Seite 1 von 2

Probleme mit dem Schlepplift

Verfasst: 14.01.2007 22:25
von daffy
Hallo miteinander,

ich bin bekennender Schlepplift-Problem-Haber - und ich will diese Probleme, nach nunmehr 20 Tagen auf Ski, endlich lösen.

Zu meinen Problemen:

1.) Wie bekomme ich besch**** Bügel beim Doppelmayr beim ersten Mal gerade unter meinen Hintern?! [Einzelfahrer] Irgendwie bekomme ich den Bügel beim ersten Greifen immer schräg hinter mich - immerhin merke ich es schnell und lasse den Bügel sausen. Beim nächsten Bügel klappt es dann perfekt.

2.) Ich verkrampfe während der Fahrt, wesentlich weniger als zu Anfang meiner bisher kurzen Karriere, aber das Prinzip... Irgendwie spanne ich immer die Pobacke an, die am Bügel außen ist (links sitzen, links anspannen - rechts sitzen, rechts anspannen). Das gilt für Einzel- wie auch Partnerfahrten. Mentale Entspannung während der Fahrt hilft irgendwie nicht.

Zum Thema ideale Position habe ich schon den Thread hier im Forum, viewtopic.php?t=6925, gelesen, für mich irgendwie aber nicht so viel herausziehen können.

Ist Herumkaspern im Schlepper wirklich der "wahre Weg"? Als Anfänger würde ich eher ungern aus dem Schlepper fallen, vor allem, wenn ich mir die Konsequenzen dessen ausmale ("steig mal kurz da hoch", "nicht präpariert", "Botanik") ... :-)

Biometrische Daten: 36 Jahre, 188 cm, 85 kg. Und das wird ja wohl kein Problem sein.

Verfasst: 14.01.2007 22:44
von M.H.
Vielleicht kann es dir helfen den Bügel weitervorne zu greifen (mit beiden Händen),
wenn du merkst daß er schief ist, zieh dich mit den Armen kurznachvor und dreh ihn
(so mach's ich halt)

Was das "verkrampfen" betrifft habe ich auch keine Patentlösung,
man kann den Bügel auch zwischen die Beine nehmen, sollte dann allerdings früh genug schauen, daß man ihn wieder nach vorne bekommt wenns zum Aussteigen geht. Achtung: die Methode ihn nach dem Durchfädeln auf waagrecht zu drehen führt zwar zu einer entspannteren Sitzposition, man braucht aber merkbar länger um sich im Zweifelsfall zu befreien (z.B. wenn man vor lauter Träumen die Bergstation fast übersieht aber auch wenn man selber stürzt!!!)

Bei fahrten zu zweit hilft es ein bischen sich mit jemand anzustellen der das Gesäß auf der gleichen Höhe hat wie du.

Mit der mentalen Entspannung sind Schlepper m.E. ohnehin nicht geeignet. Man sollte auch darauf achten ob nicht auf einmal die Spur blockiert ist (weil vorne jemand gestürzt ist) oder ob nicht auf einmal jemand sehr knapp vor einem jemand die Liftspur kreuzt.

Re: Probleme mit dem Schlepplift

Verfasst: 14.01.2007 22:48
von Perfectdark
Hallo auch dir. ;)
daffy hat geschrieben: 1.) Wie bekomme ich besch**** Bügel beim Doppelmayr beim ersten Mal gerade unter meinen Hintern?! [Einzelfahrer] Irgendwie bekomme ich den Bügel beim ersten Greifen immer schräg hinter mich - immerhin merke ich es schnell und lasse den Bügel sausen. Beim nächsten Bügel klappt es dann perfekt.
Keine Ahnung woran das liegt. Konzentration? weil du mehr Zeit hast beim zweiten Versuch?

Wenn ich den bügel schräg erwische, drehe ich den aus dem handgelenk richtig hin und dann passt es. ist eigentlich so einfach wie es tönt. Und da siehst du, dass manche bügel einfach komisch kommen und auch erfahrne leute die nicht immer richtig erwischen. Zumindest ich nicht.
2.) Ich verkrampfe während der Fahrt, wesentlich weniger als zu Anfang meiner bisher kurzen Karriere, aber das Prinzip... Irgendwie spanne ich immer die Pobacke an, die am Bügel außen ist (links sitzen, links anspannen - rechts sitzen, rechts anspannen). Das gilt für Einzel- wie auch Partnerfahrten. Mentale Entspannung während der Fahrt hilft irgendwie nicht.
Ist Herumkaspern im Schlepper wirklich der "wahre Weg"?
Man kann eigentlich ganz locker sein beim fahren. Natürlich wenn du dich extrem auf die fahrt konzentrierst, kannst du kaum locker sein. Kannst dich ja irgendwie ablenken. gespräch mit partner, landschaft betrachten, anderen beim fahren zusehen...muss ja nicht gleich "extrem Herumkaspern " sein.

