Entscheidungshilfe Tourenski

Alles rund ums Tourengehen, Freeriden und Sicherheit abseits der Pisten. Siehe auch Bericht Freeriding - Sicherheit abseits der Pisten
Ausrüstungsfragen siehe z.B. Forum SICHERHEITS-Ausrüstung
ski2002
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Entscheidungshilfe Tourenski

Beitrag von ski2002 » 10.02.2019 23:46

Hallo,

Ich möchte mir einen breiteren (Free)Tourer anschaffen, und bin bei meiner Auswahl bei zwei Modellen hängen geblieben:

Dem

K2 Wayback 106 (2019)

Und dem

Blizzard Zero G 95 (2019)

Jetzt bin ich mir unsicher, welcher es werden soll...
Der Preis ist nicht die Frage, an der es hängt. Beide Ski sind laut Hersteller gute Allrounder und fest genug, dass sie auch außerhalb vom Tiefschnee Spaß machen. Allerdings wiegt der K2 auch ein gutes halbes Kilo mehr und ich bin mir nicht sicher, wie viel mehr Mühe er beim Aufstieg macht. (Möglichweise zu breit für die Spuren vom Vordermann. Dann wiederum Frage ich mich, ob der schmalere und leichtere Blizzard auch im Powder Spaß macht.

Wie würdet ihr die Vorteile und Nachteile gewichten und wie würdet ihr euch entscheiden?

Oder habt ihr habt ganz andere Ideen für einen Tourenski ab 90mm?

Wie schätzt ihr einen Ski über 100 mm allgemein für Touren ein? Ist so ein Ski eurer Meinung nach völlig ungeeignet für zB. Frühlingstouren und nur für ein ein paar Powder-Tage geeignet, oder bei entsprechender Stabilität auch auf Firn, Harsch und co zu gebrauchen?

Freue mich über alle Anregungen :lol:

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gebi1
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Re: Entscheidungshilfe Tourenski

Beitrag von gebi1 » Gestern 12:47

Hi

Der Wayback 106 ist ein Einerfürallesski. Der carvt ganz gut auf der Piste, floatet im unberührten Powder, ist einfach und intuitiv zu fahren. Auch bei schwierigem Schnee und im völlig Zerfahrenen macht der Wayback 106 einen tollen Job. Klar ist er etwas schwerer, aber du willst ja einen Freerourer, dafür ist der Blizzard einfach viel zu schmal.

Welche Bindung kommt drauf?

Gruss
Martin

chatmonster
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Re: Entscheidungshilfe Tourenski

Beitrag von chatmonster » Gestern 16:00

Um die Breite vorhandener Spuren würde ich mir wenig Gedanken machen... Vor 10/12 Jahren war ich mit 95mm immer zu breit für alle Spuren, mittlerweile mit 98mm gemütlich Platz, viele andere sind deutlich (!) breiter...
wobei ich seit ein paar Wochen wieder auf 88mm zurück bin, die 98mm bleiben für entsprechenden Schnee (ich hab keine 60kg, da bringen die genug Auftrieb)

Der größte Unterschied dürfte aber die Bindung machen. Bin jahrelang auf Fritschi Freeride unterwegs gewesen, jetzt auf G3 Ion umgestiegen. Man merkt alles: weniger Gewicht am Fuß (also nicht den Fersenbacken und Steg immer mit anheben), ergonomischerer Drehpunkt, direkteres Fahren durch Stand direkt auf dem Ski...
Klar muss man einen entsprechenden Schuh haben, aber ich will keine Rahmenbindung mehr auf nem Tourenski.
das monsterchen grüßt

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Re: Entscheidungshilfe Tourenski

Beitrag von ski2002 » Gestern 16:15

gebi1 hat geschrieben:
Gestern 12:47
Hi

Der Wayback 106 ist ein Einerfürallesski. Der carvt ganz gut auf der Piste, floatet im unberührten Powder, ist einfach und intuitiv zu fahren. Auch bei schwierigem Schnee und im völlig Zerfahrenen macht der Wayback 106 einen tollen Job. Klar ist er etwas schwerer, aber du willst ja einen Freerourer, dafür ist der Blizzard einfach viel zu schmal.

Welche Bindung kommt drauf?

Gruss
Martin
habe inzwischen ein bisschen mehr nachgedacht und ich tendiere eher zum Blizzard 95er. Natürlich wird der K2 im Powder mehr spaß machen, aber Tiefschnee ist, denke ich mit 95mm immer noch zu bewältigen. Das zusätzliche gewicht ist es mir nicht wert...

ich nehme höchstwahrscheinlich die Marker Alpinist, entweder 12 oder 9

Vielen Dank für die Antwort :-D

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Re: Entscheidungshilfe Tourenski

Beitrag von ski2002 » Gestern 16:17

chatmonster hat geschrieben:
Gestern 16:00
Um die Breite vorhandener Spuren würde ich mir wenig Gedanken machen... Vor 10/12 Jahren war ich mit 95mm immer zu breit für alle Spuren, mittlerweile mit 98mm gemütlich Platz, viele andere sind deutlich (!) breiter...
wobei ich seit ein paar Wochen wieder auf 88mm zurück bin, die 98mm bleiben für entsprechenden Schnee (ich hab keine 60kg, da bringen die genug Auftrieb)

