Psaltis persönlicher Skikindergarten

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SkiGirlForLife
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Re: Psaltis persönlicher Skikindergarten

Beitrag von SkiGirlForLife » 04.01.2010 13:11

@ petra: die anweisung oben ist halt didaktisch etwas geschickter verpackt :D :D :D
Viele Grüße,
Antje
~-~
I have been edelwisered with Edelwiser Swing *Schwung Fu* :-D

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psaltria
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Re: Psaltis persönlicher Skikindergarten

Beitrag von psaltria » 04.01.2010 17:49

Nochmal zum Thema Aufstehen: Ich finde es toll, dass durch meinen Blog solche essentiellen "Nebensächlichkeiten" mal angesprochen und erklärt werden - und das ganze auch noch mit Alternativen, wenn es doch nicht gleich so lehrbuchartig will.

Vielleicht wäre es aber sinnvoller, so etwas nicht ausführlich in einem Blog zu diskutieren und damit später recht schwer auffindbar zu machen. Eine Idee wäre sogar, das Thema in die forumseigene Kollektion hilfreicher Anleitungen aufzunehmen. Wenn es dafür urheberrechtlich unbedenklicher Illustrationen bedarf, bin ich gern bereit, diese selbst herzustellen und Uwe zur Verfügung zu stellen. Denn im Gegensatz zum Skifahren fällt mir der Umgang mit Grafikprogrammen sehr leicht (klar, ist ja auch was kognitives und nix motorisches) :D

Eine kleine Bitte hätte ich noch: Vermeidet in meinem Blog sportlehrerhafte * "Stell Dich nicht so an"-Kommentare, auch wenn diese nur spaßig und augenzwinkernd gemeint sind. Solche Sprüche (bzw. die Angst davor) haben recht erfolgreich 42 Jahre lang verhindert, dass ich Sport als etwas für mich positives angesehen habe. Für jeden frisch Anfangenden - egal ob beim Skifahren oder bei etwas anderem völlig Neuen - ist es nicht so klasse, wenn auftretende Schwierigkeiten bagatellisiert werden. Wenn man sich selbst ohnehin als nicht sonderlich begabt einstuft, wirkt es noch verheerender.

*) Natürlich habe ich dabei die Sportlehrer vor Augen, die ich in grauer Vorzeit 13 Jahre lang "genießen" durfte. Heutzutage sind die methodisch bestimmt alle viel besser drauf :-D

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Re: Psaltis persönlicher Skikindergarten

Beitrag von Uwe » 04.01.2010 18:24

psaltria hat geschrieben: Wenn es dafür urheberrechtlich unbedenklicher Illustrationen bedarf, bin ich gern bereit, diese selbst herzustellen und Uwe zur Verfügung zu stellen. Denn im Gegensatz zum Skifahren fällt mir der Umgang mit Grafikprogrammen sehr leicht (klar, ist ja auch was kognitives und nix motorisches) :D
Noch besser: Dreh einfach ein Video und stell es über youtube hier rein ... und Andere können dann ein Video von sich reinstellen, in dem man sieht "wie einfach es geht".
Info zum EINFÜGEN eures Videos
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Re: Psaltis persönlicher Skikindergarten

Beitrag von goodie_1401 » 04.01.2010 18:28

Entschuldige bitte, ich dachte nicht, dass du so empfindlich bist. Ich hatte dich bis hierher anders eingeschätzt. Aber ich werde mir das natürlich merken.
unterwegs mit zwei Heizerkids

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psaltria
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Re: Psaltis persönlicher Skikindergarten

Beitrag von psaltria » 04.01.2010 20:48

@Uwe: Danke für den Tipp. Wenn selbst ich es begriffen habe und es funktioniert, dann drücke ich z.B. Beate eine Videokamera in die Hand und wir machen das ultimative Lernvideo :-D

