Wie riskant war folgende Aktion meinerseits..?

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Ramón
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Re: Wie riskant war folgende Aktion meinerseits..?

Beitrag von Ramón » 23.03.2017 11:00

Hi,
ich hoffe dir eine Antwort darauf liefern zu können, da ich mich im früheren jugendlichen Leichtsinn in einer ähnlichen Position mit anderen Ausgang befand. Ähnlich wie du, tolle präparierte, steile Piste. Schöner Auslauf, kein Mensch außer unserer Gruppe unterwegs.
Also nichts wie los: Ergebnisse waren immer zwischen 110-130 km/h.
Dann erwischte mich ein kleiner Schlag in der Piste und der Ski flog weg. So Schläge sind auf Grund des Impulses bei solchen Geschwindigkeiten richtige Bindungskiller. Das ist auch mit einer der Gründe, warum selbst bei Top-Athleten die Bindungen weg fliegen können (und die fahren Z-Werte jenseits von gut und böse) Mich hat´s gelegt und ich bin in den Auslauf reingerutscht. Mund abwischen, weiter machen. Am nächsten Tag war das Knie allerdings dick und wie sich 2 Wochen später bei einer Untersuchung herausstellte, der Meniskus schön beschädigt.
Seitdem gibt es so Aktionen nie mehr, da die Energie doch gewaltig ist, die auf den Körper einwirken kann, trotz des vermeintlich harmlosen Wegrutschens.
Ich habe bereits kein GPS-Messer mehr dabei, da der einzige Kitzel bei so Aktionen der am Ende angezeigte Wert ist.
Ohne GPS-Messer hat man plötzlich wieder an anderen Dingen weitaus mehr Interesse, wie z.B. richtig schön geschnittene Schwünge bei hohem, aber nicht abartigen Tempo.
Viele Grüße


Poldy
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Re: Wie riskant war folgende Aktion meinerseits..?

Beitrag von Poldy » 23.03.2017 11:07

ein Sturz bei 120 km/h
entlockt ihm nur ein leises "hopala"
und liegt ein Körper regungslos im Schnee
schmeckt erst so richtig der Kaffee..

es lebe der Sport....
------
noch mehr Spass macht`s Skifahren, wenn man mal zur Abwechslung eine Kurve probiert. Versuchs einfach mal.

Poldy

Ramón
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Re: Wie riskant war folgende Aktion meinerseits..?

Beitrag von Ramón » 23.03.2017 11:55

Vielen Dank für den geistreichen Beitrag Poldy.
Er wird dem Threadstarter bestimmt weiterhelfen ...

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drachir
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Re: Wie riskant war folgende Aktion meinerseits..?

Beitrag von drachir » 23.03.2017 12:24

Ich finde Poldys Zitat des Fendrich-Songs in diesem Fall gut angebracht!
Was soll das, wenn einer damit angibt, jenseits der 130 km/h unterwegs zu sein und diesen (jugendlichen?) Schwachsinn in eine Bindungsfrage verpackt?
Und das Ganze bei 7 Skitagen im Jahr, was ja nicht gerade für einen sehr guten Skifahrer spricht, wie gepostet.
* * * * * * * *
Gruß - Richard


Poldy
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Re: Wie riskant war folgende Aktion meinerseits..?

Beitrag von Poldy » 23.03.2017 12:45

@Ramon: Gern geschehen..... :wink: Na, war ja nicht bös gemeint.....nicht alles so ernst nehmen...
Poldy

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Re: Wie riskant war folgende Aktion meinerseits..?

Beitrag von Laengling69 » 23.03.2017 13:10

Hallo Richard,

Auch wenn man über Sinn und Unsinn solcher Aktionen sicher diskutieren kann, finde ich, dass der Eingangspost wohltuend zurückhaltend formuliert wurde und wahrscheinlich eben nicht als Angeberei gedacht war:
...Ich hätte eine Frage an alle Skispezialisten da draußen. Folgendes ist passiert, was mich ziemlich zum Nachdenken angeregt hat:...
Meine Erfahrung ist, dass es Stellen gibt wo man es probieren kann. Ich neige wahrlich nicht zu Übermut, aber auf dem Pitztaler Gletscher gibt es eine Piste (ganz außen, in Talrichtung sehend links, ich glaube die 26), die kann man praktisch komplett einsehen und sie hat ein extrem breites Steilstück mit nachfolgender, gefühlt 2 km langer und flacher, Auslaufzone. Hier habe ich (das letze Mal) meinen Ski-Tracker ausprobiert (mit extra vorher ausgeliehenen Ski mit größerem Radius). Ergbenis: 108 km/h, ich fühlte mich extrem unwohl auf dem Ski und werde es sicher nie wiederholen. Da die Piste jedoch menschenleer war und das Ausreizen von Möglichkeiten numal in uns drin steckt, glaube ich, dass verantwortungsvolle Menschen sowas mal probieren dürfen.
Und wenn ich die (in der Summe) doch sehr vielen sehr guten Skifahrer so sehe, sind auf einer entsprechenden Piste (s.o.) auch (fehlerbehaftete) 135 km/h kein hexenwerk. Selbstverständlich hofft man immer, dass solche Experimente nur bei entsprechenden Randbedingungen durchgeführt werden. Aber das hoffen wir im Straßenverkehr auch täglich...

