ab in die höhe

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urs
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Beitrag von urs » 10.03.2008 23:22

LincolnLoop hat geschrieben:Ähm...ich räuspere mich nur ungern....aber seh ich da "Hose steckt im Stiefel"...? :wink:
:oops: nicht wirklich - das bild zeigt mich kurz nach der stunde. während der stunde hab ich die schuhe immer auf knalleng, damit ich auch ja sauber vorfahren kann :D :wink:. nein, mit dem kleinen hab ich die ersten schritte geübt und (unverzeihlicherweise :oops:) die schuhe nicht korrekt geschlossen. ich hoffe, dass ich ihm mit diesem schlechten vorbild kein trauma für seine weitere skifahrerische karriere bereite :wink:.

gruss urs

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Herbert Züst
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Beitrag von Herbert Züst » 11.03.2008 07:18

dass ich ihm mit diesem schlechten vorbild kein trauma für seine weitere skifahrerische karriere bereite .
Und der Helm fehlt auch !! :roll: :roll:

Hier ein Typ: Meine Nichte trägt im warmen Frühjahr beim Unterricht einen modifizierten Velo Helm. sie meint die Kids merken dies nicht und der lässt doch etwas mehr Luft rein.

Gruss Herbert

beate
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Beitrag von beate » 11.03.2008 15:32

Zum Thema Helm im Unterricht:
In den Skischulen in der CH, in denen ich tätig war ist es folgendermassen geregelt gewesen:
Grundsätzliche Helmpflicht im Unterricht bzw wenn man im Skischuldress unterwegs ist!
Ausnahme der Tragepflicht im Kinderland!
Das finde ich völlig iO, denn im Kinderland beim Anfängerunterricht bekommst du unterm Helm einen Hitzeschlag, egal wie gut er belüftet ist!
das bild zeigt mich kurz nach der stunde
und wenn man am aufräumen ist, finde ich es auch nicht dramatisch, dies ohne Helm zu tun!

urs
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Beitrag von urs » 11.03.2008 22:54

beate hat geschrieben:Grundsätzliche Helmpflicht im Unterricht bzw wenn man im Skischuldress unterwegs ist!
hier am ende eines langen tales ticken die uhren etwas anders. es würde eher begrüsst, wenn ich mit einer scheppsen "dächlikappe" (à la niki lauda) anstatt eines helmes unterwegs wäre :D :wink:. ich möchte hier aber keine helmdiskussion lostreten, nur anmerken, dass ich als löbliches vorbild im skigebiet zu 99% mit helm unterwegs bin - bei den unterländern wird dies akzeptiert, da sie ja mangels technik grösseren gefahren ausgesetzt sind :lol:.

nachfolgend noch ein paar impressionen, von denen ich gestern gesprochen hatte. sie sind alle ganz oben aufgenommen und zeigen, wie felsig das gebiet ist.
[ externes Bild ]
blick richtung südosten. bei der bergwelt hinter vals soll es sich um das grösste unbewohnte gebiet der schweiz handeln.

[ externes Bild ]
unterhalb dieser felsen schlängelt sich eine der pisten durch.

[ externes Bild ]
föhnloch. das trassée verläuft weiter unten zwischen den felsen.

urs
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Beitrag von urs » 17.03.2008 23:45

sonntag morgen, der blick aus dem fenster verhiess nichts gutes: strömender regen bis weit hinauf. der bergbahnangestellte, der uns kurze zeit später seine hausgemachten schafswürste - schmecken übrigens sehr lecker - vorbei brachte, befürchtete ebenfalls, dass es bis hinauf ins skigebiet regnet :(. eine halbe stunde später: dicke, weisse flocken. innerhalb einer viertelstunde war alles winterlich weiss. meiner frau war's egal, da sie sowieso lernen wollte. auch wenn die sicht dürftig war, wollte ich es trotzdem wissen. im skigebiet hatte es 20-30cm geschneit, aber starke winde im oberen bereich hatten einigen schnee verfrachtet.

kaum mit dem lift oben angekommen, liess der schneefall nach und der himmel riss auf. innerhalb einer viertelstunde strahlend blauer himmel, ich konnte die ersten spuren in die unpräparierten pisten ziehen und auch einzelne offpiste versuche machen :-D. durch die verfrachtungen wechselte der schnee zwischen pulvrig, gepresst und leichtem harsch und das fahren benötigte einiges an aufmerksamkeit. mit meinen sl-carvern hatte ich nicht gerade das ultimative freeride-gerät dabei und besonders in flacheren passagen musste ich immer in leichter rücklage bleiben. meine oberschenkel rächten sich dafür, dass ich das velotraining ab mitte letzten jahres etwas vernachlässigt hatte :oops:.

