Für Training/Rennen gesperrte Pisten

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zzz
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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von zzz » 27.03.2018 09:43

TOM_NRW hat geschrieben:
27.03.2018 08:45
(...)
Mich ärgern weniger die gesperrten Pisten als das Verhalten der Trainings-Kids am Lift. Da wird geschupst, gedrängelt ...
(...)
Hier könnten die Betreiber der Liftanlagen aber auch speziell für trainierende Mannschaften Kapazitäten reservieren.

Wenn z.B. ein gesonderter Zugang für diese Mannschaften geschaffen wird (mit Bändern abgrenzen), muss niemand drängeln. Wenn eine Gondel oder ein Sessel mit wartenden Renntalenten (mehr oder weniger) voll besetzt werden kann, dann werden nur diese Teilnehmer zum Einstieg vorgelassen. Dass MAL eine Gondel oder ein Sessel ohne Touris hochfährt - geschenkt, so ist allen Genüge getan. Kapazität dafür wäre da - der Wille fehlt allerdings oft.

Dass Kids reihum am Skilift drängeln, nervt allerdings auch mich ziemlich, und es ist mir egal, ob ein zukünftiger Hirscher unter denen ist :-) Ich muss aber zugeben, dass das Drängeln am Lift durch Trainierende in meiner Erfahrungswelt die absolute Ausnahme ist. Meist stehen die normal an. Am Drängeln "stört" mich auch nicht das "Drängeln", sondern das Schubsen und das gnadenlos über die fremden Ski (also in dem Fall - Meine) fahren. Deswegen haben Schubsende Kids bei mir eher sehr schlechte Karten - ich stehe dann da wie ein Fels. Wer vorsichtig vorbei möchte, ohne über meine Ski zu fahren (das Kind hält seine Ski eng, und tappst mit parallelen Ski vor), den halte ich nicht auf. Wer im Skatingschritt durch die Touris will, stößt bei mir auf Granit.

OT, kleine Nebengeschichte, vielleicht zum schmunzeln... Es war in den 90ern (irgendwann 1992 oder 1993?), da war ich in Eurodisney mit Freundin und Freunden. Bei Peter Pan anstehend spricht mich ein älterer Herr an, und entschuldigt sich - auf Deutsch. Ich schaue ganz verwundert, was er denn eigentlich möchte. Er erklärt mir, dass er sich entschuldigt, dass sein Enkelkind ständig über meine Füße läuft. Ich schaue nach unten - da ist tatsächlich ein Enkelkind... Wir kommen ins Gespräch, und ich frage, was die so machen. Sie verfolgen die Tour de France... Ich: "Wow - das ist ja ein Hobby...". Und ich frage, wo sie schlafen - Hotels oder so? Nein, die fahren mit dem Wohnwagen hinterher. Ich ganz verwundert - DAS Sind ja Mega-Fans - woher diese Begeisterung? Antwort: der Alte war der Vater von Jens Heppner, das Kind der Sohn von diesem Radfahrer. Der fuhr bei der Tour de France mit, Sohn und Vater im Wohnwagen mit dabei. Aha... :-) Und ich habe nicht einmal bemerkt, dass der Kleine über meine Füße läuft (im Gedränge ist es schließlich normal, ab und zu am Fuß etwas zu spüren).

Insofern: wer mal von einem Kid zertreten wird, sollte daran denken, dass es auch das Kind eines Topathleten sein könnte ;-)
Zuletzt geändert von zzz am 27.03.2018 09:51, insgesamt 1-mal geändert.

zzz
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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von zzz » 27.03.2018 09:47

elypsis hat geschrieben:
27.03.2018 09:32
(...)
Das stimmt so nicht, zumindest für unsere Region! Wir haben u. a. die Topcard. Die kann jeder erwerben.
(...)
Autsch :-)

Ein vergünstigter Skipass zum Preis eines kompletten, 14 Tage Skiurlaubs in Österreich (exkl. Kosten der Anreise und Ausgaben für Skiservice und auf der Skipiste).

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Pancho.Ski
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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von Pancho.Ski » 27.03.2018 10:27

Kinder / Jugendliche brauchen Raum und Möglichkeiten. Ebenso machen die mal Dummheiten und führen sich als Halbstarke oder Dreiviertelstarke auf. Normal....

Tipp: Drängelnden Kids am Lift einfach mal mit dem Skistock die Bindung aufmachen. Gibt ne kleine Strafzeit und ein herrlich doofes Gesicht. Kann halt Ärger mit Papi bringen... Muss man dann halt aushalten. Dank für die geleistete Erziehungsarbeit ist nicht zu erwarten... :D

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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von Poldy » 27.03.2018 11:50

@elypsis :
Hinsichtlich "ab und an etwas bieten lassen von Skigästen"...


