Bedeutsamkeit Auslösetest

Alles zum Thema Bindungen, Z-Wert, Platten, Stopper, etc.
Siehe auch Z-Wert Tabelle
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extremecarver
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Re: Bedeutsamkeit Auslösetest

Beitrag von extremecarver » 01.03.2019 16:26

Der Teppichboden Test geht auf harter Piste übrigens auch gut wenn man mit anderem Fuß wo mit GRIP steht
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ense
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Re: Bedeutsamkeit Auslösetest

Beitrag von ense » 11.01.2020 23:34

Tysk hat geschrieben:
01.02.2019 16:29

Wintersetiger bringt jetzt glaub eine Komplet-Verleih-Lösung raus da wird der Skischuh gescannt und ein DummySchuh wird dann so angepasst um mit diesem DummySchuh die Bindung einstellen zu können.(Im Grunde wird aber nur die Sohlenlänge auf den DummySchuh "übertragen" z.B. reibungseigenschaften werden aber glaub nicht berücksichtigt.)

Das System hab ich neulich kennengelernt und war etwas verwundert bezüglich der Sinnhaftigkeit. War auf der Suche nach einem Geschäft mit Bindungsprüfgerät und bin dabei auch gerne bereit 10-15 Euro zu zahlen. So viel sollte die Sicherheit wert sein.

Scan der Sohle: Ok, Fehlmessungen durch Personal wird verhindert (anscheinend ist es zu kompliziert ein Messschiebersystem abzulesen) Sohlenlänge ablesen kann u.U. durch Abnutzung nicht möglich sein. Aber ich vermute in 99% aller Fälle, lässt sich die Zahl ablesen. Und wie fehlerfrei der Scanner z.B. bei Verschmutzung arbeitet, sei mal dahingestellt.

DummySchuh: Wird auf den gescannten Millimeter + Zehntelmillimeter eingestellt. (nächste Fehlerquelle)

Nun wird noch auf ein buntes Touch-Display Gewicht etc. eingetippt für den z-Wert (eine Tabelle zum Ablesen sollte es auch tun).

Dann wird lediglich der Dummy in die Bindung gedrückt und nur der optische Indikator der Bindung "überprüft".
Und im Zweifelsfall der Hinterbacken angepasst.

Vermutlich immer der Hinterbacken. Allerdings gibt es z.B. bei Dynastar mitgelieferte Einstell-Tabellen d.h. Vorder- und/oder Hinterbacken müssen gemäß Sohlenlänge meistens in die nächst engere Rastung gestellt werden (Gesamt-Bindungsposition). Anscheinend ist da bei der Skalierung was schiefgelaufen oder was weiß ich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verleiher diese Tabellen haben (das betrifft fairerweise natürlich auch die Drehmomenter).

Bei solchen Bindungen sollte man vorsichtig sein (z.B. beim Ski-Tausch mit Bekannten) da vermutlich nur die skalierte Rastung gemäß Sohlenlänge eingestellt wird und man dann trotz passenden z-Wert einen Abflug macht oder die Bindung nicht auslöst. Wer sich halbwegs mit der Materie auskennt, wird das berücksichtigen und wenigstens den optischen Indikator zu Rate ziehen.

Vielleicht teste ich das System mal bewusst mit einer Falsch-Einstellung und schau was dann wo und wie eingestellt wird. Zur Einstellung GripWalk / WTR wurde überhaupt nichts gesagt.

Die Bindung wird nur mit dem Dummy überprüft d.h. der eigentliche Schuh bzw. dessen individuelle Abnutzung wird ignoriert (obwohl sie direkt daneben stehen). Daher verstehe ich den Aufriss nicht ganz. Da reicht m.E. auch wie bei vielen Verleihern gesehen, kurzes Einstellen der Sohlenlänge + z-Wert -> fertig. Das mache ich auch oft (für mich) privat so. Funktioniert einwandfrei, wenn man gewisse technische Eigenheiten berücksichtigt und weiß was man tut.
Kosten wird das System bestimmt auch was. Bei 4 (oder waren es 6) Stationen würde ich vorher ein Drehmomentgerät kaufen.

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Re: Bedeutsamkeit Auslösetest

Beitrag von goodie_1401 » 12.01.2020 22:29

Wir haben einen Auslösetest beim Ski unseres Sohnes machen lassen, da der Ski schon etwas älter ist und die Bindung entsprechend auch. Wir haben jetzt auf allen vier Skalen andere Werte eingestellt, um den Z-Wert erreichen. Beim angestrebten Z-Wert von 5 ist jetzt zwischen 4 und 6 alles dabei.

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Re: Bedeutsamkeit Auslösetest

Beitrag von ingo#31 » 13.01.2020 13:40

Es wird überbewertet. In deinem Fall - der deines Sohnes - wäre es egal, ob auf allen Bindungsteilen 4 oder 5 oder 6 eingestellt wäre. Diese ganze Einstellerei ist schön und gut, aber der selbst durchgeführte Test (a la Extremecarver, Teppichboden-Test) ist meiner Meinung nach immer noch der sicherste. Sobald man in der Lage ist im Stand, den Fersenautomaten mit viel Kraft aufzuziehen, wird er auch auf der Piste RICHTIG auslösen.
Die präziseste maschinelle Einstellung ist kein Garant dafür, dass die Bindung sicher auslöst. Bzw. wird sie vermutlich immer zu früh auslösen, was ebenfalls - um nicht zu sagen: noch schlimmer ist.