nach und nach zog die sonne weitere skifahrerInnen, die nicht mit diesem wetter gerechnet hatten, ins gebiet. darunter befanden sich auch einige ski- und snowboardlehrerkollegen, dank derer ortskunde ich weitere varianten fahren konnte. es war jetzt nicht das ultimative freeride-erlebnis, spass gemacht hat es allemal. den ganzen tag über wurden die pisten nicht mehr präpariert (die bergbahnangestellten sind nicht herzinfarkt gefährdet :wink:), was bei schlechteren fahrerInnen oder eltern mit kleinen kindern verständlicherweise leichten unmut auslöste.

dieses wochenende sind wir bereits am freitag nachmittag mit der bahn nach vals gereist. für unseren küchenbereich wollten wir beim hiesigen steinbruch platten aussuchen. das unternehmen wurde durch den neubau der therme und in den letzten jahren durch die neugestaltung des bundesplatzes in bern, welcher von internationalen architekturzeitschriften auszeichnungen erhielt, über die landesgrenzen hinaus bekannt.
[ externes Bild ]
bundesplatz mit wasserspiel bei der eröffnung 2004

da die farben und muster des steins stark variieren, kann man nicht einfach aus einem katalog bestellen sondern wählt am besten vor ort aus: "man muss nehmen, was der berg hergibt." wir denken, dass wir einen schönen stein gefunden haben, und müssen einzig die technische machbarkeit noch genau abklären.

am samstag war wieder einer dieser valser-typischen traumtage. viel sonne, höchstens am nachmittag etwas durch schleierwolken getrübt. es war frühlingshaft warm, was es im gegensatz zu den temperaturen vor einem monat auch sein darf. trotzdem hielt sich der schnee wacker. wir beide sind viel gefahren und haben den tag genossen. am nachmittag tauchte ein rega-helikopter auf, um einen verletzten abzuholen - nichts gravierendes, eine schulterluxation. seit sie einmal im jungfraugebiet mitfliegen durfte, bekommt meine frau immer glänzende augen beim anblick dieser wundermaschinen. es ist ihr sehr wohl bewusst, dass das mitfliegen in einem rettungsheli eher ungutes bedeutet.

am samstag abend dann einfaches aber feines essen mit einer berufskollegin meiner frau und ihrem mann. ich kannte beide erst vom hören sagen. das treffen entpuppte sich als äusserst angenehm mit angeregten und spannenden gesprächen.

vor der heimfahrt am sonntag abend setzte erneut regen ein - aprilwetter. jetzt hoffen wir auf gutes wetter über ostern.

urs
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Beitrag von urs » 24.03.2008 22:55

der höhepunkt vom osterwochenende bestand für einmal nicht aus skifahren sondern (neben dem eiersuchen) im angekündigten konzert von sina. für die meisten von euch kein begriff, gehört sina seit etlichen jahren zu den ch pop-/rockgrössen. wir durften sie bereits einmal an silvester 1999 auf dem berner hausberg gurten in einer open air veranstaltung geniessen, inmitten einer märchenhaft verschneiten landschaft. vor der möglichen milleniums-katastrophe wollten wir uns noch etwas gönnen. da die katastrophe ausgeblieben ist (bush, berlusconi und blocher zählen hier nicht!), kamen wir am sonntag erneut in den genuss eines ihrer auftritte. ein konzert in der lokalen disco mit maximal 300 plätzen hat seine eigenheiten. die masse der zuschauerInnen besteht nicht aus angereisten fans sondern einem relativ breiten querschnitt der einheimischen bevölkerung und langjähriger gäste. auch leute, die sonst mit ihrer musik nicht allzuviel am hut haben, wollten sich dieses ereignis nicht entgehen lassen. sina und ihre band verstanden es, mit ihrer präsenz und ihrer energie, den anlass zu einem denkwürdigen ereignis werden zu lassen.

karfreitag bot übelstes wetter, auf der autobahn war stau wegen unfall und nach flims ein schneekettenobligatorium gemeldet. wir hingen etwas unentschlossen in unserer wohnung rum und fuhren erst um vier uhr nachmittags los. der stau war aufgelöst und wir wählten die route durch die rheinschlucht anstatt via flims. alles war herrlich verschneit und vor versam ging's prompt nicht mehr weiter -> ketten aufziehen. in diesem jahr hatte ich öfters die ketten aufgezogen als die letzten zwanzig jahre zusammen :(. in einer abfallenden kurve kamen wir trotz ketten ins schleudern und ich konnte den wagen mit drei mal gegendrehen wieder in die spur bringen. erstaunlicherweise hielt sich mein adrenalinspiegel tief, trotzdem wertete ich dies als hinweis, mal einen schleuderkurs zu besuchen. kurz nach ilanz, von wo es ins valsertal rein geht, wie abgeschnitten kein schneefall mehr, die strassen schwarz und gut befahrbar. in vals gab's dann so quasi als witzeinlage drei zentimeter schnee - immerhin :D.