Ohne Skigäste gäbe es kein Skigebiet. Vielleicht einen Dorflift. Sehr wahrscheinlich aber auch diesen nicht, weil es ohne "Nicht-Einheimische" keinen alpinen Skisport gäbe.
Sorry für "am Thema vorbei", aber manche Sachen kann ich nicht unkommentiert lassen.
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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von zzz » 27.03.2018 12:53

Poldy hat geschrieben:
27.03.2018 11:50

Ohne Skigäste gäbe es kein Skigebiet. Vielleicht einen Dorflift. Sehr wahrscheinlich aber auch diesen nicht, weil es ohne "Nicht-Einheimische" keinen alpinen Skisport gäbe.
Doch - er sähe aber anders aus.... Zum einen laufen die Skifahrer selbst hoch, zum anderen machen sie das Rennen unter sich aus...

Würde in etwa so aussehen: https://www.youtube.com/watch?v=e6jBbE4W_jo

Im TV würden wir nicht viel davon mitkriegen - höchstens wenn es um skurrile Bergbräuche geht, würde ab und zu eine Reportage zu diesem Thema gesendet.... Und der Sieger kriegt den dicksten Hasen aus dem Stall des Bürgermeisters - den alle gemeinsam braten und essen.... Wäre auch charmant... Der Natur würde dies auch helfen(*).

Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass vor dem Tourismus und der Käsewirtschaft die Bergbauern bitterarm waren. Heute leben die Menschen in den Bergen nicht schlecht - und zwar NICHT von der Wirtschafsleistung, die sie SELBST konsumieren (so viel Skifahren und so viel Käse essen können die Bergbewohner doch gar nicht, das sie nur von ihrem eigenen Konsum reich werden...)

Von daher erscheint mir - trotz evtl. hoher Gebühren für die Pistenabsperrung - die Aussage, dass der Pistenbetrieb erst durch die Skiclubs wirtschaftlich wird, nicht plausibel. Das ist, als würde man sich (finanziell) am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen können - mitsamt Pferd :-)

ZU (*): Viele Skigebiete werben für den Sommer mit ihrer tollen Natur... Ich weiß nicht - eine "Natur" voller stehender Skilifte... So RICHTIG attraktiv kommt mir der Gedanke nicht vor, dort zu wandern, es sei denn, ich wollte mit dem Sessel hoch, und zwischen stehenden Schleppliften herunterlatschen.... Die Schattenseiten des Skibetriebs müssen die Anwohner also im Sommer oft allein "ertragen".

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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von gebi1 » 27.03.2018 13:28

Über drängelnde Kinder habe ich mich noch nie geärgert. Wenn die Drängelei überhand nimmt, sag ich manchmal was.

Wenn mich etwas ärgert, dann sind das ignorante Erwachsene. Beispiele: Anhalten unterhalb einer Kuppe, nicht zurückschauen bevor mal losfährt, rasennauf vielbefahrenen Pisten, einfach in den Freestylepark einfahren usw. Letzteres ist ein besonders grosses Ärgernis und verdammt gefährlich. Oft schon habe ich Eltern angesprochen, die mit ihren Kids im Park rumrutschen und die Parkregeln nicht kennen. Die stehen dann in der Kickerspur rum oder bleiben im Anlauf stehen resp. liegen usw.

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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von zzz » 27.03.2018 13:36

Rücksichtslosigkeit ist leider weit verbreitet - auch auf der Skipiste.

Die Deppen, die ohne zu schauen auf die Skipiste einfahren, gehören ebenfalls dazu (auf dem Gletscher in Dachstein ist das extrem, aber auch anderswo kommt dies oft vor).

Allerdings sind dies individuelle Einzelfälle.

Wenn sich jedoch ganze Mannschaften daneben benehmen, ist dies ein organisiertes Ärgernis - DAGEGEN kann man (mit einfachsten Mitteln) etwas tun (Skilehrer/Trainer muss nur kurz für Disziplin sorgen). Wenn es nicht getan wird, ist es schon sehr ärgerlich. Ich wiederhole jedoch: das passiert (in meinem Skiurlaub) SEHR selten! Wenn ich drängeln/schubsen auf einer Skala von 1-10 klassifizieren würde, hatte ich ein negatives Erlebnis der Stufe 2 für ca. eine Stunde im letzten (13-Tage) Skirulaub. Dabei habe ich EIN Kind ein einziges mal bewußt blockiert.

