genau das spiegelt sich dann auch im Unterricht wieder, bei guten Bedingungen (Sicht, freie Piste etc.) kann ich Lehreranweisungen super umsetzen und komme echt schnell voran, also lerntechnisch gesehen. Wir sind einmal bei diffuser Sicht gefahren, da hatte ich schon echt Probleme seiner flotten und runden Spur zu folgen, was mir sonst recht gut gelungen war. Er hatte dann eine echt (in gewisser Weise natürlich nur bedingt ;-) ) empfehlenswerte Übung eingebaut: Fahren mit geschlossenen Augen (da stößt natürlich der Kontrollfreak in mir vor eine echte Herausforderung!!!). Er ist ganz dicht voraus gefahren und hat mir dann Anweisungen gegeben. Es war eine riesige Überwindung, aber mit faszinierendem Effekt. Ich wurde automatisch viel lockerer in der Knie-Sprungelenks-Bewegung und konnte mich den Schneebedingungen (ein wenig zerfahren mit leichten Buckeln) viel besser anpassen.
Das geht natürlich nicht auf Dauer, aber ich werde das zu Übungszwecken an geeigneten Stellen immer mal wieder einbauen.
Sonst war das Fazit, gute solide Grundtechnik, aber leider eben noch nicht in allen Bereichen. umsetzbar, üben üben üben. Oder alternativ Hirn ausschalten :D
Fehlerbilder waren das "Abwürgen" der Schwünge, gerade wenns steiler wird, fahre ich die Kurven nicht rund, sondern stelle die Ski schnellstmöglich wieder "quer". Und wenn die mehrfach genannten Bedingungen eintreten, neige ich leider zum "nach hinten lehnen", was natürlich gerade dann mehr als kontra produktiv ist. Alles in allem waren es gute Inputs, werde daran weiter arbeiten.

Etwas kontraproduktiv waren leider auch die neuen Schuhe. Da muss ich noch bisschen nachtunen lassen. Und irgendwie "zwingen" die mich in eine Haltung, die mir trotz gut trainierten Oberschenkeln ziemlich auf die Knie geht. Jetzt nicht so dass ich echte Beschwerden hätte, aber schon eine merkliche Belastung auf den Knien, die mir vorher nicht bekannt war. Vielleicht ist es einfach nur ungewohnt, weil die alten Treter Ausweichbewegungen in jede Richtung zugelassen hatten, aber ich werde da wie gesagt noch mal nachfragen.

Nochmals vielen Dank an dieser Stelle für die vielen Tipps und Ratschläge. :)

LG

Monika

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