für die mühsame fahrt vom freitag wurden wir am nächsten tag mit blauem himmel und perfekten pisten entschädigt. die woche davor hatte es doch das ein und andere mal geschneit und wir konnten vereinzelte abstecher neben die piste machen. im ganzen skigebiet war pulver vom feinsten und wie gewohnt viel platz bei relativ wenig leuten. es war aber überdurchschnittlich viel schwäbisch zu hören und viel old-school fahrstil zu bewundern (hier in extremis demonstriert) :D.

auf ostern hin hatte das wetter gewechselt. es war stark bewölkt und es schneite auch leicht. wir nutzten die zeit für ein ausgiebiges osterfrühstück (nachdem ich endlich mein nest gefunden hatte) und bewegten uns erst gegen mittag auf die piste. dort herrschte dicker nebel, der sich nicht wie erhofft im oberen teil auflöste. wir tasteten uns langsam den markierungspfosten entlang runter (meine frau wird vom fahren ohne sicht "seekrank"). da wir uns jedoch mit einzelnen skilehrerInnen zu einem abschlusstrunk in der dachberghütte verabredet hatten, wagten wir uns trotzdem nochmals hoch. das treffen war dann wirklich lustig, und als wir uns auf die runterfahrt machten, hatte es bereits leicht aufgerissen. wir versuchten uns nochmals etwas abseits der piste, und weil es so gut lief gleich nochmals hoch.

der heutige tag zeigte sich wieder versöhnlicher. von allen seiten drückten dicke wolken herein, der himmel über vals blieb mehrheitlich trotzig blau. als ich gestern meine skischuljacke abgeben wollte, waren sie für heute dermassen überbucht, dass ich mich spontan bereit erklären musste, mit drei irländerInnen zwei privatstunden durchzuführen. alle drei standen zum ersten mal in ihrem leben auf den skiern und alle drei zeigten völlig unterschiedliche bewegungsmuster. die frau, zwischen 40 und 50, fuhr etwas verhalten, hatte den dreh aber am besten raus. ein teilnehmer belastete ein bein massiv stärker als das andere und zeigte grosse mühe mit dem aufkanten. es stellte sich heraus, dass ein bein durch einen unfall stark geschwächt war. ich erklärte ihm die wirkungsweise vom aufkanten (orientieren/drehen half bei ihm nichts), was für ihn viel besser funktionierte. beim dritten flatterten die skies vorne und überkreuzten sich häufig - typisches problem der rückenlage. wir hatten es jedoch lustig zusammen und sie scheinen die nächsten tage weiter machen zu wollen.

am nachmittag genoss ich noch mehrere fahrten mit meiner frau, bevor wir uns entgültig verabschiedeten. es war für diesen winter unser letztes wochenende in vals und der abschied deshalb auch mit etwas wehmut verbunden. wir möchten in zukunft vermehrt auch in den schneelosen zeiten in die berge fahren und vals von einer anderen seite kennen lernen.

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aus und vorbei

Beitrag von urs » 14.04.2008 22:07

die wintersaison endete abrupt mit einer viralen zäsur. vor zwei wochen war ich das letzte mal im schnee - mit der firma machten wir einen wochenend-ausflug in die lenzerheide. bei prächtigen bedingungen konnten wir sowohl das stätzer- als auch das rothorn geniessen. beide gebiete bieten anspruchsvolle abfahrten und im oberen bereich war sogar noch offpiste möglich. da mein oberster boss ordentlich ehrgeizig ist, waren wir viel und va. schnell unterwegs :D.

im verlauf des montags machten sich die kleinen "viecher" bemerkbar und zwangen mich die halbe woche mit kopfweh und kaltem schweiss ins bett :evil:. mittlerweile bin ich einigermassen auf dem damm, einzig ein hartnäckiger husten hält sich zäh. obwohl wir gestern mit einem stadtspaziergang den frühling geniessen konnten, macht sich eine art "frühlings-blues" breit, und ich kann die erinnerung an den alles in allem gelungenen winter noch nicht richtig geniessen.

jetzt hoff ich auf etwas stabileres wetter, damit ich mich endlich wieder zum radfahren aufraffen kann. da es dieses jahr zeitlich nicht für eine grössere tour reicht, muss ich mich doppelt motivieren :oops:.

vielleicht gelingt es mir mit etwas abstand doch noch, einen etwas stimmungsvolleren saisonabschluss zu zeichnen. für's erste belass ich es mal dabei.

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