Der größte Unterschied dürfte aber die Bindung machen. Bin jahrelang auf Fritschi Freeride unterwegs gewesen, jetzt auf G3 Ion umgestiegen. Man merkt alles: weniger Gewicht am Fuß (also nicht den Fersenbacken und Steg immer mit anheben), ergonomischerer Drehpunkt, direkteres Fahren durch Stand direkt auf dem Ski...
Klar muss man einen entsprechenden Schuh haben, aber ich will keine Rahmenbindung mehr auf nem Tourenski.
Tendiere jetzt wie gesagt zum dünneren Blizzard, 95mm sind ja immer noch eine Menge. Als Bindung nehme ich die MArker Alpinist 9 oder 12, also schön leicht. :-D

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Re: Entscheidungshilfe Tourenski

Beitrag von chatmonster » Gestern 17:54

Marker und Pin Bindung würde ich mir überlegen :S
Die Alpinist soll sich erst mal beweisen, ob die nu haltbarer als die KingPin ist ;)

Weitere Punkte:
Hinten nur seitliche Auslösung einstellbar, vertikale Auslösung nur durch Tausch einer Feder (9 und 12 sind scheinbar die gleichen Bindungen nur mit unterschiedlicher Feder im Vorderbacken)

Gegenvorschläge:
ATK Crest (Steighilfe aber nur durch drehen des Hinterbackens zu verstellen)
G3 Ion (die ist's wie gesagt bei mir geworden, auf den ersten vier Touren bin ich sehr zufrieden. Auf den zweiten Anlauf den Vorderbacken getroffen und seitdem immer...)
das monsterchen grüßt

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Re: Entscheidungshilfe Tourenski

Beitrag von gebi1 » Gestern 19:29

Den Blizzard G Zero 95 würde ich nur nehmen wenn du auch wirklich fahren kannst. Der Wayback 106 ist viel zugänglicher und trotz seiner Breite im Zerfahrenen extrem gut zu fahren. Der K2 kann alles viel besser als der Blizzard.

Vergiss die Alpinist. Voller Kinderkrankheiten. Wenn du was Zuverlässiges willst, mit dem man auch auch vernünftig abfahren kann, nimm die Dynafit Beast. Gibts als 14er und 16er Variante.

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Re: Entscheidungshilfe Tourenski

Beitrag von ski2002 » Gestern 21:58

chatmonster hat geschrieben:
Gestern 17:54
Marker und Pin Bindung würde ich mir überlegen :S
Die Alpinist soll sich erst mal beweisen, ob die nu haltbarer als die KingPin ist ;)

Weitere Punkte:
Hinten nur seitliche Auslösung einstellbar, vertikale Auslösung nur durch Tausch einer Feder (9 und 12 sind scheinbar die gleichen Bindungen nur mit unterschiedlicher Feder im Vorderbacken)

Gegenvorschläge:
ATK Crest (Steighilfe aber nur durch drehen des Hinterbackens zu verstellen)
G3 Ion (die ist's wie gesagt bei mir geworden, auf den ersten vier Touren bin ich sehr zufrieden. Auf den zweiten Anlauf den Vorderbacken getroffen und seitdem immer...)
Warum würdest du keine Marker Pin Bindung kaufen? die Alpinist ist halt sehr leicht und bezahlbar, habe bis jetzt auch noch nichts schlechtes von der gehört...

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Re: Entscheidungshilfe Tourenski

Beitrag von chatmonster » Gestern 22:01

Aber Achtung: in die Beast passen nicht alle Schuhe, bzw müssen diese dazu modifiziert werden.
Ich glaube, die gibt's auch nur noch als Restbestände?

Und da er von der Alpinist spricht und sogar über die 9er nachdenkt, wäre glaube ich ne Ion 10 oder 12 passend.

Hat sich überschnitten...
Die KingPin ist der King im Pin-brechen... Über die Alpinist hat man halt noch nichts schlechtes gehört, weil sie so kurz erst auf dem Markt ist...

Die Crest wiegt und kostet quasi das gleiche ;)
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Re: Entscheidungshilfe Tourenski

Beitrag von gebi1 » Gestern 22:47

Richtig, die Beast läuft aus, ist aber richtig zuverlässig und hat eine einmalige Abfahrtsperformance bei akzeptablem Gewicht. Im Moment gibt es sie günstig https://www.sport-conrad.com/produkte/d ... opper.html Man braucht halt hinten das Power Insert. Das passt nicht an alle Schuhmodelle und wenn's mal drin ist kann man mit dem Schuh keine Rahmenbindung mehr fahren. Aber wer mit dem Tourenschuh auf die Piste geht ist eh selber schuld.

Ich würde niemals ne Tourenbindung, die neu auf dem Markt ist, kaufen. Probleme gibt es auch mit der Shift von Salomon/Atomic. Sie kann einfrieren und lässt sich dann nicht mehr auf Abfahren umstellen - eine Katastrophe!

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