@Petra: Bitte bitte bitte nicht missverstehen oder jetzt gar eingeschnappt sein :( Der Grund, warum ich in diesem Punkt so sensibel reagiere, ist folgender: Wenn ich z.B. im Job jemandem etwas zu erklären versuche, der selbst der Meinung ist, es "nie" verstehen zu können, ist es für mich ein absolutes No-Go, darüber auch nur Anflüge eines Spaßes zu machen. Das bringt den Fragenden in eine vermeidbar unangenehme Situation und erschwert mir wesentlich meine Aufgabe als Erklärender. Für den Fragenden ist das Problem nämlich real, auch wenn mir die Lösung noch so einfach und naheliegend erscheint. Hat man dann gemeinsam das Problem gelöst, kann man danach zusammen dieses gewisse "Ja!"-Gefühl genießen und niemand muss sich "blöd" vorkommen. Meine besten Lehrer in Schule und Studium hatten auch diese Einstellung. Sportlehrer waren aber leider nicht darunter...

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Re: Psaltis persönlicher Skikindergarten

Beitrag von psaltria » 05.01.2010 18:59

5. Selbstversuch bei Sonnenschein und "schnellem" Schnee

Heute vormittag bei herrlichem Sonnenschein bin ich mit meiner Frau noch einmal zu dem Hügelchen in den Park zwecks munterem Herumrutschen. Es hat in den letzten Tagen keinen Neuschnee mehr gegeben und unzählige Rodelspuren sowie die Sonne hatten den Schnee einiges fester und damit "schneller" gemacht. Das bekam ich gleich beim ersten Aufstiegsversuch im Treppenschritt zu spüren. Auf halber Höhe des Hügels drehte ich mich in Fahrtrichtung, um wenige Sekundenbruchteile später mit verdrehten Gräten in Extremschräglage aufzukommen. Die linke Hüfte, Knie und alles, was sich im Oberschenkel so dazwischen befindet, beschwerten sich schmerzhaft. Keine Ahnung, warum die Bindung sich bei diesem Sturz nicht geöffnet hat.

Jedenfalls ging es nach einigen Schrecksekunden nun ans Aufstehen. Geht nicht, zumal mir das linke Bein auch wehtat. Dann dachte ich an unseren Meinungsaustausch über das Aufstehen und habe kurzerhand erst einen, dann auch den anderen Ski abgeschnallt. Das ist gewiss noch nicht die optimale Lösung, aber zumindest konnte ich mich aus eigener Kraft aus der misslichen Lage befreien. Meine Hoffnungen liegen hier auf Beate, das Aufstehen auch bald mit Ski an den Füßen zu schaffen.

Bei den Abfahrten konzentrierte ich mich auf die von Uwe geratene Variation der V-Stellung nach dem Losfahren. Angesichts der stärker verdichteten Schneekonsistenz zeigte mein Pflugfahren nun auch wenigstens eine spürbare, wenn auch unbefriedigende Wirkung (oder habe ich da einfach eine falsche Idee von dessen Wirksamkeit im Kopf?). Bei den sanfteren Gefällen behielt ich in aller Regel auch die Kontrolle, richtete meinen Blick in die "erhoffte" Fahrtrichtung und nicht mehr so stark auf die Skispitzen und konnte sogar über diverse Huckel wegfedern. Die Skistöcke gab ich dabei bei meiner Frau in Pension und legte die Hände locker auf die Knie.

Meine Ski sehen von unten übrigens aus, als ob sie schon einiges mitgemacht haben. Aber da kommen sicher noch einige weitere Schrammen dazu. Wenigstens sind die Kanten noch absolut unversehrt. Stadtparkhügel sind nun einmal keine wirklichen Skipisten :-D

Fazit: Mit Ausnahme des recht schmerzhaften Sturzes gleich zu Anfang war mein heutiger Selbstversuch rein subjektiv recht erfreulich. Meine Frau als Beobachterin und ich selbst sind aber auch die Meinung, dass die "Spiel- und Ausprobierphase" im Park nun vorbei sein sollte und die nächsten Schritte bzw. Rutscher in kompetenter Begleitung und geeigneterer Umgebung erfolgen sollten.