Viele Grüße aus dem berg-freien Vorpommern

Dietrich

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Re: Wie riskant war folgende Aktion meinerseits..?

Beitrag von Pancho.Ski » 23.03.2017 13:57

Wichtigster Apsekt ist für mich dabei, dass keine unbeteiligten dritten gefährdet werden können - unter dieser Prämisse, die unter allen Umständen strengstens einzuhalten ist:

Wenn einer meint, soll er halt - wünsche gesundes Herauswachsen aus der Pubertät... :roll:

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Re: Wie riskant war folgende Aktion meinerseits..?

Beitrag von latemar » 23.03.2017 14:41

Es gibt ja auch Geschwindigkeitsmessstrecken.
Es ist verblüffend, und auch etwas erschreckend, wie schnell man Geschwindigkeiten von 100 km/h erreicht.

Leider ist es nur so, wohl nicht in diesem Fall, dass viele Schuss fahren, weil sie, auf Grund ihrer fahrteschnischen Unzulänglichkeiten, nicht anders in der Lage sind schwierige Teilstücke zu überwinden. Da wo es besonders auf Kontrolle ankommt, wird diese am meisten vernachlässigt.
Solche Fahrer sind inzwischen meine größte Angst.
Viele sind sich gar nicht bewusst wie schnell sie werden.

Gruß!
der Joe
2016/17 47 Tage im Bereich Dolomiti Superski, trotz des Winters tolle Skitage

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Re: Wie riskant war folgende Aktion meinerseits..?

Beitrag von FeelTheDr0p » 23.03.2017 15:56

Erstmal danke für die vielen,hilfreichen und dennoch schnellen Rückmeldungen. Warum ich die Bindungen hinterfragt habe erklärt sich ganz geschwind: Abgesehen vom heftigen Flattern der Ski, hatte ich auch ein Gespräch mit einem Freund meinerseits, der Physiotherapeut und gleichzeitig leidenschaftlicher Skifahrer. Der meinte eben, wie viele schon sagten, dass eine Unebenheit reichen würde, um die Bindung bei dieser Geschwindigkeit Zum Öffnen zu bringen. Ich wollte einfach sicherheitshalber in einem Skiforum nachfragen - mehr nicht. :)


Nun, ich hatte versucht den Post nicht angeberisch zu gestalten... anscheinend ist das nicht bei jedem angekommen :p Wollte mir einfach Mal die Meinung einiger Skitechnikspezialisten einholen, da ich mich in diesem Bereich nicht sooo gut auskenne..

@drachir Ich bin seitdem ich 22 Monate alt bin auf den Ski und habe mit meinen 20 Jahren schon genug Erfahrung sowohl auf der Piste und am Funpark, als auch im Tiefschnee. Dass ich 7 Tage im Jahr angegeben habe bedeutet nur, dass ich seit einigen Jahren nur noch 1 Mal mit Freunden einen 1wöchigen Skiurlaub unternehme. Das reicht mir auch und macht aus mir ebenso wenig einen schlechten Skifahrer ;)
Sorry aber ich hab mich da ein wenig angegriffen gefühlt.

Nochmals ein großes Danke an alle hilfreichen Beiträge (ebenso an Poldys, für seinen kurzen, aber dennoch netten Paarreim)
Ich werde in Zukunft nur noch auf dafür bestimmte Strecken mit entsprechender Ausrüstung meine Höchstgeschwindigkeit messen!!

Glg

Alex

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Re: Wie riskant war folgende Aktion meinerseits..?

Beitrag von drachir » 23.03.2017 22:45

FeelTheDr0p hat geschrieben: @drachir Ich bin seitdem ich 22 Monate alt bin auf den Ski und habe mit meinen 20 Jahren schon genug Erfahrung sowohl auf der Piste und am Funpark, als auch im Tiefschnee. Dass ich 7 Tage im Jahr angegeben habe bedeutet nur, dass ich seit einigen Jahren nur noch 1 Mal mit Freunden einen 1wöchigen Skiurlaub unternehme. Das reicht mir auch und macht aus mir ebenso wenig einen schlechten Skifahrer ;)
Sorry aber ich hab mich da ein wenig angegriffen gefühlt.
Alex
Sorry, Alex, wenn dein Post nur dem Auslöseverhalten der Bindung galt, dann vergiss meinen "Angriff". Ich kann halt manchmal bei HM und km meine Klappe nicht halten. Unvernünftig fand ich das trotzdem. Aber ich will dich hier nicht belehren, schließlich war ich auch mal jung, vielleicht jünger wie du :wink:
* * * * * * * *
Gruß - Richard

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