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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von moni.ski » 27.03.2018 14:27

Also ich hab noch nie eine verbilligte Saisonkarte bekommen irgendwo, hab bis jetzt immer Vollpreis gezahlt, der bei Kartenverbunden alles andere als günstig ist. Bei den Rennen ist es mittlerweile auch in vielen Gebieten schon so dass man ganz schön zur Kasse gebeten wird bei den Skipasspreisen und auch beim Nenngeld. Für das, dass man vielleicht 5-6 mal den Lift benutzt und dann nur den, den man für die Rennpiste braucht. Man hat definitiv keine Zeit das ganze Gebiet abzufahren. Will cih an dem Tag auch nicht, ich bin ja zum Rennen da.. Rennfahrerei wird also zunehmend unleistbar. Die ganze Ausrüstung kostet auch massiv. Es ist aber auch ein schönes Hobby, es bringt bestimmte Eigenschaften mit sich die Gebi ja schon beschrieben hat und noch überwiegen für mich die Vorteile diesen Sport ausüben zu dürfen, aber es wird zunehmend mühsamer....
Es gibt allerdings immer mehr Gebiete die gar nicht mehr Trainieren lassen. Davon sind wir dann hart betroffen....Egal was ihr jetzt denkt.. wollte nur mal aus der anderen Sicht beschreiben, dass wir auch nicht alles in den Arsch geschoben bekommen..

und zur Lift Dränglerei kann ich sagen, dass mich Leute die sich beim Lift anstellen und ewig an einer Stelle stehen und in die Luft gucken massiv ärgern, da gehe ich dann dran vorbei... das ist nicht böse gemeint, aber wenn ich auf der Piste bin dann will ich die 2-3 Stunden Ski fahren und nicht stehen und in die Luft schauen.... sorry dafür....

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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von extremecarver » 27.03.2018 14:36

Also man zahlt sicher nicht immer für abgesperrte Pisten - wir haben früher weder am Stuhleck (gut am unbeliebten Sonnenhang beim Nachtbetrieb wobei wir da nix absperrten sondern einfach den Lauf runtersetzten), noch am Pitztaler, noch am Kitzsteinhorn extra zahlen müssen (außer man wollte am Pitztaler vor offiziellem Betrieb schon rauf). Teils ist der Platz aber auch recht eng - sprich alle 4-5m reiht sich ein Team ans nächste. Keine Ahnung ob da der Landesverband Wien/NÖ was gezahlt hat, wir mussten nix zahlen (aber Skipass auch voller Preis).

Am Pitztaler sind im Herbst unter der Woche vorm Sölden Weltcup eh >50% Rennfahrer - ohne die bräuchten sie erst gar nicht unter der Woche aufsperren....


Das hintereinander herfahren bei Skischulen - ich frag mich wann die endlich mit dem Müll aufhören. Ja es ist relaxed für den Lehrer, und bei kleinen Kindern auch evtl angebracht - aber ab 7-8 Jahre solltens damit aufhören und nicht mehr hintereinander herfahren - aber gut der Skilehrplan ist halt eh großteils veraltet...
schnell, riskant, vielseitig bergab
http://openMTBmap.org & www.VeloMap.org

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Re: Für Training/Rennen gesperrte Pisten

Beitrag von zzz » 27.03.2018 14:47

moni.ski hat geschrieben:
27.03.2018 14:27
(...)

und zur Lift Dränglerei kann ich sagen, dass mich Leute die sich beim Lift anstellen und ewig an einer Stelle stehen und in die Luft gucken massiv ärgern, da gehe ich dann dran vorbei... das ist nicht böse gemeint, aber wenn ich auf der Piste bin dann will ich die 2-3 Stunden Ski fahren und nicht stehen und in die Luft schauen.... sorry dafür....
In der Tat... Manche warten auf Mitfahrer, und blockieren den Zugang zum Sessel auf dümmster Art.

Andere "paaren" sich taktisch unklug - so kommt es vor, dass ein Achtersessel mit nur ein bis zwei Personen abfährt, weil sich eine komplette "Gruppe" dahinter "formiert" - und niemanden durchlässt.

Auch das dumme Verhalten, wenn zwei Skifahrer erst einmal "allein" sind, blockieren sie die Mitte des Vierersessels, anstatt abzuwarten, ob zwei Weitere mitfahren werden/wollen. Wenn nicht, kann man immer noch zur Mitte Schwenken (oder auf dem Band zur Mitte tappsen).

Ich schreibe dies nicht als persönlich Betroffener, sondern als Beobachter, der sieht, wie sich Manche dann ärgern - insbesondere bei großem Andrang inkl. Wettkampf-/Trainingsteilnehmern. Dann ist das sinnlos blockierende Verhalten "selbst nicht mit dem nächsten Sessel fahren wollen, aber niemanden zum freien Platz durchlassen" echt mies.

Trotzdem: das alles ist individuelles Versagen. Wenn sich eine Skigruppe falsch verhält, wäre dies durch den Eingriff des Trainers/Skilehrers leicht korrigierbar.

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