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Re: Psaltis persönlicher Skikindergarten

Beitrag von r0sewhite » 06.01.2010 02:04

Alle Achtung, ich bewundere Deine Selbstdisziplin. Um sich in Deine Lage zu versetzen, darf man nicht den Fehler begehen und sich an seine eigenen Ski-Anfänge erinnern. Den meisten dürfte (wie auch mir) das Skifahren während der Kindheit einfach in den Schoß gefallen sein.

Vielmehr muss man bei sich nach etwas suchen, was einem nicht leicht fällt und wo man vielleicht auch gerne schnell wieder aufgibt (bei mir z.B. steuerrechtliche Dinge). Damit wird auch klar, dass man solche "Schwächen" nicht belächeln sollte, sondern angesichts des Durchhaltevermögens Respekt haben sollte. Schließlich geht es in Deinem Fall noch nicht eimal um etwas, was man können muss.

Vielleicht hilft Dir aber das noch: Meine Mutter hat auch erst in späten Jahren das Skifahren gelernt. Aufstehen ging die ersten Jahre auch viel schwieriger als Hinfallen. Sportlichkeit war zumindest die beiden Jahrzehnte davor eher ein Fremdwort. Und dennoch hat sie es nach zwei, drei Skiurlauben gepackt. Na gut, sie fuhr uns keine schwarzen Pisten hinterher, doch das war egal. Sie hat ihre Schwünge mehr oder weniger elegant gezogen und dabei echten Spaß gehabt. Würde man sie fragen, ob es die Mühe wert war, bekäme man mit Sicherheit ein deutliches JA zur Antwort.

Um Belanglosigkeiten wie einen zerkratzten Skibelag solltest Du Dir weniger Gedanken zu machen. Zumindest solange Du nicht selber bemängelst, dass Dir die Bretter zu langsam sind. Ich wette, meine Mutter wüsste aus dem Stehgreif nicht einmal zu sagen, wie ein Skibelag auszusehen hätte: "Wieso? ich krieg doch die Bretter an meine Schuhe dran. Muss ich etwa noch auf mehr achten?" :wink:
Wer ohne Ski im Tal ankommt, war auf einer zu steilen Piste

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Re: Psaltis persönlicher Skikindergarten

Beitrag von Laengling69 » 06.01.2010 10:00

Hallo Andreas,

jetzt muss ich doch mal meinen Senf dazugeben. Vorab: Lese seit Beginn Deine Beiträge mit großem Interesse. Hut ab für Deinen Ergeiz und vor allem dafür, dass Du Dich trotz widrigster Voraussetzungen und "Neagtivst"-Erlebnisse (Skischule) nicht entmutgen läßt.
...zeigte mein Pflugfahren nun auch wenigstens eine spürbare, wenn auch unbefriedigende Wirkung (oder habe ich da einfach eine falsche Idee von dessen Wirksamkeit im Kopf?)..
Wenn es Dich beruhigt, es ist bei mir immer noch so. Selbst jetzt, wo ich weiß, wie man den Pflug fahren muß, damit er bestimmungsgemäß funktioniert, könnte ich nie vernünftig mit dem Pflug anhalten oder bremsen (Zumindest nicht auf einer normalen Piste). Man braucht gewisse körperliche Voraussetzungen. Ich bin 1,96 UND extrem unbeweglich. Bekomme deshalb kein vernünftiges V hin. An das zusätzlich notwendige "innen aufkanten" ist gleich gar nicht zu denken.

BTW: Wie ich zwischen den Zeilen lese, kommst Du wohl bald in den genuss einiger Privatlektionen. Du wirst sehen, es wird ganz anders als bei Deinem ersten "Skilehrerkontakt".

Grüße aus Vorpommern

Dietrich

PS: Kannst Du Schlittschulaufen? Wenn ja, versuche mal, den Hockeystop zu lernen oder zu perfektionieren. Hilft ungemein, um später mit Ski parallel zu bremsen.