Verfasst: 15.01.2007 08:45
von Jan O.
mh am besten weniger denken und einfach reinstellen.
ich greif beim alleine fahren meist das bügel ende hinterm po mit einer hand und die stange mit der anderen.
so ist der bügel fixiert und du kannst dich einfach hinstellen.
nix anspannen, keine kanten einsetzen und auch sonst nix.
einfach chilln :-)

Verfasst: 15.01.2007 09:12
von Hosky
M.H. hat geschrieben:Was das "verkrampfen" betrifft habe ich auch keine Patentlösung,
man kann den Bügel auch zwischen die Beine nehmen, sollte dann allerdings früh genug schauen, daß man ihn wieder nach vorne bekommt wenns zum Aussteigen geht. Achtung: die Methode ihn nach dem Durchfädeln auf waagrecht zu drehen führt zwar zu einer entspannteren Sitzposition, man braucht aber merkbar länger um sich im Zweifelsfall zu befreien (z.B. wenn man vor lauter Träumen die Bergstation fast übersieht aber auch wenn man selber stürzt!!!)
Für einen Anfänger, der mit dem Schleppliftfahren Probleme hat, ist das überhaupt keine Methode, viel zu verletzungsanfällig!!! Daffy, denk bitte gar nicht drüber nach, den Bügel zwischen die Beine zu nehmen.
daffy hat geschrieben:(links sitzen, links anspannen - rechts sitzen, rechts anspannen)
Hier könnte der Hund begraben sein - Nicht sitzen, sondern stehen und sich ziehen lassen! Absitzen führt beim Schleppliftfahren zwangsläufig zu Problemen.

Zum Bügel greifen - da hilft nur Übung. An der Einstiegsstelle frühzeitig dran sein, Oberkörper drehen und den Bügel hinten mit ausgestrecktem Arm entgegennehmen. Dann hast Du noch etwas Zeit, den Bügel in der Hand zu drehen, wenn Du ihn zuerst schief gegrifffen hast.

Während der Fahrt locker drin stehen, nicht absitzen, beim alleine fahren kann es helfen, mit der äußeren Hand den Bügel neben der äußeren Pobacke zu greifen - damit verhinderst Du das Rausrutschen und hast eine Sorge weniger.

Ansonsten erstmal mit gleich großen erfahrenen Liftlern fahren :wink:

Verfasst: 15.01.2007 09:43
von Maniac
Hosky hat geschrieben: Für einen Anfänger, der mit dem Schleppliftfahren Probleme hat, ist das überhaupt keine Methode, viel zu verletzungsanfällig!!! Daffy, denk bitte gar nicht drüber nach, den Bügel zwischen die Beine zu nehmen.
:zs:
Hosky hat geschrieben: Zum Bügel greifen - da hilft nur Übung. An der Einstiegsstelle frühzeitig dran sein, Oberkörper drehen und den Bügel hinten mit ausgestrecktem Arm entgegennehmen. Dann hast Du noch etwas Zeit, den Bügel in der Hand zu drehen, wenn Du ihn zuerst schief gegrifffen hast.

Ansonsten erstmal mit gleich großen erfahrenen Liftlern fahren :wink:
Eine kleine Hilfe gibt es als Ergänzung noch. Schwer zu beschreiben! :evil:
Wenn Du den Anker gegriffen hast nach oben auf den Anker gucken, weil am oberen Ende des Ankers ( Da wo das Seil am Anker angebunden ist) gibt es bei allen Ankern eine Kunststoffführungsfahne. Wenn diese genau Senkrecht steht hast Du den Anker auch genau quer unterm Hintern. So brauchst Du nicht warten bis der Hintern Dir Feedback gibt. :wink:
Hoffe man kann verstehen was ich meine.

Verfasst: 15.01.2007 10:48
von Herbert Züst
Schaue dass du auf der richtigen Position neben dem Seil stehst (Blick nach oben auf's Liftseil), bei den meisten Anlagen, kommt dir dann der Bügel automatisch in der richtigen Lage unter den Hintern, du brauchst ihn dann gar nicht mehr zu platzieren, sondern nur noch leicht festzuhalten.

Gruss Herbert

Verfasst: 15.01.2007 12:18
von Maniac
Herbert Züst hat geschrieben:Schaue dass du auf der richtigen Position neben dem Seil stehst (Blick nach oben auf's Liftseil), bei den meisten Anlagen, kommt dir dann der Bügel automatisch in der richtigen Lage unter den Hintern, du brauchst ihn dann gar nicht mehr zu platzieren, sondern nur noch leicht festzuhalten.

Gruss Herbert
Hallo Herbert! :zs:

Mit den alten Liften kennt sich eben keiner besser aus als ihr Schweizer! :oops: :lol: :wink:

Sorry den konnte ich mir nicht verkneifen.
:wink:

Verfasst: 15.01.2007 12:48
von Herbert Züst
Richtig und während die andern am Sessel Schlange stehen, kommen wir am parallelen Schlepper so richtig schön zum Skifahren. z.B. in Savognin.
Noch schöner sind natürlich die alten, fix am Seil montierten Sessel, die einem von hinten so schön in die Kniekehle hauen, z.B. Grau Roigt Andorra hier stehst du garantiert nie an. Schade, dass diese Anlagen immer mehr verschwinden.

Gruss Herbert

Verfasst: 17.01.2007 00:31
von daffy
Jan O. hat geschrieben:mh am besten weniger denken und einfach reinstellen.
hehe - die Aussage habe ich schon oft genug, in vielerlei Kontext gehört.
Jan O. hat geschrieben:ich greif beim alleine fahren meist das bügel ende hinterm po mit einer hand und die stange mit der anderen.
Und genau so habe ich es auch gelernt und praktiziere es auch - alles ok, bis auf die "äußere" Pobacke, die zwickt <g>
Jan O. hat geschrieben:einfach chilln :-)
Mach ich schon aufgrund der Witterung :-) Ein Herausforderung ist das nur am Wasser ohne vernünftigen Wind für den Kite ... ;-)