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Re: Bedeutsamkeit Auslösetest

Beitrag von latemar » 13.01.2020 15:13

Mir hat eine sauber eingestellte Bindung noch nie zu früh ausgelöst, sondern immer genau richtig.

Bindungsdifferenzen kommen ja nicht von der Bindung, sondern vom Schuh. Manche nutzen die Ferse stärker ab beim laufen, andere die Spitze.

Gruß
der Joe

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Re: Bedeutsamkeit Auslösetest

Beitrag von saschad74 » 13.01.2020 15:38

latemar hat geschrieben:
13.01.2020 15:13
Mir hat eine sauber eingestellte Bindung noch nie zu früh ausgelöst, sondern immer genau richtig.
"Sauber" laut Tabelle und Maschine beim Händler oder sauber selbst eingestellt?

Gruß,
Sascha

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extremecarver
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Re: Bedeutsamkeit Auslösetest

Beitrag von extremecarver » 13.01.2020 15:55

Ich bin inzwischen bei 11-12Z am GS Ski und am freerider (auch mit plugs) angekommen, und nein das liegt nicht an falscher Anzeige..

Mir 67kg Gewicht und 26.5 Mondo Schuhen. Laut Tabelle hatte ich 6.....

Sauber einstellen auf doppelten Wert also. Am SL bin ich bei 9.5


Aber hätte ich eine 10-20Z Bindung, dass würde mich auch am SL nicht groß stören.
Heute ein rennski GS von einem Mädel gesehen die vielleicht 50kg wiegt, war auf 13 gedreht...


Und natürlich löst eine Bindung laut Tabellenwert nicht zu früh aus, die löst genau dann aus wenn der Wert erreicht ist. Musst halt langsamer fahren bzw gegen 10 Uhr wenn die ersten Buckel und Schläge kommen aufhören selbst mit langsam fahren...
Dazu noch die ganzen plastik billig Bindungen, die funktionieren nur wenn der flex den die Bindung nicht aufnimmt, im Schuh passiert.


Und meine Schuhe bekommen alle 2 Jahre neue lifter Platten. Dazu gehe ich äußerst ungerne auf Asphalt. Zur Not auch Mal barfuß bevor ich wo 300m gehen muss.


Wichtig ist - fliegst du raus schau ob Bindung auf oder zu ist. Wenn auf, dann 10 Prozent höher nur auf der Ferse. Ist sie zu, 10 Prozent nur am vorderbacken hochdrehen. Am anderen Ski 5 Prozent bis 10 Prozent.
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Re: Bedeutsamkeit Auslösetest

Beitrag von latemar » 13.01.2020 17:27

saschad74 hat geschrieben:
13.01.2020 15:38
latemar hat geschrieben:
13.01.2020 15:13
Mir hat eine sauber eingestellte Bindung noch nie zu früh ausgelöst, sondern immer genau richtig.
"Sauber" laut Tabelle und Maschine beim Händler oder sauber selbst eingestellt?
Vom Händler, aber wir sprechen darüber. Wie fahre ich, was kann ich, was will ich.
Meiner Ansicht nach sind die Bindungen im Auslöseverhalten viel toleranter als früher. 0,5 mehr ist besser als 0,5 weniger.


Gruß!
der Joe

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Re: Bedeutsamkeit Auslösetest

Beitrag von saschad74 » 14.01.2020 09:38

Hey Joe,

mit "drüber reden" wird das schon passen. Das würde ich als Äquivalent betrachten zum "mit Gefühl und Augenmaß selbst einstellen". Nur, dass bei letzterem eben die Kontrolle wegfällt, ob der an der Bindung eingestellte Wert auch wirklich dem erwarteten Z-Wert entspricht. Laut klassischem Einstellvorgang auf Basis der üblichen Standardtabelle lande ich bei Z8. Der letzte Händler, der mir die Bindung eingestellt hat, hatte sogar nur 7 eingestellt. Damit bin ich sogar auf recht weicher Piste rausgeflogen bei einem einfach nur etwas schnelleren Kurzschwungversuch. Mittlerweile fahre ich Z10 und das passt, bei drei unterschiedlichen Bindungen - gehen auf, wenn sie sollen, bleiben zu, wenn aufgehen noch nicht nötig ist.

Wird vermutlich nur irgendwann eine Herausforderung sein zu erkennen, wann ich altersbedingt wieder etwas kürzer treten sollte mit dem Wert.

Gruß, Sascha

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Re: Bedeutsamkeit Auslösetest

Beitrag von fabian1909 » 01.02.2020 14:41

Hallo zusammen,
ich habe den Z-Wert meines neuen Skis (Onlinekauf) selbst nach Tabelle eingestellt. Das Ende vom Lied war, dass ich nach einer Handvoll Abfahrten gestürzt bin und mir das Kreuzband gerissen habe. Die Bindung hat allerdings ausgelöst. Kann ich daraus schließen, dass die Bindung zu fest eingestellt war, wenn ich mich trotzdem verletzt habe?
Mein alter Ski (Head i.SL) hat eine Bindung bei welcher sich der Fersenautomat nach links und rechts drehen lässt, sind solche Bindungen prinzipiell sicherer?

Gruß Fabian

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