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Re: Psaltis persönlicher Skikindergarten

Beitrag von psaltria » 06.01.2010 10:52

Hallo Tilman und Dietrich,

danke für Eure aufmunternden Worte und die treffenden Analysen der Situation. Genau deshalb habe ich hier doch mal undiplomatisch etwas Porzellan zerbrochen, als der Blog in diese "Stell-Dich-nicht-so-an"-Ecke ging (Petra wird es mir hoffentlich irgendwann verzeihen).

Sicher waren das bei mir in Bispingen keine Idealbedingungen, aber auch nicht untypisch für tausende von mehr oder weniger normal sportlich begabte Anfänger. Viele bleiben dabei, einige hören gleich nach den ersten Stunden wieder auf. Wenn der Skilehrer im Anfängerkurs - sagen wir mal vorsichtig - methodisch eher suboptimal aufgestellt war, kann man später darüber lustige Anekdoten erzählen. Die einen mit dem Unterton "Ich habe es später dann doch richtig gelernt" oder aber "Das zeigte mir dann endgültig, dass Skifahren nichts für mich ist". Nun möchte ich es aber unbedingt lernen, was die Sache einiges schwieriger und hoffentlich dennoch nicht ganz unmöglich macht. Auf diesem Wege soll mir - und vielleicht auch dem einen oder anderen Mitlesenden/-schreibenden - dieser Blog weiterhelfen.

Die Kunst ist wohl einfach, seine Selbsteinschätzung und Lebenserfahrung dafür einzusetzen, dass man sich realistische Ziele setzt. Mein Ziel heißt bekanntlich, blaue Pisten sicher zu bewältigen - ein Schnurz für die allermeisten Anfänger nach maximal drei bis vier Skitagen und für einen "richtigen" Sportler geradezu erbärmlich wenig. Aber das ist mir vollkommen egal. Ich muss niemanden mehr beeindrucken und kann mir alle nötige Zeit nehmen. Nun wurstele ich schon an den Grundlagen der ersten beiden Skischulstunden in der Länge eines ganzen normalen Skiurlaubs - dank der heimischen Schneemassen und eigener Ausrüstung zumindest sehr preisgünstig :D Es ist trotz der winzigen Fortschritte eine schöne Zeit, und Frau und Tochter stehen mir hilfreich zur Seite wie dereinst Sancho Pansa dem Don Quijote bei seinen tragikomischen Kämpfen gegen Windmühlenflügel :-D

@Dietrich: Nein, leider kann ich nicht Schlittschuhlaufen, auch nicht Rollschuh- oder Inlinerfahren (seltsamerweise bekomme ich schon Schweißausbrüche, wenn ich die nur im Sportgeschäft stehen sehe 8) ). Sonst ginge gewiss einiges schon leichter, weil ich daran anknüpfen könnte.

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Re: Psaltis persönlicher Skikindergarten

Beitrag von goodie_1401 » 06.01.2010 13:37

psaltria hat geschrieben:Genau deshalb habe ich hier doch mal undiplomatisch etwas Porzellan zerbrochen, als der Blog in diese "Stell-Dich-nicht-so-an"-Ecke ging (Petra wird es mir hoffentlich irgendwann verzeihen).
Geht er nicht und ging er auch nicht, denn fast alle, die hier mitgeschrieben haben, kennen mich persönlich. Und alle wissen, dass ich zwar eine gute Skifahrerin aber eine gruselig schlechte Lehrerin bin. :D Ich probiere es daher auch gar nicht. Und mir sind verschiedenste Bewegungsabläufe überhaupt nicht bewußt. Bei mir sind alle Bewegungsmuster in der Jugend in Fleisch und Blut übergegangen. Daher hab ich keine Ahnung über die Probleme der Anfänger oder gar dessen Behebung. In sofern war meine Bemerkung eher selbstironisch gemeint. Ist wohl bei dir nicht so angekommen...

Ich bin immerwieder ehrlich erstaunt, was es alles an hilfreichen Anleitungen so gibt - wie etwa das Aufstehen. Und diese Techniken sind absolut sinnvoll. So hat man mir erst vor 8 Jahren eine genial einfache Methode gezeigt, wie man im Tiefschnee wieder in seine Bindung kommt. :-D Was hab ich mich bis dahin abgekämpft...
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